Neuer Job, wieviel Zuschuss von Jobcenter noch zu erwarten?

4 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ihre 900 Brutto sind 718 netto.

Der ALG II rechner sagt mir 389,- Euro ALG II bleiben ihr.

Ich bin mir aber wegen des Wohngelds nicht sicher.

Wenn ich nur die Einkünfte separat anrechne (718,- netto 100,- Euro frei und 20 % vom Rest,), komme ich auf 220,- frei und ca. 500,- anzurechnen und nur noch 290,- ALG II

Aber wir haben hier 2-3 absolute ALG II Spezies, die wissen es eventuell auf den Cent genau.

ich hab's jetzt nicht nachgerechnet, muss ich auch nicht denn auch so sehe ich, hier ist wieder ein gutes Beispiel dafür, die meisten Menschen wollen arbeiten aber leben damit auch nicht besser als mit Hartzt4 !

Einziger Pluspunkt, man kommt unter Menschen und erwirtschaftet einen Teil seines Lebensunterhalts selbst. Es stimmt mich dennoch nachdenklich :-((

Die Einführung eines Mindestlohns ist mehr als überfällig, schon allein der Motivation wegen. Ständig aus Steuergeldern subvetionieren, nur um die AG zu entlasten, kann politisch auch keine Dauerlösung sein ! Das ist doch eine Kettenreaktion, niedrige Löhne im Erwerbsleben erfordern auch wiederum staatl. Zuschüsse zur Lebensführung im Rentenalter.

K.

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@Gaenseliesel

Wenn ich nur die Einkünfte separat anrechne (718,- netto 100,- Euro frei und 20 % vom Rest,), komme ich auf 220,- frei und ca. 500,- anzurechnen und nur noch 290,- ALG II

Kleine Korrektur:

Der prozentuale Freibetrag wird aus dem Brutto errechnet und vom Netto abgezogen:

100€ Grundabsetzbetrag + 20% von 800€ = 260€ Absetzbetrag

@Gaenseliesel: Der Mindestlohn wird an der Situation allenfalls von Singles etwas ändern. Sobald eine Familie oder ein erwerbsloser Partner mit an Bord ist, sind auch 8,50€ in der Regel nicht mehr bedarfsdeckend.

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@VirtualSelf

Aber das wurde doch mal vom Brutto gerechnet? Oder habe ich einfach nur Fälle gesehen, wo brutto gleich netto war?

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@wfwbinder

Oder habe ich einfach nur Fälle gesehen, wo brutto gleich netto war?

Ist gut möglich; bei Mini-Jobs ist das ja regelmäßig der Fall.

Aber das wurde doch mal vom Brutto gerechnet?

Es war von Anfang an so, dass die Basis des prozentualen Absetzbetrags immer schon das volle Brutto-Erwerbseinkommen gewesen ist. Frührer waren lediglich die Grenzen etwas anders und es stand in einem anderen Paragrapfen (heute ist es ja § 11 b Abs. 3 SGB II).

Die Tatsache, dass es vom Netto runtergeht, ergibt sich letztlich rechnungstechnisch aus der Anrechnungsreihenfolge des § 11 b Abs. 1 SGB II.
Erst gehen vom Brutto die Steuern runter, dann die Sozialversicherung. Damit hast du quasi das Netto ... und dann gehen ggf.zusätzlich neben anderen Dingen eben die Pauschale von 100€ (sofern man nicht tatsächliche höhere Kosten nachweist) sowie der Betrag nach Abs. 3 (die Prozente) runter.

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