Neue Mietverträge sind oft viel teurer als Bestandsverträge. Welche Folgen hat das für den Mietmarkt wenn dadurch z.B. zu große Wohnungen nicht frei werden?

4 Antworten

Das Thema könnte durch mehr Markt, also die Abschaffung der Kappungsgrenze und der Erhöhung bis zur ortsüblichen Miete relativ schnell behoben werden. Dann müssten sich alte Leute, die die Miete nciht zahlen können oder wollen, etwas kleineres suchen und die Familien hätten deren Wohnungen.

Genau betrachtet funktioniert der deutsche Markt in den Großstädten nur wegen für den Wohnungsbau destruktiven Gesetzen nicht. In München bringen Wohnungen oder Häuser, die man jetzt kauft und vermietet gerade mal 1,5 % Rendite. Wer bei kaum oder nicht gestiegener Miete noch was vermietet, wenn die Zinsen wieder bei 4 % liegen, steht in den Sternen.

Leider ist eine effizientere Mietpreisbremse - also das Gegenteil von sinnvollen Gesetzen - derzeit wesentlich wahrscheinlicher als Maßnahmen, welche die Wohnungsnot bekämpfen würden.

In manchen Sachen wie Verkehr, Wohnungsbau, Rente, Militär, Innovationen und einigem mehr sind die Deutschen ganz einfach schlecht!

Prima Beitrag, vielen Dank! Andere scheint das Thema irgendwie hier aggressiv zu machen bzw. kapieren nicht, dass es volkwirtschaftliche Fragen Finanzfragen sein können....

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@lohepudel

Aber klar: Wir könnten eine VEB Wohnungsbau gründen und alle privaten Vermieter zwangskollektivieren. Dann bauen wir eine Mauer um ganz Deutschland damit keiner der Zwangsbeglückten abhaut. Ich biete mich als Selbstmordattentäter für diesen Fall an. Macht kaputt, was euch kaputt macht.

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@Privatier59

Beruhige dich wieder, gibt schlimmeres auf der Welt als diese Frage. Nicht zu viel hinein interpretieren, ich habe das unlängst in der Zeitung gelesen (Lock-in-Effekt), daher die Frage...

Das Thema kann ja auch für Vermieter Einbußen bedeuten, weil die alten Mieter nicht gehen...

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@lohepudel

Ach, ich könnte mir auch ein besseres Ende vorstellen.

Zugleich sage ich Dir aufgrund einer Erfahrung die über Jahrzehnte reicht: Das ist eine Episode. Am Wochenende erst habe ich für meine Mutter eine Wohnung mit 103qm Größe vermietet. Klappte diesmal hier in Köln sofort, an eine (!) Beamtenpensionärin im übrigen. Vor nicht einmal 4 Jahren stand eine etwa gleichgroße und billigere Wohnung 6 (!) Monate leer weil sich kein Mieter fand. Wie es in 4 Jahren aussieht? Niemand weiß es.

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@Privatier59

Ich traue mich da nicht recht ran (ein Vermieter zu werden). Das Mietrecht ist sehr stark in D. Oder?

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@lohepudel

Ich mache das nun mein Leben lang und kenne sowohl deswegen wie auch durch meine Ausbildung als Volljurist Grenzen und Möglichkeiten. Das Mietrecht ist eindeutig Mieterfreundlich und die Richter noch eindeutiger. Da muss man eben seinen Weg finden. Ich habe das geschafft.

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@Privatier59

Ich habe dazu eben wieder mal eine Frage gestrickt, nicht böse sein...

Ich überlege für die Kids was zu kaufen, man hört aber viele Horrorberichte von schrecklichen Mietern. Die Nerven und Zeit will ich nicht so recht aufbringen. Andererseits schafft ein vernünftiger Mieter eine gute Grundlage für frühe Vermögensbildung.

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@lohepudel

Die neue Frage beantworte ich demnächst einmal.

Wenn man generationenübergreifend denkt und handeln will hat man es wesentlich schwerer als meine Eltern die in Wirtschaftswunderzeiten angefangen haben. Die Bäume wachsen schon lange nicht mehr in den Himmel. Wenn man nicht in Ballungsräumen investiert ist es fraglich, ob das Immobilienerbe wirklich die Kinder glücklich machen kann. Ein international orientiertes Fondsdepot erscheint wesentlich sinnvoller und ertragreicher.

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Ja, klar läßt sich dieser Teufelskreis durchbrechen. Alles enteignen und dann Wohnungen zuweisen. Oder, ähm, gab es sowas schonmal irgendwo?

Interessant. Hat das funktioniert oder ist meine Idee besser?

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@Rat2010

Beides nicht gut m.E..

Aber mehr als eine provokante Antwort war mir die Frage nicht wert.

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@Andri123

Ich finde die Idee gut.Und warum provokante Antwort? Das war kürzlich Thema in der Zeitung unter dem Thema "Lock-in-Effekt"....

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Selten so einen Blödsinn gelesen! Wer ist denn schon vor 100 Jahren in eine Wohnung eingezogen? Und bei welcher Wohnung haben sich Heiz- und Nebenkosten nicht erhöht? Das ist nämlich keine Mieterhöhung!

Andererseits: Welcher Vermieter vermietet Wohnungen zum bisherigen Mietpreis? Ich bin selber Vermieter und kreise über den Altmietern wie ein Geier!

Die Folge ist: Die junge Familie kann sich die große Wohnung nicht leisten. Auf Einzelschicksale können wir keine Rücksicht nehmen sagte John Wayne beim Angriff der Kiowas. Ich habe auch schon etliche Kerben an meinem Kuli.

Haben wir Anspruch auf das Abschleifen und Versiegeln des Parkettfussboden?

Wir sind in eine neue Wohnung mit Parkettfussboden eingezogen. Im Mietvertrag (Vertragyzusatz) steht das Klausel " Die Wohnung wird renoviert übergeben". Die Wohnung wurde uns von dem Makler vermittelt. In der Exposé wurde der Zustand der Wohnung als "neuwertig" bezeichnet. Bei der Wohnungsübergabe (und Einzug) haben wir festgestellt dass die Wohnung in einem katastrophalen Zustand war: nur die Wände wurden vom Vormmieter gestriechen, Gestank von kaputten Rohren im Bad verbreitet sich in die ganze Wohnung, und - vor allem - ist das Parkett so abgenutzt dass es gar kein Lack auf großen Stellen gibt. Dazu kommen noch schwarze Flecken in allen Zimmer, Wasserschaden in der Küche, große Weinflecken im Schlafzimmer, teilweise schwarzes Parkett im Wohnzimmer. Das Ganze sieht ungepflegt und ziemlich schrecklich aus. Das einzige was jetzt helfen kann ist Abschleifen und neu Versiegeln. Die Flecken können gar nicht aufgewischt werden.

Nun, bei der Übergabe hat uns die Hausverwalterin versprochen dass die Wände und Decken neu gefärbt werden (was heute, also in 14 Tage) passiert. Die Wohnung wurde auch gereinigt. Die Hausverwalterin ist danach ins Urlaub gegangen und jetzt sitzen wir in der Wohnung und warten auf den Handwerker der muss uns Wasserschaden in der Küche ersetzen, was die Hauptproblemen mit dem Boden gar nicht löst - Parkett sieht schlecht in der ganzen Wohnung aus. Von ihm haben wir aber noch keinen Anruf erhalten. Der Gestank aus dem Bad ist immer noch da, wir sind im Limbus und können weder die Geräte in der Küche anschließen noch die Schränke aufbauen. Sonst, falls der Fußboden tatsächlich renoviert wird, müssten wir sie wieder weg nehmen. Die emotionelle Belastung wird unterträglich. Mitterweile ist schon nach unserem Einzug halb des Monats vorbei. Worauf haben wir denn Anspruch?

1) Können wir Mietfreie Zeit verlangen für die Zeit in der die Mängel beseitigt werden? 2) Muss der Vermieter uns das Parkett renovieren? 3) Trägt der Makler schuld daran dass die Wohnung nicht so präsentiert wurde wie sie wirklich ist?

Vielen Dank!

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