Negative Erträge trotz 46% Rendite bei Fondgebundener Lebensversicherung?

4 Antworten

Eine Rentenversicherung ist keine Kapitalanlage im eigentlichen Sinn. Solch ein Produkt bietet "Sicherheit". z.B. die von Dir erwähnte Rentengarantiezeit für Angehörige. Hinzu kommt das Versprechen Dir eine Lebenslange Rente zu zahlen.

Sicherheiten kosten immer Geld. Auch in diesem Fall. Sicherlich steht irgendwo in Deinem Vertrag wie Dein Kapital investiert wird. Suche mal nach de Stichwort "Deckungsstock".

Darüber hinaus hast Du auch die Vertragskosten entdeckt. Abschlussgebühr  werden auf 5 Jahre verteilt und werden von erstmal von Deinen 20000€ abgezogen, genauso werden die anderen Kosten abgezogen.

Die Rendite berechnet sich auf den Sparanteil. Also Dein Kapital nach Abzug der Kosten.

Fordere von der Versicherung eine Aufstellung der investierten Fondsanteile . Dann sollte erkenntlich sein was wirklich investiert wurde - und in welchen Fonds.

"Premium" bedeutet bei der Deutschen Bank, zu der die Postbank gehört, dass der Vertrieb besonders viel verdient, dafür gibt es aber irgendeinen Gimmick, der bisher nur Rendite kostete und vermutlich auch in Zukunft kostet.

Ich finde den Tarif nicht mehr im Internet aber schau dir einfach an, welche Gimmicks du eingebaut hast. Vermutlich wurde die Einzahlung in den Fonds auf mehrere Jahre vertelt oder du hast eine Höchststands- oder irgendeine andere Garantie.

Eine Versicherung ist aber auch ohne teure Gimmicks kein Fonds und neben den Vertriebs- fallen auch Kosten für die Versicherung und natürlich auch die Verwaltung des Vertrages an. Offensichtlich wurden merklich Kosten auf die ersten Jahre verteilt.

Was genau wie an der Rendite geknabbert hat, kannst du an deinem Vertrag und der (vermutlich) dazu passenden Entwicklung der letzten Jahre ablesen.

Hi, danke für die Antwort. Gimmicks habe ich bislang keine finden können. Das Einzige ist "Rentengarantiezeit". 

Die Abschlusskosten waren 800€, die Verwaltung im ersten Jahr 718€. Durchschnittliche Vewaltungskosten 35,07€. Die Fondsverwaltungsgebühr ist 1,45%. Ob es einen Ausgabeaufschlag und Depotkosten gibt es ja nicht. 

Vertriebskosten sind 1% und werden auf fünf Jahre aufgeteilt. 

Wenn man diese Werte summiert, überwiegt das doch niemals die 46% Fondrendite und 1.600€ Verlust. 

Wertentwicklung war: 

01.07.2013 20.000
07.7.2014 20.154€
06.07.2015 22.165€
14.07.2016 21.120€
13.07.2017 18.685€

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@Rolfdieter

Vom 6.7.2015 bis zum 13.7.17 ist der DWS Top Dividende inkl. Ausschüttung noch um etwa 7,4% gestiegen.

Wenn die Zahlen die Du angibst wirklich die Wertentwicklung ist, kann deren Absturz um 15,7% in zwei guten Jahren nicht mit der Entwicklung des Top Dividende erklärt werden.

Vielleicht hat der Vermögensverwalter der Versicherung nach dem 6.7.2015 in einen Fünf-Zitronen Fonds umgeschichtet oder sonst wie einen erheblichen Teil deines Geldes verzockt.

Du solltest mal die Versicherung um eine schriftliche Erklärung bitten.

Und für die Zukunft merke Dir: Niemals bei einer Versicherung sein Geld anlegen! Diese sind nur dafür da, Risiken zu übernehmen.


 

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@NasiGoreng

Summiert man die Gebühren auf, landet man tatsächlich bei den circa 1600€ Verlust. Wenn man den Fonds ignoriert. Wird der bei dieser Art von LV vielleicht ignoriert bzw. vom Versicherer eingestrichen? Andererseits ist der Wertzuwachs dann in den ersten zwei Jahren kaum zu erklären. Es sieht nach absoluter Abzocke aus. Nie wieder!

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Gib mal noch ein paar Informationen:

  • Wie hast Du das Geld eingezahlt, in Raten oder in einer Summe wann?
  • Wie hoch ist die Versicherungssumme?
  • Wer ist die Versicherung und bei welchem Vermittler hast Du die Versicherung abgeschlossen?

Einmalzahlung, genaue Zeitpunkte und Summen stehen in der vorherigen Antwort. Postbank Versicherungen ist die Gesellschaft. Abgeschlossen bei einem ehemaligem Freund, zu dem ich aber keinen Kontakt mehr habe & wünsche. 

 Danke :) 

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