Nebenkostenabrechung als Vermieter absetzen?

3 Antworten

Ich glaube ja, dass hier das Ab- und Zuflußprinzip gilt und dass Du die genannte NK-Abrechnung gar nicht brauchst (sondern die des Vorjahres).

[Mieteinnahmen Zeilen 9–14]

Geben Sie hier die Anzahl der Wohnungen, aufgeteilt auf die einzelnen Geschosse, die Wohnungsgrößen und die Ihnen tatsächlich zugeflossenen (Kalt-)Mieten an. Die vereinnahmten Umlagen für Nebenkosten wie Strom, Wasser … (laufende und Nachzahlungen für Vorjahre) erfassen Sie in Zeile 13. Soweit Sie Umlagen (aus Vorjahren) an Mieter zurückgezahlt haben, kürzen Sie den Umlagebetrag entsprechend.

 https://www.steuern.de/steuererklaerung-anlage-v.html

natürlich braucht er die NK-Abrechnung, nur so weiß er u.a. wieviel aus dem Reparaturfond entnommen wurde

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@Petz1900

Ach, sorry, hier war wohl nicht die NK-Abrechnung für den Mieter gemeint, sondern die der Hausverwaltung für den Vermieter. Richtig?

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@Petz1900

Es geht bei der Fragestellung m. E. nur um die Betriebskosten, nicht um die Instandhaltungsrücklagenveränderung.

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@LittleArrow

für die Steuererklärung braucht er die Entnahmen aus dem Reparaturfond. Zumindest dann wenn er etwas Steuern sparen möchte.

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@Petz1900

Danke. Vielleicht ist die ganze Fragestellung hier auch etwas undifferenziert.

Neben den Reparaturfondausgaben gibt es als Werbungskosten noch weitere Betriebskosten, die mietrechtlich nicht auf den Mieter abgewälzt werden können (z. B. Verwaltungskosten) und/oder die trotz grundsätzlicher Abwälzbarkeit, hier mietvertraglich nicht abgewälzt wurden. Das letztere Phänomen taucht insb. bei sehr alten Mietverträgen auf oder bei solchen, bei denen der Vermieter beim Mietvertragsabschluss die Möglichkeiten nach der Betriebskostenverordnung nicht kannte oder nicht ausgeschöpft hat.

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Fristverlängerung beim Finanzamt beantragen, geht auch per email.

Das ist der unkomplizierteste Weg.

Fristverlängerung ist wahrscheinlich keine Option. Die Hausverwaltung schickte die Kostenabrechnung Ende Januar 2018 für den Abrechnungszeitraum 01.07.2016 bis 31.06.2017. Das bedeutet, dass ich die nächste Abrechnung (mit den fehlenden sechs Monaten) erst Januar 2019 bekomme.

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@agluch

Du musst diese Kostenabrechnung aufteilen in Positionen, die Dein Mietvertragsverhältnis betreffen (könnten) und die Kosten, die außerhalb des Mietverhältnisses nur noch der Verwaltung und der Instandhaltung dienen.

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Meinst Du die mietvertragliche Betriebskostenabrechnung je Wohnung oder die Hausgeldabrechnung je Eigentümer?

er schrieb: für die Steuererklärung.....

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Es gibt eine Anleitung zur Anlage V. Die mietvertraglich bezahlten Betriebskosten werden in Zeilen 13 und 14 eingetragen, einschl. etwaiger Nachberechnungen oder Rückerstattungen.

Bei der Hausgeldabrechnung ist zu beachten, dass es zur Verwendung der Instandhaltungsrücklage kommen kann. Nur diese Verwendung und nicht die Einzahlung ist in Zeilen 39 - 45 einzutragen (siehe Anleitung hierzu, letzter Absatz). Ferner können in der Hausgeldabrechnung Positionen stecken, die trotz mietrechtlicher Zulässigkeit aber nicht mietvertraglich weitergegeben werden (z. B. Betriebskosten Zeile 46) oder mietrechtlich nicht abwälzbare Verwaltungskosten (Zeile 47).

Für den Zeitraum Juli - Dez. 2017 weist Du doch sicherlich, ob der Mieter seine mietvertraglichen Betriebskosten gezahlt hat. Diese Zahlungen gehören natürlich auch in die Abrechnung für 2017 unter Zeile 13 und 14. Ebenso die von Dir darüberhinaus gezahlten mietrechtlich zulässigen Betriebskosten, die Du aber nicht vom Mieter vertraglich verlangt hast.

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