Nebenkostenabrechnung 3 Fragen zu: Wasser - Wohngebäudeversicherung - Heizkostenabr.

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2 Antworten

Also für rechtliche Hilfe müssen die zulässigen Fachleute ran. Ich kann Dir nur einige Anregungen geben und Anmerkungen machen.

Annahmen: 1. das Mietverhältnis wurde am 31.03.2011 beendet. 2. Die hausindividuelle Abrechnungsperiode entspricht dem Kalenderjahr. 3. Die Nebenkostenabrechnung für 2011 traf also zeitgerecht ein. 4. Du hast bereits alle Belege eingesehen.

Feststellungen Wasserkosten: Der Wohnungsverbrauch kann nicht exakt bestimmt werden, da die Zählersumme der Unterwasserzähler (geeicht oder ungeeicht?) eine Toleranzen bis zu 20 % vom Hauptzähler haben darf, um sie noch proportional auf die Unterzähler umzulegen. Da hier (D)eine Wohnung keinen Zähler hat, kommt eine verbrauchsorientierte Kostenverteilung mangels Zähler bzw. mangels vereinbarten Personenschlüssels nicht in Frage, sondern nur nach anteiliger Wohnfläche. Wenn der Wasserverbrauch des gesamten Hauses nicht gemessen, sondern geschätzt wurde, dann ist ein Vorwegabzug von 15 % vorgesehen. Die hieraus resultierenden Korrekturen kannst Du selber errechnen und dementsprechend - bis zum Beweis des Gegenteils durch den Vermieter - als Wasserkostenanteil bezahlen.

Feststellung Haussachversicherungen: Die Elementarkostenversicherung ist Bestandteil der umlagefähigen Gebäudesachversicherung, ohne dass dieses Detail im MV hervorgehoben werden muss. Es reicht im MV die Nennung der Betriebskostenverordnung oder der Gebäudeversicherung.

Feststellung Heizkostenabrechnung: Du kannst keine Belege anfordern, sondern allenfalls (kostenpflichtige) Fotokopien. Die handschriftliche Korrektur und Neuberechnung ist ausreichend, wenn die beanstandeten Positionen und Kosten eindeutig aus der Rechnung erkennbar sind und die Neuberechnung nachvollziehbar ist.

Nachzahlung: Die korrigierte Nachzahlungsaufstellung ist im Maße der unstrittigen Punkte nach sofortiger Prüfung unverzüglich zu zahlen. Der 30.06. ist also grundsätzlich in Ordnung, denn Deine Prüfung fing ja schon bei der ersten Abrechnung an. Den anteiligen Wasserkostenbetrag ermittelst Du in Deiner Gegenrechnung (notfalls den Vorjahresbetrag) und zahlst ihn einfach. Du stellst dem Vermieter anheim für einen höheren Verbrauch den Beweis anzutreten. Der Hinweis auf die Auskunftei ist nahe einer Nötigung. Es gibt über 11 Auskunfteien. Und die nehmen Hinweise wegen ausstehender Zahlungen erst auf, wenn diese gerichtsfest sind, nicht wenn sie bestritten sind.

Eine vernünftige, fachgerechte Betriebskostenprüfung fängt natürlich bei allen Positionen an und setzt stets eine Belegeinsicht voraus, ehe gemeckert wird.

Vielleicht läßt Du Dir noch von einem Fachmann helfen (Mieterverein, Rechtsanwalt), um das Mietverhältnis und die Abrechnung noch mit den richtigen Bemerkungen zum Abschluss zu bringen.

Tztztz ... Sachen gibt´s !

Du sollst also pro Monat 13.500 Liter Leistungswasser verbraucht haben? Das entspricht etwa einem ganzen Swimmingpool voll Wasser oder auf`s Jahr gerechnet fast 140.000 Liter.

Wenn Du nicht gerade mit einer 10-köpfigen Familie dort gewohnt hast, ist ein solcher Wasserverbrauch zumindest weit über der Norm.

Bzgl. der Heizungskosten-"Unregelmäßigkeit" hat sich der Vermieter auch nicht gerade mit Ruhm bekleckert.

Die korrigierte Abrechnung, sofern Sie den jetzt stimmt, kannst Du akzeptieren. Bzgl. der Zahlungsaufforderung des Vermieters schrammt dieser dicht am Straftatsbestand der Nötigung vorbei. Selbstverständlich kannst Du dir mit der Bezahlung Zeit lassen. Zumindest die selbe Frist, wie sie dir in der ursprünglichen Abrechnung eingeräumt wurde. Ich denke angemessen sind 4 - 8 Wochen.

Der Einschaltung einer Auskunftei kannst Du ruhig ins Auge blicken. Denn für den "Rechenfehler" Deines Vermieters kannst Du nichts. Das er erst auf Aufforderung eine korrigierte Abrechnung erstellt, ist defakto sein Problem. Falls er Dich also tatsächlich bei der Aufkunftei eintragen läßt macht er sich der Falschbehauptung, Nötigung und u.U. auch der Kreditgefährdung schuldig.

Dankeschön für Deine Antwort.

Also wir wohnten zu 2 in der Wohnung und wie geschrieben, der Wasserverbrauch war in der Vergangenheit 5,5m3 pro Monat und wir sind auch Mitte März 2011 schon ausgezogen. Er gibt an, dass es mein Eigenverschulden ist, dass ich die Wassseruhr nicht abgelesen habe, obwohl wir im Übergabeprotokoll vereinbart haben, das die Fa. Ditschun diese abliest...

Was Frist zur Bezahlung betrifft:

Ich bin ja mit weiteren Kosten (Wasserverbrauch und Monteurstunden in Heizkosten abrechnung) nicht einverstanden, welche Fristen sind denn gesetzlich geregelt?

Soll ich Ihm jetzt per Einschreiben mitteilen, dass ich mir 4 Wochen Zeit genehmige bis zu Beantwortung?

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