Nebenjob, Kleingewerbe, Steuern?

2 Antworten

Das hängt von den verwirklichten Steuertatbeständen ab und kann deshalb recht unterschiedlich sein.

Hoffe, geholfen zu haben.

Sorry, ich weiß ich bin ein wenig spät dran, aber trotzdem möchte ich mich für die ausführlichen Auskünfte bedanken und stelle immer wieder fest, dass ich so gut wie gar nichts über das Steuerrecht weiß. Bisher lief auch alles seinen Weg. Vielen Dank!

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Nebenberuflich bedeutet, Du hast einen Hauptberuf.

Wäre das Rentner mit 800,- Euro Altersrente, so wäre die Steuerlast weit geringer, als würdest Du im Hauptberuf 3.000,- Euro Gehalt monatlich beziehen.

Ausserdem, was verstehst Du unter "verdienen?" Sind das 700,- bis 800,- Euro Einnahmen, oder Gewinn (also nach Abzug der Kosten)?

Woher ich das weiß: Berufserfahrung

Richtig, ich habe einen Hauptberuf und bin Beamter. Ich bin verheiratet und verdiene im Monat ca. 3600,- Netto. Meine Frau verdient dazu und hat ca. 1000,- € im Monat. Zusammen haben wir ein Kind. Meine Frau hat die Steuerklasse 5 und ich 3. Momentan zahlen wir jede Menge Steuern, seit unsere großen Kinder aus dem Haus sind. Lohnt es sich für mich überhaupt noch nebenberuflich tätig zu werden? Der Nebenberuf soll im Kleingewerbe angemeldet werden und ich werde dann beratend tätig, so dass mein Honorar monatlich bei 700 - 800,- € liegen kann.

Meine Fragen:

Wie hoch werden dann ungefähr die Steuern sein?

Kann ich einen gewissen Satz ohne Steuern dazu verdienen? Wie hoch wäre der Betrag? (450,- € ???)

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@ThomasKuhlmann
  1. Da der Höchststeuersatz in Deutschland 45 % ist, wird es sich immer lohnen etwas dazu zu verdienen.
  2. Die Netto bezüge nützen für eine genauere Kalkulation wenig, denn die Steuertabelle geht vom Bruttogehalt aus.
  3. 450,- Euro ist die Minijobgrenze. Da werden die Abgaben pauschal mit 32 % abgeführt, das wird aber vom Arbeitgeber getragen, geht aber eben nur in der abhängigen Beschäftigung.
  4. Honorar 700,- bis 800,- da müssen dann ja noch die Kosten abgezogen werden. Telefon, Internet, Computer usw.
  5. Beratende Tätgikeit wird übrigens vermutlich nicht Gewerbe, sondern freier Beruf sein.
  6. Wenn es Beratungen für Unternehmer sind, könntte durch die Umsatzsteuer noch ein besonderer Vorteil winken. Bei Anschaffungen könnte durch den Vorsteuerabzug ein interessanter Vorteil winken.
  7. Ich schätze mal (ohne die Kosten zu kennen), 40 % auf den Gewinn. Bei höchsten 8.000,- gewinn also 3.200,- Euro.
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@ThomasKuhlmann

Du zahlst im Moment nicht jede Menge Steuern, sondern wahrscheinlich zuwenig (Steuerklassenwahl).

Hast Du je gehört, dass der Steuersatz hundert Prozent ist?

Daher ist die Frage nach dem "lohnen" Unsinn.

Übrigens - ein Kleingewerbe wirst Du nicht anmelden - das gibt es nicht - es ist ein Gewerbe (wenn nicht freiberuflich).

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@wfwbinder

Oha, so eine perfekte Antwort mit Rechnerei! Hoffentlich bedankt sich der Fragesteller noch.

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