Nebengewerbe kosten als Freibetrag eintragen lassen?!

4 Antworten

Nein, Verluste aus Gewerbebetrieb, oder aus selbständiger Tätigkeit kann man nicht als Freibetrag eintragen lassen.

Du musst jedesmal bis zur Einkommensteuerveranlagung warten.

Das mir niemand sagen kann wie hoch mein Anfangsverlust sein wird ist mir selbstverständlich klar ! Es ginge mir eher darum, ob ich beispielsweise 300€ Bürokosten bereits vorab als "Freibetrag" angeben kann, da bei einem Nebengewerbe ja die einnahmen vom Hauptberuf (Angestellter) und Nebenberuf zusammengerechnet werden. Die 300€ würden ja dauerhaft bestehen. 

Mannomann, die Bürokosten betreffen das Gewerbe.

Gewerbeverluste führen nicht zu einem Freibetrag.

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Normalerweise bin ich angesichts der Kompetenz (und Atmosphäre) hier im Forum stiller Mitleser, jedoch muss ich hier einmal widersprechen.

Im Gegesatz zu meinen Vorrednern bin ich anderer Meinung. Wenn die Summe der Einkünfte aus den Einkünften aus V+V, selbständiger Arbeit, Gewerbebetrieb und den sonstigen Einkünften negativ ist, kann man diesen negativen Betrag als Freibetrag in ELSTAM eintragen lassen. § 39a Abs. 1 Nr. 5 Buchst. b EStG.

Die erforderlichen Angaben sind auf Seite 1 des Antrages auf Lohnsteuerermäßigung zu machen. Ich empfehle, ein Beiblatt mit genaueren Angaben dem Antrag auf Lohnsteuerermäßigung beizulegen.

Es hilft wenig, wenn Du anderer Meinung bist.

Wichtiger wäre zu überlegen, wie ein künftiger Gewerbeverlust festzustellen ist. 

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@vulkanismus

Ich bleibe dennoch bei meiner Meinung. Warum sollte ein Gewerbeverlust vorher festzustellen sein?! Selbst die R 39a.2 LStR spricht nichts davon. Wir befinden uns ja im Verfahren des laufenden Lohnsteuerabzugs. Daher sind folgerichtig auch die Verluste zu berücksichtigen, die der Steuerpflichtige "vorraussichtlich erzielen" wird.

Die Feststellung erfolgt laut § 39a Abs.1 Nr. 5 EStG so wie sie nach § 37 Abs. 3 bei der Festsetzung von Vorauszahlungen zu berücksichtigen sind. Daher genügt es, wenn der Steuerpflichtige eine Schätzung des voraussichtlichen Verlustes anhand einer Gegenüberstellung der erwarteten Betriebsausgaben und Betriebseinnamen für den Veranlagungszeitraum aufstellt.

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@Varys

Nochmal - Deine Meinung hilft dem Fragenden nicht.

Noch dazu, wenn diese Meinung aus unlogischer Denkweise entsteht.

Einen voraussichtlichen Verlust kann ich bei V+V errechnen, weil ich drei Komponenten habe, die das Finanzamt auch prüfen bzw. als glaubhaft anerkennen kann.

Da ist der Mietvertrag, die AfA und BA.

Beim Gewerbe weiss niemand, wie hoch die Einnahmen sein werden. 

Folgefalsch ist Deine Meinung.

Übrigens - hast Du jemals einen solchen Antrag gesehen oder glaubhaft von einem solchen auch nur gehört?

Ich nicht - obwohl ich zehntausende Freibeträge eingetragen habe.

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@vulkanismus

Ist allein deine Meinung, dass du von einem solchen Antrag noch nie gehört hast, ausreichend um Tatsache zu sein? Mit Verlaub, aber dem ist, auch wenn es Dir nicht passen sollte, nicht so. Ich habe meine Meinung mit Fundstellen begründet, du kommst stattdessen nur mit dem typischen Totschlagargument "Das haben wir noch nie so gemacht, da kann ja jeder kommen." Das hilft dem Fragesteller nicht.

Eine fachliche Diskussion setze ich gerne mit dir fort, allerdings erwarte ich auch entsprechende Argumente.

Anhand einer Art betriebswirtschaftlichen Auswertung kann z.B. der erwartete Verlust durchaus ermittelt werden. Dass eine solche nicht genau ist, besonders bei der Betriebsgröße des Fragestellers, sehe ich durchaus ein. Aber wie bei der Festsetzung der VZ z.B. handelt es sich hier doch nur um eine Schätzung, die im späteren Veranlagungsverfahren wieder korrigert wird.

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@Varys

"Anhand einer Art betriebswirtschaftlichen Auswertung kann z.B. der erwartete Verlust durchaus ermittelt werden." - das ist Privatsache und hat mit steuerrechtlichen Vorgaben nichts zu tun.

Du hast Deine Meinung mit Fundstellen unterlegt, die nicht greifen. 

Mein Wissen habe ich bereits dargestellt. Und meine logische Erklärung hast Du übersehen?

Nochmal - ein gewerblicher Verlust kann zwar vorab angenommen, aber nicht belegt werden.

Eine fachliche Diskussion ist hier überflüssig, da du kein Fachmann bist. 

Das wird auch der Fragende inzwischen erkannt haben (wenn er überhaupt noch an dieser Seite interessiert ist).

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@vulkanismus

Und genau diese Überheblichkeit, derer es dir nicht zu mangeln scheint, lässt mich dieses Forum meiden. Dein vorgebliches Wissen bleibt auch so lange Meinung, bis dasselbe nicht mit Fundstellen untermauert wurde. Nur zu behaupten, meine Meinung sei falsch, macht sie nicht falsch. Eine Argumentation könnte mich durchaus überzeugen. Offensichtlich kannst Du aber mit einer solchen nicht aufwarten. Deine berufliche Erfahrung zweifle ich nicht an. Aber wann hast du denn zum letzen Mal ins Gesetz gesehen? Seit 1965 hat sich einiges getan.

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@Varys

" Nochmal - ein gewerblicher Verlust kann zwar vorab angenommen, aber nicht belegt werden." - das fettgeschriebene übersehen?

Wenn ich behaupte, dass Wien die Hauptstadt von Österreich ist, so ist das Wissen. Einer Fundstelle bedarf es dazu nicht.

Jetzt könntest Du sagen, Deiner Meinung nach ist es aber Lienz. 

Ich werde Dir nicht sagen, wo Du mein Wissen nachschlagen kannst.

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@vulkanismus

Nichtsdestoweniger gibt es eine Fundstelle zur Hauptstadt Österreichs: Art. 5 Bundesverfassungsgesetz Österreich. Notwendig mag sie nicht sein, aber im Zweifel kann nachgesehen werden. Hätten wir darüber gestritten, hättest Du mich mit Nennung dieser Fundstelle überzeugt. 

Allerdings ist hier etwas anderes strittig. Ich frage mich, wo geschrieben steht, dass der Verlust, den der Steuerpflichtige voraussichtlich erzielen wird, von ihm in der allergenauesten Feinheit, wie du sie zu fordern scheinst, zu belegen ist? 

§ 39a Abs. 1 Nr. 5 EStG stellt auf die Beträge ab "wie sie nach § 37 Absatz 3 bei der Festsetzung von Einkommensteuer-Vorauszahlungen zu berücksichtigen sind". Mit diesem Verweis auf die Vorschriften über die Vorauszahlungen kommt es darauf an wie der Sachverhalt bei der Festsetzung der Vorauszahlungen zu behandeln wäre.

Hätte der Steuerpflichtige also einen Antrag auf Herabsetzung der VZ gestellt, kommt dem FA nach § 37 Abs. 3 S. 3 EStG eine Ermessensentscheidung zu, die VZ nach der Steuer zu bemessen, die sich voraussichtlich ergeben wird. Im Rahmen des Ermessens sind alle Umstände heranzuziehen, die dem FA bekannt sind. Wenn der Steuerpflichtige also umfassend und glaubhaft darlegt, dass ein Verlust einer gewissen Höhe zu erwarten sei, das FA dies aber dennoch nicht beachtet, handelt es ermessensfehlerhaft. Eine Glaubhaftmachung reicht im Verfahren der Festsetzung der VZ völlig aus. Daher ist Dein Wusch nach Belegen gesetzlich nicht untermauert. In anderen Worten: falsch. 

Ich werde Dir nicht sagen, wo Du mein Wissen nachschlagen kannst. 

Ich bin immer wieder erstaunt, wie kindisch selbst der vorgeblich gebildetste und kompetenteste Mensch sein kann.

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@Varys

Richtig infantil ist erst Deine jetzige Vorstellung.

Du könntest ja versuchen, mit Deiner "falschen" Ermessensentscheidung einen Finanzrichter zu überzeugen.

Wie oft soll ich es denn noch sagen: Niemand kann wissen, wie hoch ein Verlust sein wird bzw. ob überhaupt einer entstehen wird.

"Im Rahmen des Ermessens sind alle Umstände heranzuziehen, die dem FA bekannt sind." - eben - und was ist über die Einnahmen bekannt - nichts !!

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@vulkanismus

Mangels Argumentation Deinerseits ist die Diskussion für mich an dieser Stelle beendet. Du scheinst in Deiner eigenen Welt der richtigen Meinungen festzustecken, kannst diese aber nicht wenigstens im Ansatz darlegen. Stetes Wiederholen immer wieder Desselben lässt jedwede Sachlichkeit vermissen. Vielmehr ist sie Zeugnis von nicht enden wollender Sturheit und Überheblichkeit. Jeder Deiner Sätze trieft von Deiner Überzeugung, besser als Dein Gegenüber zu sein. Das muss und will ich mir nicht antun. Jetzt und in Zukunft nicht. Ohne Menschen wie Dich wäre dieses Forum (und andere Orte) um einiges angenehmer. Mein Ausflug hierher ist vorbei.

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