Nebenberufliche Tätigkeit?

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2 Antworten

Es wäre schön, wenn Du etwas strukturierter gefragt hättest.

 Bin aber 2014 aufgrund einer Festanstellung 100 Euro quasi über den Freibetrag raus.

Über welchen Freibetrag? Festanstellung + Übersetzertätigkeit? Betriebsausgaben abgezogen? An die Vorsorgeaufwendungen gedacht?

  Nun habe ich Angst, dass ich Probleme bekommen könnte wenn ich angebe, dass ich 2013, 2014 nebenberuflich tätig war,

Kein Problem, so wie du die Frage formulierst, vermute ich, dass Du absolut keine Ahnung hast und Deine Steuererklärungsowieso falsch gewesen wäre. Vermutlich wäre gar keine Steuer rausgekommen. Mit "über dem Freibetrag" meinen Viele die hier Fragen stellen, über den Grundfreibetrag und berücksichtigen nicht, dass ja von den Arbeitseinkommen allein schon 1.000,- Arbeitnehmerpauschale abgehen, dann noch die Vorsorgeaufwendungen abgezogen werden und von den Honorareinnahmen (bei Dir als Übersetzer) ja auch die Betriebsausgaben abzuziehen sind.

Also bleibe ruhig, fülle alles wahrheitsgemäß  aus und warte ab.

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britgrit 03.06.2017, 11:23

Bis August 2014 habe ich gedolmetscht, ab September hatte ich beim gleichen Arbeitgeber eine Festanstellung als Sozialarbeiter. Ab September habe ich also nie wieder gedolmetscht. So meinte ich das. Und ja du hast Recht ich kenne mich nicht wirklich aus :). Meine Angst kommt daher, dass viele meinen ich hätte die Dolmetchereinkünfte überall angeben sollen weil ich sonst "illegal gearbeitet" hätte etc. Auf den Rechnungen war auch meine Steuernummer drauf..weiß nicht ob das Relevanz hat aber ich dachte ich erwähne es mal.

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wfwbinder 03.06.2017, 11:35
@britgrit

Damit hast Du zumindest gezeigt, dass Du nichts verbergen wolltest.

Leider wissen wir damit noch immer nicht, die Beträge um die es geht.

Wie hoch war das Bruttogehalt als Sozialarbeiter und wie hoch etwa die Honorareinnahmen als Dolmetscher. Dann könnte man es ziemlich genau sagen.

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britgrit 03.06.2017, 11:45
@wfwbinder

Bruttoarbeitslohn 2014 war: 9,875,58 Euro und Dolmetschereinkünfte: 1,133 Euro

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wfwbinder 03.06.2017, 12:03
@britgrit

Bruttolohn 9875,- - Arbeitnehmerfreibetrag 1.000,- = 8.875,- - Vorsorgepauschlae 1.900,- = 6.975,- + Gewinn als Übersetzer (höchstens, weil ja noch die Betriebsausgaben runter müssten) = 8.108,- Euro. Grundfreibetrag 8.354,- Euro, also Einkommensteuer 2014 0,- Euro.

Da Du aber für die 9.875,- garantiert Lohnsteuerabgezogen bekommen hast (bei mir sind das 2.465,- monatlich als Gehalt und der Lohnsteuer-Soli Abzug müsste 335,- pro Monat gewesen sein, solltest Du ganz schnell eine Einkommensteuererklärung 2014 abgeben und Dir die Lohnsteuer zurück holen.

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britgrit 03.06.2017, 12:09
@wfwbinder

Danke ! Also verstehe ich das richtig auch wenn ich im Nachhinein dem Finanzamt  auf diesem Formular mitteile, dass ich mal nebenberuflich gearbeitet habe, ich also keine Strafe bekomme würde für das "Nichtmitteilen" ? Muss ich dies überhaupt jetzt noch mitteilen ?

Ich habe schon mal eine Steuerklärung für 2014 gemacht. Darf ich einfach so nochmal eine machen ? 

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wfwbinder 03.06.2017, 12:19
@britgrit

Also hast Du Dein Geld gschon bekommen? dann ist ja gut. 

Da war Dein Honorar aus der Übersetzerei nicht drin? Schlecht! 

Es wäre trotzdem nichts heraus gekommen! Gut!

Nur eine Anlage "S" hinterherschicken als Ergänzung der Steuererklärung 2014.

Nein, es gibt keine Strafe.

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britgrit 03.06.2017, 12:36
@wfwbinder

Ne ich habe noch mal geguckt. Ich habe keine für 2013, oder 2014 gemacht, nur für 2015, 2016..sorry bin etwas verpeilt wie man merkt. Ich dachte auch man kann nicht rückwirkend für 2013, 2014 eine Steuerklärung machen, wenn man mit den Steuerklärungen bei 2015 angefangen hat. Dann mache ich das einfach jetzt. Dann bin ich im Reinen. Tausend Dank !!

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wfwbinder 03.06.2017, 12:37
@britgrit

Zur Zeit ist noch für 2013 und 2014 möglich (für 2015 und 2016 natürlich auch).

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britgrit 03.06.2017, 12:46
@wfwbinder

Tausend Dank ! Jetzt sieht die Welt schon anders aus :)

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Es wäre toll, wenn du die Situation verständlich schildern könntest. Ansonsten eiern hier die Antworter herum. Wfwbinder stützt sich auch nur auf Annahmen.

Der beste Fall: Es ist gar nichts passiert.

Der schlimmste Fall: Du erklärst deine Einkünfte nach. Grundlage hierfür ist § 153 (1) AO.

Dazwischen ist eine Menge Spielraum. 

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