Nebenberufliche In der Immobilien Szene?

2 Antworten

  • auf was muss ich steuerlich achten?

Wenn du damit etwas verdienst, werden die Überschüsse auf dein anderes Einkommen draufgerechnet und mit diesem versteuert.

Wenn du nichts damit verdienst, werden die Verluste damit erst abgezogen und nach ein paar Jahren als Liebhaberei wieder draufgerechnet.

  • Muss ich dafür nur ein klein Gewerbeschein haben?

Nein, einen normalen.

  • Wie muss ich fort gehen, muss ich dies meinem Arbeitgeber weiterleiten? Ich habe ein einseitiges Arbeitsvertrag wo dies nicht mit drinn steht & verlangt ist

Das wird der Arbeitgeber von der Flexibilität deiner Tätigkeit abhängig machen. Ich hätte z. B. Probleme damit, dass der Arbeitnehmer ja irgendwie bei Anfragen (telefonisch) und bei Besichtigungen (physisch) da sein muss und ob er dann die richtigen Prioritäten setzt. Nicht gemeldet ist so was in der Regel ein Kündigungsgrund. Wenn jemand aber nur Halbtags bezahlt wird aber ganztags da ist, ist das anders.

  • was ist alles für den maklerschein verlangt, wie hoch sind die Kosten dafür!?

Nach § 34 c GewO eine Berufshaftpflichtversicherung. Sonst so Sachen wie das polizeiliche Führungszeugnis aber das erfährst du beim Gewerbeamt. Dazu gibt es eine Fortbildungsverpflichtung (20 Std. in drei Jahren). Sachkunde oder sonst was, das z. B. ein Schüler oder Student nicht hat, wird nicht gefordert.

Echtes Thema bleibt bei Immobilienmaklern allein, wie sie an Objekte kommen und da ist viel Erfahrung, etwas Wissen (nicht nur über Immobilien sondern auch über die vielen Gesetze, gegen die man verstoßen kann), das eine oder andere Programm (mit dem man z. B. gute Inserate macht) und einiges mehr sicher hilfreich.

Cool, danke für die hilfreiche antworte, jetzt frage ich mich noch wie es aussieht, wenn ich beispielsweise im Jahr ca. 50.000€ Provision durch die Makler Arbeit nebenbei Leiste. Was müsste ich davon versteuern und abgeben? Die Fragen stelle ich jetzt grob, weil ich wissen möchte ob es sich lohnt oder nicht.

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@Nermin650

Sowohl Frage als auch Antwort deuten darauf hin, dass Du nicht die geringste Ahnung hast - weder von dem, was Du angeblich vorhast noch von dem ganzen Drumrum.

Alleine "ob es sich lohnt" ist fast schon witzig.

Und "was müsste ich versteuern und angeben" - was denkst Du wohl - alles natürlich.

Überdenke das alles nochmal gründlich - Schnellschüsse führen in den Abgrund.

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@Nermin650

Das hängt davon ab, wie viel Einkommen du sonst hast. Da käme das aus der Makelei drauf. Bei 50.000 € bist du bei dem Teil z. B. bei im Durchschnitt 40 % Steuer. Kann aber auch mehr sein. Wenn du dual studierst oder Azubi bist auch weniger.

Deine quartalsweisen Einkommensteuervorauszahlungen richten sich erst nach deiner Schätzung und dann nach dem Vorjahreseinkommen.

Umsatzsteuer ist natürlich auch ein Thema. Wenn man wie du keine Ahnung hat, lohnt sich tendenziell der Gang zum Steuerberater. Schon die Angaben auf dem Brief des Finanzamts, der nach der Gewerbeanmeldung kommt, sind wichtig.

Entscheidend bleibt aber, wie du zu Objekten kommen willst. Ohne eine gute Strategie ist es gar nicht so einfach, damit auch nur einen Euro zu verdienen. Die Kosten (jedenfalls Gewerbeanmeldung und für die Vermögensschadenhaftpflichtversicherung) sind dagegen sicher.

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Ein paar Ergänzungen zu den Antworten:

"Nebenberufliche In der Immobilien Szene.."

Was willst du genau machen? Immobilienmakler?

Das ist völlig überlaufen und nebenberuflich eher schwer zu managen. Die meisten unterschätzen, wie viel Arbeit das wirklich ist. Du musst Kontakte knüpfen und Netzwerke bilden um hier erfolgreich zu sein. Das Hauptproblem ist es, überhaupt an Immobilienobjekte für den Verkauf ran zu kommen. Verkäufer warten nicht auf dich. Es gibt bereits viele Tausende von Immobilienmaklern in D.

Oder Immobiliengutachter? Auch da braucht es geeignetes Fachwissen und Vorbildung.

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