Nebenberuflich Kleinunternehmerregelung sinnvoll?

2 Antworten

Abgesehen von der Betrachtung durch wfwbinder ist es auf der Ebene des Arbeitslohns Quatsch.

Hier:

Für Steuerklasse 6 will ich nicht arbeiten.

Warum nicht?

Hier wird ja im Vergleich zur letztlich festzusetzenden Einkommensteuer zu wenig Lohnsteuer einbehalten, so dass es zu einer Nachzahlung kommt.

Wenn du die fürchtest: Auch das Einkommen als Unternehmer muss der Einkommensteuer unterworfen werden und dann kommt es eben da zur Nachzahlung. Wo ist der Unterschied?

Zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung bist du sowohl mit Lohnsteuerklasse 6 als auch als Unternehmer verpflichtet, also auch hier kein Unterschied.

Nachteil wäre ja, dass mein Vater aus meiner Tätigkeit heraus nichts geltend machen könnte, aber das spielt in dem Fall keine Rolle. 

Das verstehe ich nicht. Was ist damit gemeint?

Das wäre totaler Quatsch aus verschiedenen Gründen:

  1. Wenn Du als Unternehmer nur einen Kunden hast (Deinen Vater) ist es Scheinselbständigkeit.
  2. Wenn Dein Kunde Unternehmer ist, ist die Kleinunternehmerregelung völlig falsch, weil Dein Kunde die Umsatzsteuer, die Du ihm in Rechnung stellst als Vorsteuer abziehen kann und Du aus Deinen Kosten den Vorsteuerabzug hast. Als Kleinunternehmer geht das nicht.
  3. Bei einem Kleinunternehmer entfällt zwar die Umsatzsteuer(hier Quatsch, weil siehe 2.), Aber Einkommensteuer zahlst Du natürlich trotzdem.

Und das hier:

Nachteil wäre ja, dass mein Vater aus meiner Tätigkeit heraus nichts geltend machen könnte, aber das spielt in dem Fall keine Rolle. 

verstehe ich gar nicht.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Steuerbevollmächtigtenprüfung 1979, Steuerberaterprüfg .1986

Danke für deine Antwort!

Ich kenne mich leider steuerlich nicht sonderlich gut in diesem Bereich aus.

Eine Scheinselbstständigkeit möchte ich natürlich nicht führen.

Was ist deiner Meinung aus steuerlicher Sicht sinnvoll?

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@KaiserWilli

Korrekt und sinnvoll ist tatsächlich die normale Anstellung, die über Steuerklasse 6 abgerechnet wird. Es gibt keinen Ärger mit dem Finanzamt, keinen Ärger mit der Sozialversicherung.

Aber Du kannst es ja mit Deinem Vater besprechen und ggf. eine Regelung treffen, das ihr den 450,- Euro Job durchzieht, Überstunden aufschreibt, um sie ggf. "abzufeiern" und wenn das nicht geht, dann im Dezember normal abzurechnen.

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