Nachzahlung Steuern

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4 Antworten

Du mußt die Steuer zahlen und möchtest die Frau hälftig daran beteiligen? Zahlst Du ihr Unterhalt? Dann zieh es einfach davon ab. Falls Du keine Verrechnungsmöglichkeiten hast, wird es schwierig. Wenn es sich nicht gerade um eine Forderung in Millionenhöhe handelt, lohnen sich Proesse mit Auslandsberührung eigentlich nicht.

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Bisschen dumm gelaufen. hätte man mit in die Scheidungsfolgesache einbeziehen können.

Warum habt ihr die Erklärung erst nach der Scheidung gemacht?

Vorher wäre besser gewesen, dann hätte man das Ergebnis schon gehabt.

So ist schwer was zu machen.beantrage beim Finanzamt die getrennt Feststellung der Steuerschuld (nicht die getrennte Veranlagung).

Dann ast Du amtlich, welchen Teil sie zu tragen hat.

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Kommentar von EnnoBecker
22.02.2014, 17:59
.beantrage beim Finanzamt die getrennt Feststellung der Steuerschuld

Wenn man ohne Steuerberater agiert, mag das hingehen, weil das Finanzamt gezwungen ist, sowas umzudeuten.

Mit Steuerberater würde solch ein Antrag in die Büxen gehen, denn die Steuerschuld ist klar und die Eheleute sind Gesamtschuldner, § 44 AO.

Da sie Gesamtschuldner sind, kann sich das Finanzamt einen aussuchen, der alles bezahlt. Da dies aber in bestimmten Fällen zu ungerechten Ergebnissen führt, hat der Gesetzgeber in §§ 268 ff Sorge getragen, dass es einen Ausweg gibt:

Die Vollstreckungsbeschränkung.

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Kommentar von Miguel31
22.02.2014, 22:39

Es ging alles sehr schnell mit der Scheidung, habe in diesem schwierigen Moment nicht an die Steuern gedacht. Wie kann ich das beantragen. Schriftlich in Form von einem Brief oder gibt es da ein Formular?

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Kommentar von vulkanismus
22.02.2014, 23:37

Das Ding heisst Aufteilungsbescheid und nicht getrennte ...

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Ist hier der Einkommenssteuerbescheid gemeint oder die Rechnung des Steuerberaters ? Wie dem auch sei die Rechnung muss zunächst beglichen werden, der Anteil der Exfrau auf dem Klageweg erfolgen.

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Was kann ich da tun um Sie auch für Ihren Steuerteil verantwortlich zu machen?

Nichts - und das musst du zum Glück auch gar nicht.

Du musst nur dafür sorgen, dass du nicht für ihren Steuerteil verantwortlich gemacht wirst.

Denn grundsätzlich sind Eheleute zumindest dann Gesamtschuldner der Einkommensteuer, wenn sie sich zusammen veranlagen ließen. Das bedeutet aber noch lange nicht, dass der eine für den anderen einzustehen hat, und das aus zwei Gründen.

Der wichtigere Grund findet sich in §§ 268 AO (und fortfolgende). Grundsatz dieser Normenkette ist, dass bei einer Gesamtschuldnerschaft jeder der Schuldner beantragen kann, dass die Vollstreckung wegen dieser Steuern jeweils auf den Betrag beschränkt wird, der sich nach Maßgabe der §§ 269 bis 278 bei einer Aufteilung der Steuern ergibt.

Im Klartext:
Du musst einen Antrag (formlos) an das Finanzamt richten, in dem du die Aufteilung der Steuerschuld begehrst.

Der zweite Grund ist formaler und mit dem solltest du dich gar nicht erst befassen. Das ist die Bekanntgabe des Verwaltungsakts nach § 122 AO. Im Absatz 7 heißt es nämlich, dass in deinem Fall die bekanntgabe an einen der ehegatten nicht ausreicht, sondern dass die Verwaltungsakte den Beteiligten einzeln bekanntzugeben sind. Voraussetzung ist allerdings, dass du dies beantragt hast oder dass der Finanzbehörde bekannt ist, dass zwischen dir und deiner Frau ernstliche Meinungsverschiedenheiten bestehen.

Die Schilderung der Folgen aus der fehlerhaften Bekanntgabe will ich dir ersparen. Stell den Antrag nach § 268 AO und du bist raus aus der Nummer.

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Kommentar von Miguel31
22.02.2014, 22:31

Vielen Dank für Ihren ausführlichen Ratschlag. Soll ich diesen Antrag schriftlich an das Finanzamt machen oder gibt es dazu ein amtliches Formular?

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