Nachzahlung für nie erzielte Einkünfte aus Kapitalvermögen

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3 Antworten

Geht es wirklich um eine Kapitalanlage? Oder doch mehr um eine unternehmerische Beteiligung, also einen geschlossenen Fonds.

Bei letzterem passiert das. Auch wenn alles schief ging und du nie Geld zurück bekommen hast. Die Ergebnisse werden beim Unternehmen festgestellt und auf die Mitunternehmer verteilt. Wenn man etwas dagegen machen kann, dann auf Unternehmensebene nur ist das, so du einen geänderten Bescheid bekommst, oft schon durch.

Du hast höchstens - so die Voraussetzungen vorliegen - eine Stundungsmöglichkeit. Bei 1.000 € Nachzahlung dürfte das eher unspannend sein.

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In einem Moment kompletten Schwachsinns hatte ich mir auch mal eine Argentinienanleihe zugelegt. Wir alle wissen, was diese Verbrecher mit den Anleihegläubigern gemacht haben. Glaubst Du, mein FA hätte mir auch nur einen Pfennig der für die Coupons gezahlten Steuern erstattet? Wieso sollte es Dir besser gehen als mir?

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Anhand dieser sparsamen Darstellung kann man nur mutmaßen, was da passiert ist:

Solche Fälle gibt es. Kapitalanlagegesellschaften haben mit Schneeballsystemen Geld eingesammelt und den Anlegern Zinsen/Dividenden "gutgeschrieben", jedoch nie ausbezahlt. Denn sie wurden nie erwirtschaftet, sondern aus dem Geld neu gewonnener Anleger genommen.

Irgendwann bricht das System zusammen und der Anlager sieht sein Geld nicht wieder. Berühmt dafür wurde der Ambros-Fall: http://www.iww.de/zwd/archiv/kapitalanlagen-fiskus-bittet-geschaedigte-ambros-anleger-zur-kasse-f27450

Was steckt dahinter? Die Zinsen wurden ja tatsächlich durch den Anlager "verdient". Dass weder Zinsen noch Kapital zurückgezahlt wurden, spielt sich auf der steuerlich irrelevanten Vermögensebene ab. Allenfalls kann ein Verlust nach §23 oder § 17 festgestellt werden, der aber weitgehend "wertlos" ist, weil dieser Verlust nicht mit anderen Einkunftsarten verrechnet werden kann.

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Ophelia1577 21.02.2013, 09:53

Genau so verhält es sich! In Deinem Link steht allerdings auch:

"Die Lage ändert sich aber in dem Moment, in dem der Inhaber des Handelsgeschäfts (die Ambros S.A.) seinTäuschungsmanöver nicht mehr durchhalten kann und die tatsächlich entstandenen Verluste ausweist. In diesem Fall stellen die Anteile an den laufenden Verlusten beim „stillen Gesellschafter“ Werbungskosten bei den Einkünften aus Kapitalvermögen dar. Im Extremfall könnte das dazuführen, daß der „stille Gesellschafter“ seine gesamte – verlorene – Einlage mit anderen positiven Einkünften verrechnen könnte."

Die PCO Inc., bei der die Kapitalanlage getätigt worde ist, ist konkurs gegangen. Zur Zeit läuft sogar ein Insovenzverfahren gegen den Betreiber dieser Gesellschaft, Ulrich Engler wegen Täuschung etc. Kann ich in diesem Fall, wie oben beschrieben die Verluste als Werbungskosten geltend machen und mit der Nachzahlung verrechnen? Wenn das ganze wie gesagt schon 2007 geschehen ist? Oder was heißt "verlorene Einlage mit anderen positiven Einkünften verrechnen"? Welche pos. Einkünfte? DANKE!!

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EnnoBecker 21.02.2013, 11:44
@Ophelia1577

"Weg" sind sie nicht. Sie gehören nur jemand anderem.

Die Frage zielte aber auf steuerlich relevante Verluste, also negative Einkünfte. Nicht auf steuerlich unbeachtliche Vermögensverschiebungen.

Selbst wenn es sich hier um 16er Verluste handelt, die gegen andere (positive) Einkünfte zu verrechnen gewesen wären, so muss man doch gucken, in welchem Jahr die Kapitaleinkünfte und in welchem die 16er Verluste entstanden sind.

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