Nachzahlung bei Nebenkosten - ist Zahlung in Raten möglich?

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ich bin kein spezialist in mietrecht, jedoch kann ich mir nicht vorstellen, dass es einen anspruch auf ratenzahlung gibt. die ansprüche ergeben sich aus der vergangenheit und damit sind sie vom vermieter vorfinanziert.

in §556 (3) BGB (http://dejure.org/gesetze/BGB/556.html) wird auch erwähnt, dass der vermieter zu teilabrechnungen nicht verpflichtet ist.

solltest du nicht zahlen können, so sprich mit dem vermieter über teilzahlungen. geht er auf den vorschlag nicht ein, so sprich über eine übliche verzinsung eines ratenkredits mit ihm. ich denke, der vermieter sollte gesprächsbereit sein.

erschwerend dürfte wohl sein, dass die neuen vorauszahlungen angepasst und erhöht werden. damit hast du einen doppelte last.

Ich kann mich nur den Beiträgen meiner Vorredner anschließen. Einen gesetzlichen Anspruch auf Ratenzahlung gibt es, nach allem was mir bekannt ist, nicht. Als einzige Möglichkeit bleibt demnach übrig, mit dem Vermieter über diese Option zu verhandeln. Er wird vielleicht auch einsehen, dass es besser ist das Geld in Raten als garnicht zu bekommen.

Kann man durch NK-Guthaben 2014 rückwirkend für 2015 die Miete noch senken und Geld vom Vermieter zurückfordern oder anderweitig verrechnen lassen?

Die Nebenkosten-Abrechnung für 2014 kam erst am 30.12.2015 (so spät wie nie) und erbrachte ein Guthaben von ca. 360,-- Euro. Ich bin seit 1.8.2015 Rentnerin durch Zwangsverrentung des Jobcenters, bekam also meine letzte Zahlung für den Monat Juli Ende Juni 2015 (im Voraus) und meine 1. Zahlung von der Rentenstelle aber erst Ende August 2015, so dass ich Anfang August überhaupt kein Geld bekam. Ich musste damals ein kleineres Darlehen vom Sozialamt in Anspruch nehmen, die Miete konnte ich im August dann nicht bezahlen, machte dem Vermieter einen Vorschlag, diese in monatlichen Raten von 50,-- Euro abzutragen bis zur vollständigen Tilgung. Hier besteht immer noch eine Restschuld von ca. 250,-- Euro. Der Vermieter wollte eigentlich das Guthaben mit den Mietschulden verrechnen, da haben die verschiedenen Ämter aber einen Riegel vorgeschoben und schlagen sich nun um die 360,-- Euro, obwohl der Vermieter noch nichts überwiesen hat.

Ich habe auch überlegt, ob die Senkung der Nebenkosten-Pauschale, die jetzt eintreten muss, dann schon rückwirkend für 2015 Gültigkeit hat und eventuell Geld vom Vermieter zurückgefordert werden könnte. Nur, ab wann? Normalerweise rechnete er früher immer im Juli eines Jahres ab. Nun frage ich mich, ob eine Rückforderung meinerseits an den Vermieter sinnvoll wäre, denn er könnte ja dann diesen Betrag mit den noch ausstehenden Mietschulden verrechnen. Das wären pro Monat 30,-- Euro, die ich zurückfordern könnte. Sicher hätte ich von dem Geld nichts, aber andererseits wäre ich auch meine Mietschulden los, denn die Rückforderungssumme wäre in jedem Falle viel höher als die z. Zt. noch bestehenden Mietschulden und ich hätte die Ratenzahlung mit monatlich 50,-- Euro ebenfalls vom Hals. Den Rest der Summe könnte er ja behalten, denn davon habe ich ja nichts, das würde sich sowieso das JC einstecken, aber von dieser Aufrechnung mit den Mietschulden würde das JC nichts mitkriegen.

Wenn ich pro Monat 30,-- Euro zurückfordern könnte, wären das von Januar 2015 bis einschl. Januar 2016 schon 390,-- Euro, also sehr viel mehr als meine Mietschulden. Ich bin mir aber nicht sicher, ob man von Beginn eines Jahres an die Summe zurückfordern könnte oder erst z. B. von Mitte des Jahres an (NK-Abrechnung erfolgt normalerweise immer Mitte eines Jahres) .

Was kann ich tun, gibt es Paragraphen, die das belegen? Übrigens - Mieterschutzvereine kosten auch ziemlich viel Geld, was ich nicht bezahlen kann. Danke für jeden Rat.

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Lohnt sich bei mir ein Mini-Job mehr als mein Teilzeit-Job mit 20 Stunden?

Hallo zusammen,

mein Mann arbeitet Vollzeit (Lohnsteuerklasse 3) und ich Teilzeit mit 20 Stunden (Lohnsteuerklasse 5) Er verdient Brutto das 3-4 fache von meinem Bruttogehalt. Dazu habe ich natürlich bei Lohnsteuerklasse 5 monatlich einige Abzüge und wir müssen nun trotzdem für 2014 eine hohe Summe nachzahlen, sowie gleichermaßen eine hohe Summe vorauszahlen für 2015, sowie in 2015 quartalsmäßig Vorauszahlungen für 2015 leisten.

Zum einen habe ich mir überlegt, die Lohnsteuerklassen auf 4/4 oder 4/4 mit Faktor zu wechseln. Somit hätten wir zwar die monatliche Einbußen, aber dafür nicht alles auf einen Schlag per Nachzahlung / Vorauszahlung!

Dann wiederum überlege ich mir, ob es sich für mich überhaut noch lohnt auf Steuerkarte zu arbeiten, oder doch lieber einen Mini-Job anzunehmen. Denn mein geringer Netto-Lohn, abzüglich Fahrtkosten, abzgl. unserer Nachzahlung auf den Monat verteilt, kommt das Ganze unterm Strich so etwa einem Minijob-Gehalt gleich, nur das ich somit weniger Stunden arbeiten müsste und mehr Zeit für unser Kind hätte.

Ich sehe das in etwa so, dass ich 10 Stunden pro Woche für den Staat arbeiten gehe.

Mir ist schon klar, dass ich somit auch in die RV, AV, KV und sonstige Dinge einbezahle. Allerdings bin ich doch eigentlich durch unsere Heirat auch familienversichert, eine zusätzliche Rentenversicherung habe ich sowieso. Jetzt meine Fragen:

Wenn wir nun doch zum Dezember unsere Steuerklassen wechseln würden, käme uns dies zu Gute?

Und sollten wir uns nun doch beispielsweise im 1. Quartal 2016 für die Lösung Mini-Job entscheiden, bleiben dann auch weiterhin die Vorauszahlungsansprüche des Finanzamtes bestehen?

Würden wir nochmals zur Steuer veranlagt werden, wenn mein Mann Lohnsteuer 3 behält und ich Mini-Jobe und meine Abgaben an die Knappschaft leiste?

Ich glaube ich habe das Ganze etwas verkompliziert, hoffe aber dennoch das mir jemand zeitnah helfen kann.

Zaubermaus29Trier

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