Nachträgliche Änderung eines bestandskräftigen Steuerbescheids?

4 Antworten

Man kann ja nun nicht rückwirkend ab 2010 verheiratet sein, wenn die Ehe erst in 2018 vollzogen wurde. Und ab Ende 2017 ist es überhaupt erst möglich. Da gelten auch nicht die Änderungsbedingungen der AO.

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Ich habe unter der sehr höflichen Antwort von cats123 einen Link geteilt, der anderes behauptet. Magst du dir das mal bitte anschauen und berichten, wie du das verstehst?

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@PaLuSc

Da hast Du doch guten Stoff für einen Widerspruch, wozu brauchst Du meine Meinung? Viel Glück!

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@Andri123

Es heisst erstens Einspruch und ist zweitens nicht zulässig.

Es sind Änderungsanträge zu stellen unter Berufung auf das Urteil.

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Liebe Andri,

hier hast du halb recht.

Fangen wir mit "nicht recht haben" an: Laut dem FG Hamburg soll es ein rückwirkendes Ereignis nach § 175 AO sein. Soweit okay und verständlich. Nach dieser Vorschrift wäre eine Änderung möglich.

Und nun zu "du hast recht":

Um einen Steuerbescheid ändern zu können (oder überhaupt zu erlassen oder aufzuheben), sind zwei Voraussetzungen nötig:

  1. Der Finanzamt muss eine Korrekturvorschrift zur Seite stehen, § 175 gehört dazu und dieser Teil ist erfüllt.
  2. Die Festsetzungsverjährung darf noch nicht eingetreten sein. Ein Steuerbescheid für 2010 dürfte jedoch festsetzungsverjährt sein.

Hier wäre also zu prüfen, welche Bescheide noch nicht festsetzungsverjährt sind, sei es, weil die Zeit noch nicht um ist, sei es, weil etwas die Verjährung gehemmt hat.

Für die noch nicht verjährten Bescheide wäre eine Änderung also möglich, wenn die materiell-rechtlichen Voraussetzungen vorliegen.

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Hallo,

spontan hätte ich ebenso wie meine Vorgänger geantwortet, bin aber stets der Meinung

" Wer nicht wagt - der nicht gewinnt ",

insbesondere betr. eingestellten Link !

Warum sich hier (Finanzgericht Hamburg, Urteil vom 31.07.2018 - 1 K 92/18) nicht auch einklinken...... und dann die endgültige Entscheidung gelassen abwarten ?

Nur Mut, nur so könnt ihr von einem evtl. positiven Ausgang profitieren !

Viel Glück und Daumen gedrückt ! :-)

Ein Ehegattensplitting ist ab dem Jahr (rückwirkend zum 1.1.) der Heirat möglich.

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Das Ehegattensplitting gibt es nicht rückwirkend - es ist eine Jahressache.

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Zwillingsgeburt bei verbeamteter Lehrerin mit teilberentetem Mann

Wir wissen seit 4 Tagen, dass wir im Februar Zwillinge bekommen und fragen uns gerade neben der Freude, wie wir das alles schaffen sollen. Wir wohnen in Rheinland-Pfalz, mein Partner arbeitet aber im Saarland. Ich bin privat versichert und mein Partner ist teilberentet, weil er MS hat. Er bekommt mtl. 350 Euro Rente und hat etwas 1250 Euro Brutto (950 Netto) und ist gesetzlich versichert. Ich bin privat versichert und verdiene Rund 3000 Brutto (2400 Netto) bei einer Teilzeitstelle A13, davon gehen noch 300 Euro KV ab.

1) Was gibt es für finanzielle Hilfen für uns bei Zwillingen? Gibt es eine Haushaltshilfe für Zwillinge? Wie lange? Mein Partner hat ja MS. Gibt es besondere Zuschüsse?

2) Wie sollten wir die Zwillinge Krankenversichern? Ist es privat langfristig sinnvoll?

3) Wer zahlt die KV für mich in der Elternzeit? Ist sie dann genauso hoch wie sonst (300 Euro?)

4) Wie ist das mit der Rente? Wird sie in der Elternzeit meines Perter weitergezahlt? Wie ist das, wenn er 2 Monate Elterngeld bekommt?

5) Lohnt sich eine Heirat finanziell bei dem extrem unterschiedlichen Einkommen (emotional sicher ;-))? Ehegattensplitting III/V?

Ich danke schon einmal! Viele Grüße!

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Guten Abend zusammen, ich versuche mich schon seit Tagen in die o.g. Materie einzulesen, komme aber nicht wirklich weiter.

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