Nachrangige Anleihen der BNP Paribas ein guter Anlagetipp?

...komplette Frage anzeigen

6 Antworten

Tatsächlich ist es so, dass die Finanzbranche nicht wirklich die erste Adresse ist, um Anleihen zu zeichnen. Das muss allerdings nicht ausschliessen, dass dieses Angebot trotzdem attraktiv ist.

Das hängt zum einen an BNP, welches grundsätzlich eine sehr erfolgreiche Bank ist. Die BNP ist die grösste Bank Frankreichs - etwas größer übrigens wie die DB - und wenn der Begriff des "too big to fail" noch gilt, ist dies ein Musterbeispiel dafür. Das gilt einerseits für die Größe und die internatinale Verflechtung, andererseits aber auch, weil es eine Franzöische Bank ist. Die Franzosen werden es wohl kaum zulassen, wenn ihr Flaggschiff auf Grund läuft... Dafür spricht auch, dass die Verflechtungen zwischen Politik und Wirtschaft deutlich grösser sind wie in Deutschland.

Das zeigt aber auch, dass Fehlentwicklungen wie dieses "too big to fail"- Dogma zu Fehlallokationen bei den Anlegern führt ... ;)

Zurück zur Anleihe: Weil nachrangige Anleihen kaum bessere Sicherheiten bieten wie Aktien (deshalb gibt die BNP diese ja aus), muss die Verzinsung entsprechend sein um attraktiv zu sein. Liegt diese 2% über den normalen Anleihen der Bank, kann man sich das aus meiner Sicht schon überlegen, wenn man entschlossen ist in Anleihen zu gehen.

Allerdings im Bewusstsein, dass dieser Zinsaufschlag ein Risikoaufschlag bedeutet!

In Nachranganleihen würde ich nicht investieren, denn im Falle einer Insolvenz des Emittenten werden sie erst bedient, wenn alle anderen Gläubliger bezahlt wurden. Ein zu hohes Risiko für diese Rendite.

Außerdem verstehe ich das nicht. Da haben viele Menschen Angst um den EURO, Angst vor einem Zusammenbruch Europas und Angst vor einer Inflation und trotzdem wollen sie in Anleihen investieren. Angesichts dieser Themen investiert man nicht in Geldwerte. Anleihen sind nicht inflationssicher und insolvenzgeschützt.

Man investiert in Sachwerte. Sachwerte sind Aktien, Aktienfonds, Immobilien, sehr gut ausgesuchte geschlossene Beteiligungen die zum Portfolio passen wie, Windkraftanlagen, Solarkraftanlagen, Immobilienfonds, Edelmetall und Fondspolicen mit Aktienfonds ( fondsbasierende Rentenversicherungen). Alle Anlagen sind inflationssicher und Aktienfonds sogar insolvenzgeschützt. Bei geschlossenen Beteiligungen ist natürlich äußerste Vorsicht angebracht. Denn nicht jeder Prospekt hält was er verspricht.

Lesen wir die Frage mal Wort für Wort :-)

  • Nachrangig: nicht gut.

  • Anleihen: momentan würde ich primär immer noch Sachwerte, keine Anleihen nutzen.

  • Französisch: die französischen Banken bergen noch ein paar Risiken bezüglich Spanien, Italien und Portugal, die nicht "mark to market" bewertet wurden.

  • Bank: ei, ist der Finanzsektor schon wieder so stabil?

  • BNP Paribas: die dürfte gerade für den Schuldenschnitt und begebene CDS um die 75 Mio EUR berappen müssen...

Was will ich dazu sonst noch sagen? Ich würde dort nicht investieren... entscheide für Dich selbst.

woher kommt den die Zahl??? Sollte diese tatsächlich stimmen - was ich extrem starkt bezweifle - sind das wie man in dieser Branche zu sagen pflegt: Peanuts.

0
@vorsorgeblogger

Die ganzen Zahlen für CDS-Kosten bei europäischen Banken sind wohl Peanuts. Die größeren zu zahlenden Beträge liegen bei JP Morgan, Morgan Stanley und Goldman Sachs.

Die Zahlen habe ich aus Bloomberg. UniCredit -240 Mio EUR, Deutsche Bank -77 Mio EUR, BNP Paribas -75 Mio EUR, HSBC +194 Mio EUR, RBS +177 Mio EUR. Einzig KA Finanz (Bad Bank Österreich) ist mit - 1 Mrd EUR heftiger beteiligt. Die restlichen europäischen Banken sind wohl mit geringeren Anteilen vertreten. Plus oben bedeutet übrigens, daß hier Auszahlungen an diese Banken erfolgen :-)

0

Sehr übersichtlich aufgeschlüsselt :) Danke für die Antwort!

0

Im Gegensatz zu anderen französischen Großbanken wie der Societe Generale und der Credit Agricole wurde die BNP Parisbas von der Ratingagentur S&P nicht herabgestuft. Das spricht schon einmal dafür, dass sich die Bank solide im Markt behauptet. Trotzdem hat man wie bei allen nachrangigen Anleihen natürlich ein erhöhtes Risiko im Pleitefall.

die Kombination aus

Bank, Frankreich, nachrangig, Anleihe

birgt Risiken, bei den franz. Banken besonders, denn die haben noch Risiken in den Bilanzen wg. der Anleihen von ES, PT oder IT.

Wer diese Anleihen kauft, sollte die Risiken abschätzen können und dann ist auch hier eine Frage hinfällig.

Mir wäre es zu riskant.

Um welche Anleihe geht es denn? Hast Du eine ISIN oder WKN? Habe keine attraktive Anleihe gefunden die es Wert ist gekauft zu werden.

Was möchtest Du wissen?