Nachlass eines Lebenspartners

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4 Antworten

Der Rechtsanwalt ist, wenn Diene Angaben so stimmen, ein Fall für die Rechtsanwaltskammer.

Die bestehende Restschuldversicherung muss wohl zahlen, denn soweit ich diese Versicherungen kenne, gibt es da keine Gesundheitsfragen, sondern die werden einfach pauschal und mit sehr hohen Prämien abgeschlossen, weil ja auch Arbeitslosigkeit usw eingeschlossen sind.

Was ist konkret zu tun?

Die Versicherung müsste wohl zahlen, aber das wird, wie es aussieht nur über einen Prozess gehen. Also neuen Anwalt suchen und vertreten lassen.

Wenn Dir laut Testament alle beweglichen Sachen zustehen, dann umfasst das auch den PKW, denn der ist eine Sache. Wie der finanziert wurde und ähnliches ist meines Erachtens nur dann interessant, wenn es einen verlängerten Eigentumsvorbehalt gibt. Über wen die Finanzierung läuft, ändert nichts an den Eigentumsverhältnissen.

Zur Steuer und eventuellen Ausgleichsansprüchen wurde ja schon etwas gesagt.

Du warst anwaltlich vertreten und erwartest ohne ebengleiche Kenntnis der konkreten Einzelfallumstände hier zielführenden, gar belastbaren Rat?

Da wir nicht einmal wissen dürfen, ob dir als Erbin oder Vermächtnisnehmerin "alle beweglichen Sachen hinterlassen" wurden, ist das schlicht unmöglich.

Als Erbin gehört dir das Auto und die Kinder können (nur) einen Pflichteils- und Pflichtteilsergänzungsanspruch in Geld geltend machen.

Als Vermächtnisnehmerin wären die Kinder Rechtsnachfolger allen Besitzes des Verstorbenen einschl. des PKW und könnten für den Fall, dass der Reinachlass deren Pflchtteils(ergänzungs)anspruch nicht hergibt, sogar Herausgabe aller "beweglichen Sachen" verweigern.

G imager761

Hat jemand einen Tip wie ich gegen die Versicherung und das Fehlverhalten des Rechtsanwaltes angehen kann?

Nimm Dir einen dritten Anwalt und laß Dich beraten. Der wird Dich möglicherweise auf folgende Dinge hinweisen.

Die Kinder mögen -so hat es den Anschein- enterbt worden sein, haben aber einen Pflichtteil in Höhe der Hälfte des gesetzlichen Erbteils. Kannst Du den bedienen? Falls nein, wird es eng für Dich. Dann ist nicht nur das Auto weg sondern auch noch eine Menge anderes. Du mußt den Pflichtteil nämlich in bar auszahlen und irgendwo das Geld dafür hernehmen.

Desweiteren wird der Anwalt die -uns völlig unbekannten- Versicherungsbedingungen prüfen. Hat die Versicherung recht, bezahltst Du auch noch die Anwaltskosten.

Mit der Vererbung des Autos ist das im übrigen eine Sache die Du nicht ganz durchschaust: Am PKW besteht unter Garantie Sicherungseigentum. Ich halte es daher für eine Fehleinschätzung, wenn Du meinst, der Erblasser habe Eigentum an dem Fahrzeug gehabt. Er hatte nur ein Anwartschaftsrecht und nur das konnte er vererben.

An die Erbschaftsteuer hast Du hoffentlich gedacht?! Dein Freibetrag beträgt nur 20.000 Euro. Für Werte darüber ist Steuer zu bezahlen.

Mikkey 16.01.2014, 12:45

Ich glaube, mit dem enterbt sein und dem Pflichteilsanspruch bist Du auf dem falschen Dampfer:

Wenn Igels "alle beweglichen Sachen" hinterlassen wurden, dann

  • ist das ein Vermächtnis, keine Einsetzung als Erbe
  • dürfte es auch "unbewegliche Sachen" (i.e. Immobilie(n)) geben
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