Frage von FeWoSTE, 34

Nachgelagert Aufwendungen für Wohnraumschaffung absetzen?

Ich habe letztes und dieses Jahr unser Wohnhaus so umgebaut, dass im Obergeschoss eine komplett eigenständige Wohnung entstanden ist. Hier ist der Sohn mit Freundin eingezogen. Die Aufwendungen kann ich ja nur voll absetzen, wenn ich mindestens 66% der ortsüblichen Miete kassiere. Die Mieteinkünfte muss ich jedoch wieder versteuern und unterm Strich gibt das nach den 5 Jahren einen "negativen Vorteil".

Ich würde die Wohnung gerne unentgeltlich überlassen und erst wenn der Sohn in 3 bis 10 Jahren auszieht an fremde vermieten. Kann ich dann die Aufwendungen von jetzt als Herstellkosten absetzen? (Türen, Bad, Stahlterrasse, Haustür im OG, Renovierungskosten zusammen ca. 40.000,-) Geht dann AfA noch für den Rest bis 50 Jahre ab Herstellung des Hauses, obwohl damals mit §10e gefördert?

Handwerkerstunden für Modernisierung fällt flach, da wir alles selbst gemacht haben.

Bin gespannt auf die Antworten und auch gerne auf Eure Tipps!

Antwort
von wfwbinder, 27

durch den Ausbau der Wohnung erhöhen sic die AHK (Anschaffungs- und Herstellungskosten) des Hauses um 40.000,-. Damit entsprechend die Basis für die Berechnung der Abschreibungen.

In dem Moment, wo die Vermietung beginnt, werden diese Abschreibungen relevant. Egal ob sofort, in 3 Jahren, oder erst in 13 Jahren.

Kommentar von FeWoSTE ,

Das heißt ich könnte die 40.000,- eh nicht in Anlage V in Zeile 41 auf 5 Jahre verteilt absetzen?

Kommentar von wfwbinder ,

Nach meiner Ansicht nicht, denn durch die Baukosten wurde das Einfamilienhaus zu einem Zweifamilienhaus, bzw. Einfamilienhaus mit Einliegerwohnung verändert. Damit sind das aus meiner Sicht keine Renovierungskosten, sondern eben Herstellungskosten.

Kommentar von EnnoWarMal ,

Sinnvoller wäre es, dem Sohn die Wohnung zu mindestens 66% zu vermieten und ihm das Geld dann zu schenken.

Wobei die Miete übers Bankkonto laufen sollte und die Schenkung übers Portemonnaie.

Kommentar von Impact ,

Genau, aber ...

der Sohn muss auch in der Lage sein, diese Miete aus eigenen Mitteln zu zahlen. Bei einem Schüler z.B. wäre dies nicht glaubhaft. 

Kommentar von EnnoWarMal ,

Dann stattet man ihn halt mit den erforderlichen Mitteln aus.

Kommentar von wfwbinder ,

Stimmt, Mama darf ihm binnen 10 Jahren 400.000,- schenken, Papa auch.  Die ortsübliche Vergleichsmiete wird kaum über 10.000,-monatlich liegen (10.000,- * 66 % = 6.600,- * 12 = 79.200,- * 10 = 792.000,-)

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community