Nacherben ausschließen

2 Antworten

Das ist unproblematisch, weil die Übertragung auf Kinder, oder Enkel nur bei den gesetzlichen Erben besteht.

Wenn Du also bestimmst:

Aus meinem Vermögen soll nach meinen Tod 10.000,- euro Eduard Mustermann bekommen, der Rest in der gesetzlichen Erbfolge (oder etwas vergleichbares),

dann bekommt eben Herr Mustermann die 10.000,- (vorausgesetzt Pflcihtteile werden dadurch nicht geschädigt.

Lebt er nicht mehr, verfällt sein Erbe zugunsten der gesetzlichen (oder anderen eingesetzten) Erben.

Danke für die Antwort. Seine Kinder wären also sowieso keine Nacherben, selbst wenn ich es nicht ausdrücklich verfügen würde? Das wußte ich nicht.

In meinem Fall gibt es keine Pflichtteile, ich kann das Erbe also frei verteilen. Ich will im Testament auch festlegen, wer den Betrag bekommt, falls der Betreffende schon tot ist oder das Erbe ausschlägt. So entsteht keine Unsicherheit, hoffe ich.

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@Neuerdings

Wenn Du keine Pflichtteilserben hast, aber klare Vorstellungen, wer es bekommen sollte, dann dies bitte auch klar angeben.

Denn irgendeinen gesetzlichen Erben wirst Du haben, auch wenn es nur ein Cousin wäre. Der kommt automatisch ins Spiel, wenn es keinen anderen benannten Erben gibt.

Also um bei Deiner Frage zu bleiben;

Eduard Muster mann soll 10.000,- erhalten, der Rest geht an Hermine F. Sollte Eduard Mustermann bei meinem Tode bereits verstorben sein, erhält Hermine F. alles (alternativ: Sollte bei meinem Tod Eduard Mustermann bereits verstorben sein, geht sein Anteil auf ........ über).

Jedenfalls alles so klar wie möglich.

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@wfwbinder

So ungefähr hatte ich es auch formuliert. Es gibt nur zwei Erben, beide außerhalb der gesetzlichen Erbfolge. Pflichtteilserben existieren nicht, wie gesagt.

"Herr Mustermann bekommt .......... €. Der Rest geht an Stiftung X. Sollte Herr Mustermann bei meinem Tode bereits verstorben sein oder [unwahrscheinlicherweise] das Erbe ausschlagen, erhält Stiftung X alles."

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Was Du willst, ist die Einsetzung eines Ersatzerben. Das Gesetz läßt eine solche ausdrücklich zu:

http://dejure.org/gesetze/BGB/2096.html

Man sollte allerdings in der Formulierung des Testaments für Klarheit sorgen. Ratsam ist ist zum einen, den Begriff "Ersatzerbe" ausdücklich zu benutzen und zudem, den Ersatzerben auch zu benennen. Das kann auch in dem Hinweis auf die ersatzweise dann geltende gesetzliche Erbfolge bestehen.

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Die Eltern haben ein Testament geschrieben wonach nur eines der drei Kinder ein Haus erben soll, den anderen Kindern sollte ein festgelegter Betrag ausbezahlt werden. Könnten die Kinder nach dem Tod auch anders handeln und z.B. das Haus verkaufen und gemeinsam mit dem restlichen Vermögen untereinander aufteilen. Erbschaftssteuerfreibeträge sind eingehalten.

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Februar 2016 ist mein Dad an Krebs gestorben. Er hatte ein Jahr lang eine schwere medikamentöse Behandlung, bekam sogar Morphium.

Er hatte ca. 5 oder 6 Jahre vor seinem Tod eine Lebensgefährtin, die etwa 3 Jahre vor seinem Tod in das Haus meines Dads einzog (Anmerkung: meine Eltern sind seit ca 20 Jahren geschieden, meine Mutter und mein Vater standen zusammen im Grundbuch). Sie kümmerte sich hauptsächlich um ihn während der schweren Phase der Krankheit, hatte teilweise Bevollmächtigungen.

Ich hab mich in Absprache mit ihr ins Grundbuch eintragen lassen und habe einen Erbschein (nach offiziellem Stand würde das Haus demnach zu 50% mir und zu 50% meiner Mutter gehören). Ein paar Tage nach diesem Vorgang erzählte mir die Freundin von einem Testament, welches mein Vater angefertigt hätte. Ich habe es gesehen, es besagt wortwörtlich und handschriftlich, dass er sie zur Erbin erklärt. Das Testament zeigt aber, wie schlecht es meinem Vater gegangen sein muss. Es wurde 3 Wochen vor seinem Ableben verfasst und auf ihren Wunsch hin (hat sie mir eiskalt so gesagt). Es hat diverse Rechtschreibfehler und ist krumm und schief, sollte formell aber alle Elemente haben. Es wurde noch nirgendwo öffentlich amtlich gemacht, sonst hätte ich ja sicher schon eine Information darüber erhalten.

Sie erpresst mich mit diesem Testament. Sie will bis zu ihrem Lebensende in dem Haus wohnen bleiben (zahlt aber keine Miete oder Grundsteuern) und ich habe das ein Jahr und 8 Monate geduldet und seit der Erkenntnis über das Testament kein Wort mehr mit ihr gewechselt.

Jetzt soll ich aber auch für die Schulden meines Vaters (vom Jobcenter ca. 4000 Euro) aufkommen, die sie von sich gewiesen hat. Demzufolge müsste nun endlich geklärt werden, wer rechtmäßig Anspruch auf das Haus hat.

Wer hat Anrecht auf das Haus?

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Testament oder Erbvertrag Ehevertag gültig wer bekommt Haus?

1972 schloss ein Ehepaar ein Ehe- und Erbvertag ab, in dem unter anderem der Bruder des Ehemannes ihr Hausgrundstück als Vermächtnis bekommen soll nachdem auch der längst lebende verstorben ist.

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1996 schreibt das Ehepaar ein handschriftliches Testament und setzten sich gegenseitig als alleinerben ein.

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