Frage von stromer1, 89

Rente - Versorgungsausgleich bei Scheidung: Welche Regelung gilt um verlorene Punke zurück zu bekommen?

Nach Versorgungsausgleich bei Scheidung fehlen mir ca. 400 Euro an meiner zukünftigen Rente. Durch freiwillige Einzahlung (ca. 90000 Euro) kann ich mein Punktekonto wieder auffüllen. Stirbt die Begünstigte (Ex-Frau) vor Ablauf von 3 Jahren nach Rentenbezug, kann man auf Antrag die verlorenen Punkte zurückbekommen. Gilt das auch, wenn man schon freiwillig aufgefüllt hat?

Danke

Antwort
von Lobberlaender, 59

Ich habe leider keine Ahnung zu Rentenfragen. Aber bei deinen Angaben kam ich ins Nachdenken, ob denn eine Einmalzahlung von 90.000 so sinnvoll ist.

Anders könnte man ja auch so rechnen:

90.000 / 400 = 225 Monate = 18,75 Jahre

18,75 Jahre lang könntest du monatlich 400 Euro entnehmen. Wenn du das Geld gewinnbringend anlegst, sogar noch länger. Oder du kaufst dir davon eine kleine Wohnung und sparst Miete.

Und im eigenen Todesfall vor dem 18,75sten Jahr bleibt noch was für deine Erben.

Kommentar von wfwbinder ,

gute Rechnung.

Kommentar von Gecko33 ,

Habs mal grob berechnet wenn du das Geld anlegen würdest, bei 400€ Auszahlung und einer Rendite von 3%(denke das ist realistisch), hättest du ca. 26 Jahre zur Auszahlung.

Wenn du also mit 65 in Rente gehen würdest, könntest du 91 werden:)...und ob du dann die 400€ noch benötigst ist fraglich, FALLS du so alt werden solltest.

Zumal wenn du Kinder bzw. Erben hast, bekommen die, wenn du z.B. nach 10 Jahren sterben solltest und es angelegt hast noch ordentlich Geld. Deine Rente würde nur eine neue Frau bekommen, sonst sind der Rest der 90' verpufft.

Kommentar von RHWWW ,

Hallo Lobberländer,

die Renteneinzahlung nimmt auch an den Rentensteigerungen teil.

Die Einzahlung deckt auch einen Schutz gegen Erwerbsminderung ab (wenn man lfd. Arbeitnehmer ist).

Auch Hinterbliebene (z.B. studierende Kinder unter 27) erhalten im Falle des Todes eines Elternteils Waisenrente.

Am besten einen Beratungstermin bei der Deutschen Rentenversicherung machen und diese Punkte konkret mit Zahlen belegen.

Und dann eineEntscheidung treffen.

Antwort
von Lissa, 7

Wenn die geschiedene Ehefrau stirbt und noch keine drei Jahre Rente bezogen hat, wird der Anteil des Versorgungsausgleichs auf Antrag zurückübertragen. Das gilt auch, wenn man für diesen Anteil schon Entgeltpunkte "gekauft" hat.

Dann wird die Rente entsprechend höher ausfallen.

Antwort
von Primus, 57

Ja, das zählt auch dann.

Sollte der Fall eintreten, einfach einen Antrag auf Rűckerstattung stellen.

Antwort
von barmer, 35

ja, denn die freiwillige Erhöhung wirkt auf jeden Fall. Ob sich die Einzahlung rechnet, ist eine andere Frage.

Allerdings ist dabei (beim Vergleich zu anderen Anlageformen) zu berücksichtigen, dass die Rentenanwartschaft an allen Erhöhungen teilnimmt.

Viel Glück

Barmer

Keine passende Antwort gefunden?

Fragen Sie die Community