Nach Fondsentscheidung

1 Antwort

Du kannst beispielsweise zu einer Direktbank (z.B. ING-Diba, comdirect) mit kostenfreiem Tagesgeldkonto, Girokonto und Depot gehen und dort einen Fondssparplan einrichten. Überlege, welcher Betrag für Dich sinnvoll ist.

Bei der ING-Diba würden sich folgende Fonds für einen Sparplaneinstieg anbieten:

  • Ethna Aktiv E A (LU0136412771): Aktien und Anleihen Europa

  • Carmignac Patrimoine A EUR (FR0010135103): Aktien und Anleihen Welt (etwas anleihenlastiger)

  • Flossbach von Storch SICAV - Multiple Opportunities R (LU0323578657): Aktien und Anleihen Welt (aktienlastig)

  • Kapital Plus A (DE0008476250): Aktien und Anleihen Europa (anleihenlastig)

  • M&G Optimal Income Fund A-H (GB00B1VMCY93): Aktien und Anleihen Welt (anleihenlastig)

Ist Dir der Unterschied zwischen diesen Fonds nicht klar, dann benötigst Du dringend einen Berater, der Dich etwas führt und erklärt, worauf es ankommt.

Die Ausgabeaufschläge sind bei ING-Diba rabattiert, aber bedenke, daß diese nur einmal beim Kauf anfallen. Zahlst Du also beispielsweise die vollen 5% bei einem Fonds, so relativiert sich das bei einer Anlage auf 10 Jahre auf 0,5% p.a., was ein guter Fonds durchaus als Vorsprung vor einem schlechten (aber "billigen") erreichen wird. Daher: Qualität ist wichtiger als ein paar Prozentpunkte Ausgabeaufschlag.

Wenn Du demnächst eher Aktienfonds beimischen möchtest, kannst Du heute mit 50 EUR im Monat mit einem Mischfonds beginnen. Irgendwann kommen dann später noch Sparpläne auf ein oder mehrere Aktienfonds hinzu.

So, und dann kommt die Geduldphase... :-)

Ich schätze Deine Beiträge sehr. Wenn ich aber die Wahl zwischen Deiner direkten Fondsberatung im Netz mit Empfehlungen ohne weitere Beratungsgrundlagen habe (mit den leider immer gleichen Fondsvorschlägen, die nicht schlecht sind, aber auch nicht passen müssen) und den Aussagen einer notwendigen Beratung von Niklaus habe, weiß ich, wem ich zustimme :-(

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@Candlejack

Da stimme ich Dir zu und schrieb aus diesem Grunde:

Ist Dir der Unterschied zwischen diesen Fonds nicht klar, dann benötigst Du dringend einen Berater, der Dich etwas führt und erklärt, worauf es ankommt.

Nicht jeder kann qualifizierte Entscheidungen einfach selbst treffen - viele Anleger (und solche, die es werden wollen) benötigen professionelle Hilfe.

Abgesehen davon wende ich mich strikt gegen die Auffassung, daß eine (durch Ausgabeaufschläge finanzierte) Kaufberatung ausreicht. Beratung muss während des gesamten Investments stattfinden, da man Anlageziele regelmäßig überprüfen sollte, das Portfolio ggf. neu ausrichten/balancieren muß und vielleicht auch nur Fonds wegen Underperformance tauschen möchte. Dieser Aspekt ist nicht durch einen Ausgabeaufschlag abgedeckt. Gerade "harmlose Privatanleger" ohne profundes Wissen über Kapitalanlagen benötigen dies ganz dringend und werden hier typischerweise alleine gelassen - auch und gerade von sog. Beratern, die eben nur verkaufen (und sich über Ausgabeaufschläge finanzieren). Ich kann hierzu aus dem Bekanntenkreis nette Beispiele zitieren - nicht nur von der Sparkasse :-)

Ich mache hier keine "Fondsberatung", sondern habe nur eine Auswahl der bei der ING-Diba aktuell besparbaren Mischfonds wiedergegeben. Das sind durchaus robuste Startpunkte mit überschaubarem Risiko, mit denen man IMHO mal anfangen kann, um erste Erfahrungen zu sammeln.

Wenn Neuanleger dann selbst die Entwicklungen und Volatilitäten von Investments verspüren, wird vielleicht auch klarer, wo eigentlich der Vorteil einer qualifizierten Beratung liegt und warum man dafür Geld ausgeben sollte. Leider kommt bei vielen Anlegern (die über lustige Deka-Fonds und DZ Bank/Landesbank-Zertifikate ihr Geld in den Sand setzen) diese Erkenntnis erst, wenn das Kind schon tief in den Brunnen gefallen ist.

Daraus ergibt sich für mich klar für Neueinsteiger

  • Man fängt nicht mit einzelnen Aktien und Anleihen an.
  • Finger weg von Rohstoffen, Zertifikaten und sonstigen Derivaten.
  • Für den Start keine reinen Aktien- oder Rentenfonds, sondern solide Mischfonds.

Diese Auffassung meinerseits mag etwas radikal sein, aber sie beruht auf einer gewissen Erfahrung... die ich im übrigen auch bestätigt sehe, wenn ich als Berater für Banken tätig bin und dort gewisse Vertriebsauffassungen, die nicht unbedingt ein Anlegerinteresse priorisieren, als Richtlinien vorgegeben sehe.

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