Nach dem Tod des Erblassers entstandene Forderungen

4 Antworten

Die Tochter ist für die Beerdigung zuständig, die Bestattungskosten sind vorrangig dem Erbe zu entnehmen und nur dann, wenn dieses nicht ausreicht vom zuletzt Unterhaltspflichtigen zu zahlen. Das hier erzielte wirtschaftliche Ergebnis entspricht genau dieser Regelung und ich vermag wirklich nicht zu erkennen, wo hier das Problem ist. Rechnungen werden im übrigen immer auf den Namen dessen ausgestellt, der den Auftrag vergibt und das dürfte hier unzweifelhaft die Tochter sein, welche wiederum die Kosten nur anteilig ihrem Erbanteil zu zahlen hatte.

Ist die Tochter berechtigt, Rechnungen, die nach dem Tod des Erblassers in Bezug auf Todesanzeigen, Blumenschmuck, Grabstein usw. entstanden und auf den Namen der Tochter und nicht auf die Erbengemeinschaft ausgestellt sind, vom Konto der Erbengemeinschaft zu bezahlen, für das sie Kontovollmacht hatte?

Ja, das ist sie und zwar auch wenn das Erbe dadurch geschmälert wird.

Die Erbengemeinschaft erbt, was übrigbleibt, nachdem der Verstorbene würdig bestattet wurde und zwar nur dass, was nach Begleichung der Rechnungen übrigbleibt.

Die Erbauseinandersetzung wird noch viel Zündstoff in sich bergen, wenn jetzt schon Rechnungen infrage gestellt werden, die nicht auf den Verstorbenen ausgestellt wurden. Sachlich sind diese Ausgaben in jedem Fall aus der Erbmasse vor der Erbauseinandersetzung zu begleichen.

Was möchtest Du wissen?