Nach 4 Jahren möchte mich mein Arbeitgeber "loswerden" - was kann ich für mich aushandeln?

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7 Antworten

Es gibt bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses keinen Rechtsanspruch auf eine Abfindung. Zitat : "Viele Arbeitnehmer gehen zwar wie selbstverständlich davon aus, dass ihnen bei einer durch den Arbeitgeber ausgesprochen Kündigung eine Abfindung "zustehe", doch ist das rechtlich schlicht falsch. Ebenso unrichtig ist natürlich auch die spiegelverkehrte Annahme von Arbeitgebern, eine Kündigung sei unvermeidlich mit der Pflicht zur Zahlung einer Abfindung verbunden." Ausnahmen können in Sozialplänen oder in Tarifverträgen, manchmal auch in Einzelarbeitsverträgen vereinbart werden.Auch kann eine Abfindung aus verschiedenen Gründen und auf verschiedenen Rechtswegen vereinbart werden. Mehr hier : http://www.hensche.de/Rechtsanwalt_Arbeitsrecht_Handbuch_Abfindung.html#tocitem2 Gruß Z... .

Wenn du eine niedrigere Stelle angeboten bekommst, liegt es ja im Interesse deines Arbeitgebers diese auch mit einer niedrigeren Entlohnung zu besetzen. Durch eine Kündigung würdest du ihm ja entgegenkommen. 3-5 Monatsgehälter solltest du hier "rauspokern" können. Viel Glück!

Du kannst versuchen zu verhandeln, aber Du solltest auch bedenken, er kann Dir auch ganz regulär kündigen.

Beachte auch in Deinem Arbeitsvertrag die Klauseln, unter denen das Weihnachtsgeld gezahlt wurde, denn auch das kann bei einer Kündigung zur Disposition stehen.

Deine Schilderung läßt vermuten, dass Dir Dein Arbeitgeber nicht kündigen kann weil keiner der dafür erforderlichen Gründe vorliegt (-> betriebsbedingt, krankheitsbedingt, verhaltensbedingt).

Eine Abfindung erhälst Du nicht wenn Du selbst kündigst, sondern nur wenn Du Deine Forderung im Rahmen eines gemeinsam verhandelten Aufhebungsvertrages oder mittels Zusatzvereinbarung bei einer arbeitgeberseitigen Kündigung durchsetzt.

Die Höhe einer möglichen Abfindung liegt wohl bei 0,5 - 1 Monatsgehältern pro Jahr der Betriebszugehörigkeit - also bei Dir zwischen 2 und 4 Monatsgehältern.

Kündigt der Arbeitgeber wegen der Umstrukturierung betriebsbedingt,so hat der Arbeitnehmer lt.§ 1a KschG Anspruch auf eine Abfindung .

Voraussetzung ist,dass in der Kündigung darauf hingewiesen wird,dass die Kündigung auf dringende betriebliche Erfordernisse gestützt ist und der Arbeitnehmer bei Verstreichenlassen der Klagefrist die Abfindung beanspruchen kann.

Die Höhe der Abfindung beträgt 0,5 Monatsverdienste für jedes Jahr des Bestehens des Arbeitsverhältnisses.

Bei der Ermittlung der Dauer des Arbeitsverhältnisses ist ein Zeitraum von mehr als sechs Monaten auf ein volles Jahr aufzurunden.

Wie üblich: Halbes Monatsgehalt mal Anzahl der Zugehörigkeitsjahre, also 2 volle Gehälter bei 4 Jahren. Verhandele auf 3!

Würde ich auch sagen aber auch nur wenn er dir kündigt..

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