Mysterium Steuerklasse in der Ehe?

5 Antworten

Bei den Gehältern ist der Unterschied noch denkbar gering, da könnt ihr beide in I bleiben, bzw. in IV übergehen (ist das Gleiche).

Die Erstattung nach der Einkommensteuererklärung ist eine Idee höher.

Spannend wir es wirklich erst, wenn die NAchwuchsplanung einsetzt.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung – Steuerbevollmächtigtenprüfung 1979, Steuerberaterprüfg .1986

Unterm Strich kommt es auf das gleiche raus.

Bei 3/5 habt ihr jeden Monat mehr Netto zur Verfügung, dafür ist die Rückerstattung bei der Steuererklärung geringer.

Bei 4/4 habt ihr weniger Netto, dafür dann eine höhere Rückerstattung.

Die Steuern, die am Ende gezahlt werden müssen, ändern sich nicht.

Also wäre es quasi "egal" bis zum Zeitpunkt der Kinderplanung?

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@Tzuki

Ja. Unter dem Strich ist es egal. Die Steuerklasse bestimmt nur die Einkommensteuervorauszahlung.

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Ganz einfach .... letztendlich gleicht sich das Ganze mit der Einkommensteuererklärung ab Beginn des folgenden Kalenderjahres aus.

Die Wahl der Lohnsteuerkombination III/ V bedeutet i.d.R. lediglich, dass man im laufenden Jahr netto mehr hat , aber halt dann eine Nachzahlung zu erwarten hat.

Vergleich :

LStKl. III bei 1950 = 1560 Euro netto // bei LStKl. V = 1115 Euro netto

LStKl. III bei 3217 = 2344 Euro netto // bei LStKl. V = 1662 Euro netto

https://www.brutto-netto-rechner.info/

das würde im Falle zu erwartenden Elterngeldes einiges mehr bringen, allerdings hättet ihr während des Kalenderjahres erst einmal ( vor der Geburt eines Zwerges ) netto weniger zur Verfügung ... wobei sich das wieder durch die Steuererklärung ausgleichen würde.

Wirtschaftlich verlieren würdet ihr dadurch nichts.

Mit der Kombi III / V ist eine Einkommensteuererklärung verpflichtend.

Bei der Steuerklassenwahl geht es um den Abzug auf dem Lohnstreifen, bei Klasse V wird sehr viel, bei Klasse III viel weniger vom Arbeitgeber einbehalten.

Aber : Es gibt das sog. Ehegattensplitting, das ist quasi das was tatsächlich an Steuer bezahlt werden muss - da werden alle Steuerzahlung dann zusammengerechnet und danach wird die Steuerschuld berechnet. hat man bei III / IV zu wenig bezahlt wir nachgefordert, bei IV / IV zuviel bezahlt wird erstattet. Dies geschieht in der Einkommenssteuererklärung, die ihr ab dem 1.1.21 für das Steuerjahr 2020 abgeben solltet.

Bei euch ist das sogar ein Muss! Da ihr die Monate Januar - Mai 2020 beide vermutlich nach Steuerklasse 1 abgerechnet wurde, ist eine Steuerrückzahlung nächstes Jahr sehr wahrscheinlich, denn es wird das gesamte Steuerjahr für das Ehegattensplitting vom Finanzamt herangezogen.

Grundsätzlich: Beide Ehepartner berufstätig und große Unterschiede beim Einkommen, immer Klasse V für den geringer verdienenden Partner wähle. Der andere Partner bekommt Klasse III so ist am Monatsende mehr Geld auf dem Konto. Übrigens in diesem Fall ist man zur Abgabe einer Einkommenssteuererklärung verpflichtet.

Von Zusammenlegen wurde in einer anderen Antwort auch gesprochen, ist das auch das gleiche Spiel dass es sich nur für den Monat ändert beim Splitting und am Ende des Jahres im Grunde nicht viel ändert oder bringt es irgendwas mit sich dieses Splitting zu machen?

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@Tzuki

Das Splitting gibt es nur für verheiratete Paare und das ist natürlich weniger Steuer insgesamt wie für ein unverheiratetes Paar. Nur endgültig abgerechnet wird mit nach der EkSt Erklärung.

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Wärt ihr dann getrennt oder gemeinsam veranlagt?

Also wir würden derzeit noch getrennte Konten haben, falls dies gemeint ist.

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