Mutter hat Sterbegeld abgeschlossen

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8 Antworten

Hallo, eine Sterbegeldversicherung ist im Prinzip eine Kapital-LV mit meistens verlängerter Beitragszahldauer. Die Rendite ist minimal, dafür ist sie auch nicht in erster Linie gedacht. Mit einer Sterbegeldversicherung sollen i.d.R. Beerdigungskosten abgedeckt werden, so dass eben nicht die Angehörigen auf den Kosten sitzen bleiben.

Wenn nun allerdings dafür anderswo genügend Geld vorhanden ist, dann stellt sich in der Tat die Frage nach der Sinnhaftigkeit. Am besten, Sie sprechen mal mit Ihrer Mutter darüber. Entweder Ihre Mutter weiß ziemlich genau warum und wofür sie eine Sterbegeldversicherung hat oder sie ist ihr einfach "angedreht" worden. Dann ergibt sich die weitere Vorgehensweise meist von selbst.

VG,

Auch eine Sterbegeldversicherung lässt sich beitragsfrei stellen. Auf der erreichten Basis geht dann weder etwas von der Prämie, als auch von etwaigen erreichten Zinsen verloren. Die Vesicherungssumme ist entsprechend reduziert, wenn die Laufzeit der Versicherung noch nicht erreicht ist. Bei Erreichen der Laufzeit für die Beitragszahlung, wird kein weiterer Beitrag gezahlt, aber die Versicherungssumme bleibt voll erhalten und wird beim Tode an den Begünstigten ausgezahlt.

Also, alles eine Frage der Bedingungen, wie auch schon mehrfach angesprochen. Man muß sie halt mal lesen und am besten, wenn möglich, auch verstehen. Nachfragen bei der Versicherung können auch sehr hilfreich sein.

Hallo,

tja Versicherungen einfach zu kündigen ist immer so eine Sache. Meistens macht man ja dann wirklich Verluste und ansich ist die Idee die eigene Beerdigung bereits finanziell abzusichern nicht verkehrt.

Schau mal in den Vertrag wie lange die Beitragszahlungsdauer ist. Bei einigen versicherer geht das immer noch bis zum 65. Lebensjahr oder so. Danach besteht weiterhin Versicherungsschutz bis eben zum Todesfall. Am besten sprichst du vielleicht auch mal mit einem Versicherungsmenschen (Makler oder so), der kann dir sicherlich helfen.

Ob eine Sterbegeldversicherung nun sinvoll ist oder nicht, muss jeder selber entscheiden. Stiftung Warentest bezieht dazu klar Stellung, siehe http://bestattungsvorsorge-heute.de/sterbegeldversicherung-test-ergebnis-zu-teuer-wenig-kundenfreundlich/

Aber nun hat sie ja die Versicherung abgeschlossen. Ich würde sie wohl entweder beitragsfrei stellen oder eben schauen wie lange die Einzahlung überhaupt noch geht.

Liebe Grüße Raschi

Zunächst kann man entgegen der irreführenden Namensnennung eine SV frei verwenden. Wäre man Begünstigter der Leistungen, sogar außerhalb des Nachlasses erbschaftssteuerunschädlich und zur sofortigen Verfügung: Während die Konten der Verstorbenen noch durch Erbschaftsstreitigkeiten unzugänglich blieben, hätte man die Bestattungskosten innerhalb weniger Tage tatsächlich zur Verfügung :-)

Eine Kündigung und Auszahlung des Rückkaufwertes bedeutet fast immer einen Verlust, das will in Einzelfall nachgerechnet und gut überlegt sein.

G imager761

mig112 09.09.2014, 16:43

Sterbegeldversicherung und Rückkaufswert sind Begriffe, die sich allermeistens gegenseitig ausschließen!

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Wie der Name aussagt, ist Sinn und Zweck der Sterbegeldversicherung die anfallenden Kosten einer Beerdigung abzusichern. Denn im Todesfall muss erst ein Erbschein vorhanden sein, bevor man über das Vermögen verfügen kann. Kommt dann noch mehrere Personen erbberechtigt sind, kann sich das zeitlich hinziehen. Doch die Kosten für die Beerdigung fallen meist früher an. Sinn und Zweck der Sterbegeldversicherung ist genau in der Lösung dieses Problems. Ob das "wirtschaftlich" ist kann ich mangels Kenntnis der Zahlen und AVB nicht beurteilen.

Je nachdem was sie schon einbezahlt hat, diese Versicherungen laufen ja meist nur auf einen vierstelligen Betrag hinaus. Die Kündigung ist die teuerste Variante der Beendigung. Vertrag und AVB durchlesen.

Bevor man kündigt, sollte man sich aber die Versicherungsbedingungen genau anschauen. Wenn das eine Risikolebensversicherung ist, dann gibt es kein Geld und man könnte bei dem erreichten Alter der Mutter vielleicht auch keine neue abschließen. Die Beerdigungskosten würden dann an den Hinterbliebenen hängenbleiben. Bei einer kapitalbildenden LV sollte man erst mal beim Versicherer Erkundigungen über die Höhe des erreichten Guthabens einholen und dann erst über die Kündigung entscheiden.

RatsucherZYX 09.09.2014, 08:39
Wenn das eine Risikolebensversicherung ist, dann gibt es kein Geld und man könnte bei dem erreichten Alter der Mutter vielleicht auch keine neue abschließen.

In der Überschrift und dem Text ist von Sterbegeld die Rede . Der Tod beinhaltet zwar auch ein Risiko, aber die Risikoversicherung ist hier wohl nicht gemeint. Von Kapitalbildung ist schon gar nicht die Rede.

Aber auch Sterbegeldversicherungen haben Bedingungen und die sollte man wirklich lesen.

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Privatier59 09.09.2014, 08:56
@RatsucherZYX
Aber auch Sterbegeldversicherungen haben Bedingungen und die sollte man wirklich lesen.

Aha:

Bevor man kündigt, sollte man sich aber die Versicherungsbedingungen genau anschauen.
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RatsucherZYX 09.09.2014, 09:18
@Privatier59

@Privatier

Aber auch Sterbegeldversicherungen haben Bedingungen und die sollte man wirklich lesen.

Das bezog sich auf deinen Rohentwurf zur Vorlesung über Versicherungsbedingungen. Da ich aber nicht wörtlich zitiert habe, ist dein vermeintliches Urheberrecht nicht berührt Es war nur eine ergänzende Antwort / Kommentar zum tastsächlichen Inhalt der ursprünglichen Frage. :-)

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Ist deine Mutter geschäftsunfähig!? Aus welchem Grund mischt du dich ein?? Sie hat sich Gedanken gemacht, was nach ihrem Tode ist - wie sie würdig bestattet werden kann, ohne "jemandem auf der Tasche zu liegen"!

Das ist zunächst mal sehr ehrenwert. PUNKT.

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