Muss Rechtsschutz Gutachterkosten übernehmen?

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3 Antworten

Die Rechtsschutzversicherung übernimmt die Kosten eines versicherten Rechtsfalls. Darin enthalten sind auch

  • die Gerichtskosten einschließlich der Entschädigung für Zeugen und Sachverständige, die vom Gericht herangezogen werden, ... - §5(1)c) ARB
  • *die übliche Vergütung eines öffentlich bestellten technischen Sachverständigen oder einer rechtsfähigen technischen Sachverständigenorganisation in Fällen der
    • Verteidigung in verkehrsrechtlichen Straf- und Ordnungswidrigkeitenverfahren;
    • Wahrnehmung der rechtlichen Interessen aus Kauf- und Reparaturverträgen von Motorfahrzeugen zu Lande sowie Anhängern* - §5(1)f)aa) ARB

Diese Texte sind nach den Musterbedingungen des GDV. Die Regelungen deiner Versicherung können davon abweichen. Schau einfach in die Bedingungen (ARB), ruf bei der Schadenabteilung der Versicherung an oder - noch einfacher - lass das durch deinen Anwalt mit der Versicherung klären.

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Kommentar von Treiber
25.08.2011, 15:37

Das heißt, dass (nach den GDV-Bedingungen) nur außergerichtliche Sachverständigenkosten für Verträge im Verkehrsbereich (Fahrzeugkauf oder -reparatur) übernommen werden.

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Schau` in deine Vertragsbedingungen.Von den meisten Rechtsschutzversicherungen werden oft nur die Kosten für einen "öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen" übernommen, da diese Bezeichnung geschützt ist und somit die Qualität eines Gutachtens gewährleistet wird. Gruß Z... .

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Kommentar von Paula2112
23.08.2011, 16:45

Die Zeiten sind gottlob vorbei, auch wenn es nach wie vor viele Anwälte gibt, die hieran immer noch glauben. Ö.b.u.v. Sachverständige sind nichts anderes als von der IHK zertifiziert, müssen sich auch nicht rezertifizieren ( ständig weiterbilden ). Der alte ö.b.u.v. Sachverständige ist außer in Deutschland bereits ausgestorben, hier stirbt er auch, die Zertifizierten Sachverständigen ( EN-Zertifizierung ) sind auch über Deutschland hinaus anerkannt - in einer immer enger zusammen rückenden EU auch gut so.

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Ich schließe mich der Auffassung von Zitterbacke an. Nach Auskunft meines Rechtsanwalts ist die entscheidende Bestimmung in § 5 (1) f ARB 2000.

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