Muss privater Verkäufer gar keine Haftung übernehmen?

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Haftungsausschluss

Private Verkäufer können etwa die Gewährleistung komplett ausschließen: „Der Wagen wird unter Ausschluss der Sachmängelhaftung verkauft.“ Schlecht für Käufer: Fast alle späteren Ansprüche des Käufers laufen ins Leere und der Verkäufer haftet nur noch für arglistige Täuschung und für etwaige Zusicherungen. Besser für Käufer: Der Haftungsausschluss bei Klauseln wie „Gekauft wie besichtigt“ greift nur für offensichtliche Mängel. Die kann der Käufer selbst sehen. Versteckte Mängel werden davon nicht erfasst. Risiko für Verkäufer: Schreibt ein privater Verkäufer nichts über den Gewährleistungsausschluss in den Vertrag, greift die gesetzliche Regelung und er muss zwei Jahre für Mängel einstehen.

Verdeckte Schäden

Die Erfahrung zeigt: Streit zwischen Käufer und Verkäufer entsteht meist dann, wenn sich Mängel später am Auto zeigen. Ein privater Verkäufer muss nicht von sich aus auf kleine oder verdeckte Schäden hinweisen. Ebenso wenig muss er auf offensichtliche Mängel hinweisen, die der Käufer ohne weiteres auch selbst bemerken kann: zum Beispiel Kratzer im Lack, klappernde Türen oder Scharniere. Schon aus diesem Grund sollten Kaufinteressenten unbedingt eine Probefahrt machen. Findet der mögliche Käufer dabei Mängel und fragt nach, ob der Verkäufer sie kennt und woher sie kommen, muss der Verkäufer die Wahrheit sagen. Und klar ist: Verkäufer müssen auf jeden Fall darauf hinweisen, wenn ein Auto nicht verkehrstüchtig ist. http://www.test.de/themen/auto-verkehr/meldung/Autokauf-und-verkauf-Billig-von-privat-1264104-2264104/

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