Muss man Steuern bezahlen, wenn man VON BERUF wettet?

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6 Antworten

Dem Fiskus ist es völlig egal, womit du dein Geld verdienst . du musst eine Einkommensteuererklärung abgeben. Das ist die rechtliche Grundlage.

Wenn natürlich Vater Staat von einer Hinterzimmertätigkeit nichts weiss, wird er nicht tätig, es sein denn irgendein Zeitgenossen gibt, auch unbekannt, dem Finanzamt einen Tipp. Da wirst du zur Einkommenssteuerabgabe aufgefordert und das auch rückwirkend.

Für das Ausland wird es schwierig - denn dort gilt eben nicht deutsches Recht.

Besonders den eigenen Konten und den Zinserträgen solltest du deine Aufmerksamkeit widmen. Zinsertrag, dass bekommt der Fiskus schon mit und dann gibt es keine Einkommenssteuererklärung - da wird jeder Finanzbeamte sofort aufmerksam.

Ja, wenn das also bekannt wird, dann ist es eine berufliche Tätigkeit und ist somit zu versteuern.

Grundsätzlich sind Glücksspiele wie Pferderennen steuerfrei und Geschicklichkeitsspiele wie z.B. Skat unter der Voraussetzung, dass man Berufsspieler ist, steuerpflichtig. Poker ist ein Sonderfall. Es wird als Glücksspiel charakterisiert, aber dennoch bei etlichen Berufsspielern versteuert.

Falls du dich näher über das Thema informieren möchtest, empfehle ich dir mein Buch:

http://www.grin.com/de/e-book/203459/gluecksspiele-und-einkommensteuer-ein-kritischer-blick-auf-die-gesetzlichen

Gewinne aus (privaten)Glückspielen sind im Einkommensteuerrecht nicht erfasst und somit nicht steuerbar( Dagegen kann die Veranstaltung von Glückspielen ein steuerpfllichtiger Gewerbebetrieb sein vgl. BFH XB 15/96 vom 12.1.98)

§ 2 EStG regelt den sachlichen Umfang der Steuerpflicht. Es werden abschließend die sieben Einkunftsarten des EStG aufgezählt, wobei jedoch die Abgrenzung der einzelnen Einkunftsarten den §§ 13-24 EStG vorbehalten ist (§ 2 Abs. 1 Satz 2 EStG).

Auch die siebte Einkunftsart (sonstige Einkünfte i.S.d. § 22 EStG) ist keine Auffangvorschrift für alle die ertragbringenden Vorgänge, die nicht unter die ersten sechs Einkunftsarten fallen. Die sonstigen Einkünfte sind vielmehr ebenfalls in § 22 EStG abschließend aufgeführt:

Wiederkehrende Bezüge (insb. Renten und dauernde Lasten),

Unterhaltsleistungen des geschiedenen oder dauernd getrennt lebenden Ehegatten (sog. begrenztes Realsplitting),

Einkünfte aus privaten Veräußerungsgeschäften i.S.d. § 23 EStG, insbesondere An- und Verkauf von Grundstücken innerhalb von zehn Jahren bzw. An- und Verkauf von Wertpapieren innerhalb eines Jahres, wenn die Anschaffung vor dem 1.1.2009 erfolgt ist,

Einkünfte aus Leistungen,

Abgeordnetenbezüge.

Folgende Vermögensmehrungen unterliegen z.B. nicht der Einkommensteuer:

Erbschaften, Schenkungen;

Lotteriegewinne, Wettgewinne,

Spielgewinne;

Kapitalanfälle aus privaten Lebensversicherungen bei Vertragsabschluss vor dem 1.1.2005 (vorbehaltlich § 20 Abs. 1 Nr. 6 i.V.m. § 10 Abs. 2 Satz 2 EStG 2004),

Veräußerung von Gegenständen des Privatvermögens (Ausnahme: §§ 17 und 23 EStG).

Wenn die Voraussetzungen für eine gewerbliche Tätigkeit erfüllt sind: Ja.

Nur wenn der Gesamtbetrag deiner Einkünfte 7664 € übersteigt mußt du Steuern zahlen !! Es ist illegal , wenn du deine Einnahmen nicht versteuerst .Also tu es !! Gruß Z... .

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