Muss man Kirchensteuern auf die Abfindung des nicht kirchensteuerpflichtigenEhemannes zahlen?

1 Antwort

Es wurde hier schon gesagt: Grundlage für diese unverständliche Regelung ist das Kirchgeld, auch "Heidensteuer" genannt. Eigentlich sollen aber damit aber in glaubensverschiedenen Ehen, diejenigen Kirchenmitglieder besteuert werden, die selber wenig oder gar nichts verdienen, sondern der Ehegatte das meiste Geld mit nach Hause bringt. Das Ganze ist aber auch noch je nach Kirche und nach Bundesland verschieden. Ich finde, ist ganz gut hier: http://de.wikipedia.org/wiki/Kirchgeld_in_glaubensverschiedener_Ehe erklärt.

Was mich bei einer Abfindung (ob glaubensverschieden oder nicht) aber am meisten aufregt, ist die Tatsache, dass zwar der Staat bei der Berechnung der Steuer auf die Abfindung Milde walten lässt und die Fünftelregel eingeführt hat, die Kirche aber keinerlei Gnade kennt und die Steuer auf den vollen Betrag haben will ! Und dabei auch keine Abzüge in Form von Werbekosten, Vorsorgeaufwendungen u.a. anerkannt.

Ich bin der Meinung: Das geht GAR nicht ! Ich warte gerade noch auf meinen Steuerbescheid für 2012 (mit Abfindung). Sobald ich den habe, gibt es einen Antrag auf Erlass beim Kirchensteueramt. Und dann werde ich mal sehen, was passiert...

Gruß, Peter Ranning

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