Muss man Kapitalerträge aus einer Wohnungseigentümergemeinschaft in der Anlage KAP angeben?

2 Antworten

Es ist nicht üblich, die Erträge anzugeben und es interessiert das Finanzamt nicht, weil an das keiner zu wenig zahlt aber einige zu viel zahlen. In Jahren oder bei Eigentümern, in oder bei denen dadurch zu viel abgeführt wird (z. B. weil der Freibetrag nicht ausgeschöpft ist), kann man sich die zu viel abgeführte Abgeltungssteuer (durch Erklärung in der Anlage Kap) erstatten lassen.

Gerade wenn man ohne die Zinserträge auf Rücklagen keine Anlage Kap abgeben müßte, scheint sicherlich vielen der Aufwand der zusätzlichen Anlage für den Nutzen (der ja öfter im einstelligen Bereich liegen wird) enorm.

Ich finde das Thema wegen der Kirchensteuer auf die Kapitalertragsteuer nicht so einfach. Vielleicht mag sich dazu irgendwer äußern, der sich schon damit befasst hat. Der Abzug sieht bei Kirchenmitgliedern anders aus als bei Nicht-Kirchenmitgliedern und eigentlich sollte es dafür irgendwo eine Regelung geben.

http://www.wohnen-im-eigentum.de/100928_kapitalertragssteuer_zurueckfordern

Müssen nicht! Man kann, denn die Kap.erträge aus dem Rücklagenkonto sind ja bereits mit der Abgeltungssteuer von 25% versteuert. Zu empfehlen ist es auf jeden Fall, wenn die gesamten Kapitalerträge unter dem Freibetrag von 801 bzw. 1602 € liegen. Denn dann bekommt man die einbehaltenen Kapitalertragsteuer zurück. Oder wenn der persönliche Steuersatz unter 25% liegt, dann wäre es auch sehr ratsam, diese in der Est-Erklärung in der Anlage Kap anzugeben.

Wie Aufteilung Kapitalerträge in Anlage KAP bei Rentnerehepaar

Hallo, kann ich in Anlage KAP Kapitalerträge unabhängig vom Kontoinhaber jeweils hälftig zuordnen zur Erzielung eines optimalen Altersentlastungsbetrages für beide Ehepartner, wenn folgende Voraussetzungen gegeben sind:

  • beide Ehepartner Rentner mit eigenem Einkommen
  • Zugewinngemeinschaft und steuerliche Zusammenveranlagung
  • gemeinsames Hauskonto, über das nachweislich alle Finanzanlagen (Festzins- und Tagesgeldkonto) aus dem gemeinsamen Sparguthaben finanziert wurden

In steuerrechtlicher Unkenntnis haben wir per Online-Banking bei diesen Anlagen jeweils nur einen Partner als Kontoinhaber benannt, wobei in jedem Fall alle Verfügungen über Guthaben und Rückläufe ausschließlich über das gemeinsame Hausbankkonto als Referenzkonto laufen.

Vom Finanzamt wurde die Zuordnung der Kapitalerträge formal entsprechend Kontoinhaber der jeweiligen Anlage korrigiert und so eine erhebliche Reduzierung des Altersentlastungsbetrages eines Partners und somit eine beträchtliche Senkung der Steuerrückerstattung erreicht.

Für steurrechtliche Hinweise zum Sachverhalt für einen einen möglichst erfolgreichen Widerspruch zum Steuerbescheid für 2010 wäre ich dankbar.

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