Muss man für eine doppelte Haushaltsführung verheiratet sein?

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4 Antworten

Nein, verheiratet musst Du nicht sein. Eine doppelte Haushaltsführung liegt aber nur vor, wenn Du außerhalb des Ortes, in dem Du einen eigenen Hausstand unterhältst, beschäftigt bist und auch am Beschäftigungsort wohnst (§ 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 5 EStG).

Wesentlich ist: Eigener Hausstand (Lebensmittelpunkt) und Zweitwohnung am Beschäftigungsort. Die Anschaffung, bzw. Unterhaltung dieser 2. Wohnung muss beruflich veranlasst sein.

Würdest Du zu ihm oder er zu Dir ziehen, dann hätte einer von euch beiden evtl.einen berufl. veranlassten dopp. HH. Im Moment sind es private Wochenendbesuche bei dem jew. anderen.

die Antwort von Imchen ist nur bedingt richtig. Vorab gilt. dass es für die Berücksichtigung einer doppelten Haushaltsführung es nicht erforrderlich ist, dass man verheiratet ist. Vielmehr ist Voraussetzung, dass -unabhängig vom Familenstand- ein Hausstand aus eigenem Recht unterhalten wird. Das bedeuet, dass entweder ihr Freund oder Sie einen eigenen Hausstand untehalten müssen - der als gemeinschaftlticher Lebensmittlpunkt angesehen werden kann- damit der ANDERE Lebenspapatner bei gemeinschaftlicher Wirtschaftsführung aufgrund auswärtiger Beschäftigung einen eine doppelte Haushaltsführung unterhält. Demzufolge können daher nicht Beide geleichzeitig eine Doppelte Haushaltsfühung unterhalten. Wenn Ihr Fréund und Sie jeweils im elterlichten Haushalt eingegliedert sind, dürfte keine doppelte Haushaltsführunt vorliegen; ist bei einem der "Beiden" ein eigener Mietvertrag /Haushalt vorhanden, kann bei eintsprechender finanzieller Mitbeteiligung des anderen Lebensgefährten eine doppelte Haushaltsführung bejahr werden.

Wenn Dein Freund seinen Erstwohnsitz in Deiner Stadt hätte, weil er dort auch seinen gesellschaftlichen Mittelpunkt hat, d.h. Familienanschluss, Mitgliedschaften in Sportvereinen etc. und er einen Zweitwohnsitz in der Stadt hat, in der er arbeitet, dann kann er den doppelten Haushalt steuerlich geltend machen. Da die Situation bei Euch aber nur privat begründet ist, wird das Finanzamt wohl nichts anerkennen. Die Kosten für die Fahrerei sind ja, weil Ihr Euch sehen wollt. Da zahlt das Finanzamt nicht mit.

Ihr habt beide eine doppelte Haushaltsführung, da ja jeder von Euch zu zwei Haushalten beiträgt (oder auch nicht).

Problem ist nur, dass die Haushaltsführung nicht beruflich begründet ist, und das muss sie sein, damit sie steuerlich berücksichtigt werden kann.

Wenn einer von Euch von der weiten Wohnung direkt zur Arbeit fährt kann er für den Tag natürlich die höhere Entfernung bei der Entfernungspauschale zum Ansatz bringen.

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