Muss man eine erhöhte Abgeltungssteuer zahlen, wenn man vor dem Zeitpunkt Aktien gekauft hat?

7 Antworten

Ich bezweifele, das diese Regierung eine Steuer zum 01. 01. 2017 erhöhen wird, wenn man bedenkt, dass 2017 im Herbst ein neuer Bundestag gewählt wird.

Die SPD evtl. noch, weil damit ja Kapitalanleger (Kapitalisten) getroffen werden  (bei gleichzeitiger Erhöhung des Sparerfreibetrags, um das eigene Klientel nicht zu treffen).

Die CDU wird das aber nicht mitmachen.

Wenn es aber mal dazu kommt, wird es vermutlich eine Übergangsregelung geben.

wird eine höhere Abgeltungssteuer eingeführt.

In dem Artikel wird gar nicht von einer höheren Abgeltungsteuer gesprochen, sondern von einem Ende der Abgeltungsteuer von 25 % und von einer höheren Steuer auf Kapitalerträge. Dies ist mehrdeutig und kann beide Optionen beinhalten: höherer Abgeltungsteuersatz als auch Entfall der Abgeltungsteuer und stattdessen persönlicher (Grenz)Steuersatz.

Im Zuge der "Vereinfachung" wird es dann vielleicht eher auf die zweite Option hinauslaufen. Einzelheiten sind ohnehin noch zu klären.


Effektive Stücke gibt  es heute praktisch nicht mehr und daher hat der Gesetzgeber keine Regelungen getroffen, falls Du Aktien geraucht, getrunken oder gekaut hast.

Die Konstruktion der Abgeltungssteuer ist derzeit ein Tarif der Einkommensteuer, d.h. in dieser Form wird in jedem Veranlagungsjahr die jeweils gültige Besteuerung angewandt. Sollte also eine Erhöhung der Abgeltungssteuer von 25% auf z.B. 27% erfolgen oder jemand auf die Idee kommen, den gewöhnlichen Einkommensteuersatz anzuwenden, wäre dies in Deinem Beispiel für alle Verkäufe in den Veranlagungsjahren ab 2017 relevant.

Allerdings weiß niemand, wie denn wirklich eine solche Steuergesetzgebung auch mildere Übergangsregelungen, die Berücksichtigung von Altbeständen, die besondere Behandlung von Sparplänen für die Altersvorsorge etc. mit sich bringen wird.

Es gibt derzeit ja auch noch Versicherungsprivilegien, die bei einer deutlichen Erhöhung der Besteuerung von Kapitalerträgen vor allem vermögende Anleger in alternative Mantelstrukturen investieren lassen werden, da die Besteuerung dort deutlich besser ist. Mit anderen Worten: diejenigen, von denen man sich einen hohen Steueranteil erhofft (z.B. bei Abgeltungssteuer oder Finanztransaktionssteuer) finden sehr einfache Wege, das Problem zu umgehen. Es bleiben harmlose Privatanleger, deren Kapitalerträge unter Doppel- und Dreifachbesteuerung leiden werden.

Verrechnung von Verlusten bei Verkauf eines Zertifikats mit Freistellungsauftrag und Gewinnen

Hallo,

ich habe am 03.09.2008 ein Zertifikat gekauft. Es fällt damit schon in den Bereich der Abgeltungssteuer. Aktuell steht das Papier ca. 1300€ im Minus. Ich werde im Jahr 2012 Aktien (Ablauf der Sperrfrist) mit einem Gewinn von ca. 800€ verkaufen. Zudem wird eine Anleihe mit einem Kursgewinn von ca. 500€ fällig. Ich bin Student und werde im Jahr 2012 (nahezu) kein zu versteuerndes Einkommen haben.

Wie würden nun die Verluste bei Verkauf des Zertifikats mit den beiden anderen Gewinnen verrechnet? Werden die Gewinne zunächst den Sparerfreibetrag belasten oder mit den Verlusten ausgeglichen? Macht es dabei einen Unterschied, ob zuerst die Gewinne oder zuerst die Verluste realisiert werden?

Da ich ohne Einkommen die Steuern am Jahresende sowieso wieder zurückbekommen würde, wäre es doch am besten, die Verluste aus dem Zertifikat würden nicht ausgeglichen - so könnte ich sie in späteren Jahren (wo ich wirklich Steuern zahlen muss) nutzen.

Wäre es klüger, das Zertifikat bis zum Berufseinstieg zu halten und dann erst die Verluste zu realisieren (die Schwankungen des Wertpapiers sollen dabei außer Acht gelassen werden)? Oder macht es Sinn, das Zertifikat in einem anderen Depot zu verkaufen, damit die Verluste getrennt sind und ich mir am Jahresende von der Bank eine Verlustbescheinigung geben lassen kann, die ich beim Finanzamt einreichen kann um mir die Verluste für die nächsten Jahre zu sichern?

vielen Dank für Eure Hilfe Thomas

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Problem wertlos ausgebuchte Aktien - steuerliche Geltungsmachung des Verlustes

Nach dem Prinzip der 25%igen Abgeltungssteuer bei Verkäufen ging ich selbstverständlich davon aus, dass Wertpapierw, die auf Null laufen und irgendwann ausgebucht werden mit einem Vollverlust in sen Abgeltungstopf gelangen und somit mit Gewinnen verrexhnet werden können. Das war mir vollkommen selbstverständlicj und auch vollkommen logisch und steuergerecht. Dem ist es aber anscheinend nicht so, den der Fiskus verlangt anscheinend einen Verkauf auch wenn dieser nur 1 Cent beträgt. Das kann doch nur eine hinterlistige Abzocke für "Nichtsteuerberater" der Anlegerschaft sein - oder? Wer hat eventuell Erfahrung, wie man diese skandalöse Ungerechtigkeit im Nachhinein noxh ausbügeln kann, indem man z.B. die ausgebuchten Stücke irgendjemand für ein paar Cent verkauft oder einem anderen übertägt. In diesen Fällen wäre dem Gesetzgeber Genüge getan und man würde damit u.U. Tausende von Euros vor den nimmersatten Fiskus retten, der anscheinend damit spekuliert, dass Anleger das garnicht spitz bekommen und somit 1000te von Euros verschenken. Eigentlich müsste es eine Selbstverständlichkeit bei den Banken sein, dem gebeutelten Anleger (100% Verlust eines Invset), automatisch den Posten für einen symbolischen Centbetrag abzukaufen und den Verlust in den Verlustverrechnungstopf einzubuchen, anstatt die Posten stillschweigend auszubuchen und der Kunde verliert dadurch unbemerkt u.U. viele 1000 Euro an Steuerverrechnungsmöglichkeit!

Wer kann mir da weiterhelfen oder Tips geben, um nicht in diesen Steuerskandal zu tappen, allerdings erst im Nachhinein, da ich erst heute von dieser absurten Sache erfahren habe?

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