Muss man Betriebswirtschaft studiert haben um freiberuflich arbeiten zu können?

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5 Antworten

Muss man Betriebswirtschaft studiert haben um freiberuflich arbeiten zu können?

Nein. Ich kenne viele Steuerberater, die waren früher mal Koch, Werkzeugmacher oder Bergmann. Es genügt, wenn man - beispielsweise um Steuerberater zu werden - die Zulassungsbedingungen erfüllt und das Examen besteht.

Hier stehen die Zulassungsbedingungen, schau dir besonders Ansatz 2 an: http://www.buzer.de/gesetz/1665/a23736.htm

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es gibt einige freie Berufe, die ohne Studium ausgeübt werden können. Die Abgrenzung oft mehr mit der Tätigkeit als mit der Ausbildung zu tun.

Auch Informatiker, BWLer & Co müssen ein Gewerbe anmelden, wenn die Tätigkeit es erfordert.

Bei der beratenden Tätigkeit für den Handel vermute ich eine gewerbliche Tätigkeit. Lies mal hier zur Abgrenzung:

http://www.saarland.ihk.de/ihk-saarland/Integrale?SID=CRAWLER&MODULE=Frontend.Media&ACTION=ViewMediaObject&Media.PK=1271&Media.Object.ObjectType=full

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Freiberufliche Tätigkeiten setzen fast immer ein Hochschulstudium voraus, aber nur fast.

Nur weil man aber irgendwas studiert hat, wird man nicht automatisch Freiberufler. Es kommt darauf an, welche Tätigkeit letztlich ausgeübt wird.

Wenn ich Bauingeneurswesen studiere und anschließend einen Dachdeckerbetrieb aufmache, dann bin ich trotzdem Gewerbetreibender.

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Wikipedia sagt dazu:

Zitat:

Als Freiberuf oder freier Beruf werden – im deutschen Recht – Tätigkeiten bezeichnet, die nicht der Gewerbeordnung unterliegen. Sie betreffen nach § 18 EStG und § 1 PartGG selbständig ausgeübte wissenschaftliche, künstlerische, schriftstellerische, unterrichtende oder erzieherische Tätigkeiten.

Beispiele sind: Ingenieur, Arzt, Jurist und Steuerberater. Die freien Berufe haben im Allgemeinen auf der Grundlage besonderer beruflicher Qualifikation oder schöpferischer Begabung die persönliche, eigenverantwortliche und fachlich unabhängige Erbringung von Dienstleistungen höherer Art im Interesse der Auftraggeber und der Allgemeinheit zum Inhalt (§ 1 Abs. 2 PartGG). Menschen, die freie Berufe ausüben, werden auch als Freiberufler (im Gegensatz zum Gewerbetreibenden) bezeichnet.

Die Personen, die in einem Unternehmen die für die Einordnung dieses Unternehmens als freier Beruf notwendige Qualifikation besitzen, werden als Berufsträger bezeichnet.

Zitatende.

Das Steuergesetz kennt den § 18 Einkommensteuergesetz und zählt hier diverse sog. Katalogberufe auf.

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Kommentar von GAFIB
18.10.2013, 20:48

Ein Hochschulabschluss in BWL ermöglicht es durchaus, als Freiberufler tätig zu werden.

Die Art der Tätigkeit muss aber einen klaren Beratungsbezug haben. "Beratende Betriebswirte" sind im Katalog enthalten.

Letztlich entscheidet aber das Finanzamt, ob es den freiberuflichen Status aufgrund der Tätigkeitsbeschreibung akzeptiert.

2

Ich habe schon etliche "Unternehmensberater" erlebt die ihre Karriere als Gastwirt begonnen haben und kann mir nicht gerade vorstellen, dass die irgendwas studiert haben und wenn die einen Doktor haben, dann hieß der Doktorvater Konsul Weyer.

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