Muß man bei sehr geringem Einkommen auch 25 Prozent Abgeltungssteuer bezahlen?

2 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Unter 8.130 EUR plus 801 EUR zahlst Du keine Einkommensteuer, also auch keine Abgeltungssteuer.

Liegt Dein Grenzsteuersatz unter 25%, so kannst Du per Günstigerprüfung anstelle der 25% Abgeltungssteuer diesen günstigern Satz veranlagen lassen.

Mit anderen Worten: wer wenig verdient (z.B. Kinder), kann recht hohe Kapitalerträge steuerfrei einstreichen. Wer weniger als 25% Grenzsteuersatz hat, zahlt geringere Steuersätze.

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zahlst Du keine Einkommensteuer, also auch keine Abgeltungssteuer.

Nein, so nicht. Natürlich zahlt man zunächst Abgeltungsteuer, solange der Bank keine Nichtveranlagungsbescheinigung vorgelegt oder Freistellungsauftrag erteilt wurde. Die gezahlte Abgeltungsteuer kann nur durch Abgabe einer Einkommensteuererklärung mit der vollständig ausgefüllten Anlage KAP und der Beantragung der Günstigerprüfung durch das Eintragen einer 1 in Zeile 4 in Anlage KAP im Folgejahr zurückgefordert werden.

Solange das zu versteuernde Gesamteinkommen unter ca. € 15.400 bei Ledigen (das Doppelte bei Zusammenveranlagten) liegt, lohnt sich die Beantragung der Günstigerprüfung, da dann der persönliche Grenzsteuersatz noch unter 25 % liegt. Das Finanzamt rechnet bei einer 1 aus, ob die Abgeltungsteuer vollständige, teilweise oder gar nicht zurückgezahlt wird.

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@LittleArrow

Das genau ist der Punkt: Nichtveranlagungsbescheinigung

Wenn die Einkünfte absehbar niedrig sind, sollte man das beantragen.

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Wenn Du zu dem Personenkreis gehörst, dem eine Nichtveranlagungsbescheinigung vom Finanzamt ausgestellt wird, dann wird in der Regel auch keine Abgeltungssteuer einbehalten. Ansonsten kannst Du nur einen Freistellungsauftrag stellen, dann erhälst Du bis 803 € Deine Kapitalerträge ohne Abgeltungssteuer. siind die erträge höher, dann hilft Dir nur der Weg über die Einkommensteuererklärung und die dabei zu beantragende Günstigerprüfung.

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