Muss man bei private Krankenversicherung Genehmigung für jede Behandlung einholen?

2 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Jedesmal vorher fragen ist sicherlich ein etwas übertriebener Aufwand. Aber das Risiko, auf Kosten sitzen zu bleiben, trägst leider Du.

Achte generell darauf, daß der Arzt nach GOÄ bzw. GOZ abrechnet, den 2,3-fachen Satz nicht ohne Begründung überschreitet und triff keine zusätzlichen Vereinbarungen über Pauschal-Honorare. Dann kann wenig schief gehen.

Bei Gelegenheit lies mal Deine Versicherungsbedingungen (aber bitte gründlich) und bei größeren Projekten ( z.B. Zahnersatz oder geplante Krankenhausaufenthalté) kannst Du Dir vorher eine Kostenübernahme holen. Für jeden Furz lohnt es nicht.

Die PKV Tarife leisten aber alle innerhalb der jeweiligen GO/GOZ bis 3,5 fachen Satz. Problematisch wird es z.B: bei Heil-/Hilfsmitteln und im Zahnbereich. Die Bedingungen durchlesen hilft eigentlich nicht. Bsp.: Besondere Bedingungen: Erstattung von 100% Heilpraktikerleistungen.

Mehr steht dort nicht ! In der Praxis bedeutet dies folgendes: 100% nach den Besonderen Bedingungen unter Berücksichtigung §2 AVB. Dieser § sagt aus das ein schulmedizinischer Nachweis erbracht werden muss. Dieser ist bei Heilpraktikerleistungen regelmässig nicht möglich.

Besser wäre die Erstattung nach GO für Heilpraktiker oder nach Hufelandverzeichnis.

Dies nur einmal ein Beispiel.

Schlimmer wird es wenn es um Hilfsmittel / Heilmittel, deren Definition, Vorschriften zur Bezugart, deren Ausführung oder evtl. sogar Auflistung bestimmter Geräte geht.

Kannst du als Laie heraufinden ob das Weglassen von Merkmalen autom. bedeutet das du keine Leistung erhältst. Bitte beurteile dementsprechend Körperersatzstücke usw. usw. ;-)

Mit anderen Worten: Das Lesen der Bedingungen bringt nichts. Eine Beratung vorab wäre nötig gewesen, sollte nachgeholt werden.

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Für Krankenhausaufenthalte benötige ich keine Deckungszusage. Einige Versicherer jedoch verlangen eine zeitnahme Meldung des Aufenthalts. Wer keine Wahlleistungen versichert hat, hat das in der Regel auf der Versichertenkarte vermerkt. Unterschreiben das solche Leistungen abgerechnet werden dürfen würde ich nicht.

Im Krankenhaus sollte bzgl. der Kostenübernahme lediglich angefragt werden wenn es um bereits erwähnte Heil-/Hilfsmittel geht oder z.B. eine Krebstherapie angewandt werden könnte die in der Schweiz erfolgreich ist, hier aber noch im Zulassungsverfahren und damit nicht in der GO steckt. Hier leisten dann nämlich nur Tarife die über die GO leisten oder zumindest eine Anlehnung mit erhöhten Sätzen ermöglichen.

Übrigens die Fälle wo man als GKV Versicherter schon einmal auf 50.000 Euro und mehr sitzen bleiben kann oder das Glück hat in eine Studie zu kommen ;-)

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Für jede Behandlung mit Sicherheit nicht es gibt aber Behandlungsfälle die der vorherigen Absprache bedürfen z. Bsp. teure Zahn und Kieferbehandlungen, Kosmetische Operationen usw..

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