Muss man bei normaler enterbung und annahme am pflichtanteil die beerdigungsumkosten mit bezahlen?

2 Antworten

Selbstverständlich sind vom Erbe auch Kosten für die Bestattung zu begleichen. Zur Bestattung gehören auch die Grabkosten für 20 oder 25 Jahre ... je nach Friedhofsordnung.

Vor Ausschüttung des Erbes sind also erst einmal alle Verbindlichkeiten zu begleichen.

Um die Grabpflege kannst Du Dich selbst kümmern.

Ansonsten ist die Person, welche die Grabrechte innehat, auch für die Pflege während der GrabLaufzeit zuständig.

Das kommt darauf an: Als Pflichtteilsbrechtigter steht einem der zu seinem Erbecht hälftige Anspruch in Geld zu. Der bemisst sich allerdings am Reinnachlass, also nach Abzug der Beerdigungskosten vom Nachlassvermögen.

Nur wenn das Vermögen des Erblassers nicht ausreicht, eine angemessene Bestattung einschl. Nutzungsgebühr einer Wahlgrabstätte, Beerdigungsfeier und Kosten der Grabpflege zu bezahlen, ist man als Ehegatte oder Kind trotz Enterbung zur anteiligen Kostentragung onberhalb seines eigenen Unterhalts-Selbstbehalts verpflichtet.

Meint: Man darf dich enterben und dir kein Vermögen für deinen Pflichtteilsanspruch hinterlassen und wird trotzdem ggf. auch mit deiner finanziellen Unterstützung anständig unter die Erde gebracht, ja, das ist so aus Rechtsgrund Totenfürsorgepflicht.

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