Muß man bei Betrieb einer Photovoltaikanlage eine Gewerbe anmelden?

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Was die Gewerbeanmeldung angeht, so gehen die Ansichten auseinander. Ich sage JA, denn es ist ja nun mal ein Gewerbe, Tina34 und hildefeuer sagen NEIN, denn die meisten Kommunen verzichten mittlerweile auf die Anmeldung. Und da es in dieser Kombination so aussieht, als hätten alle irgendwie recht, so ist den Großeltern nur zu raten, sich im örtlichen Gewerbeamt zu erkundigen.

Allerdings hat eine Gewerbeanmeldung ja nun überhaupt gar nichts mit Steuern zu tun, das Finanzamt interessiert sich nun mal nicht dafür, ob jemand, der Steuern zahlen muss, sich bei irgendeinem anderen Amt gemeldet hat oder nicht.

Steuerlich sind nun auch wieder verschiedene unterschiedliche Rechtsgebiete zu beachten. Umsatzsteuerlich werden deine Großeltern zu Unternehmern. Zwar unterliegen sie wahrscheinlich der Kleinunternehmerregelung, allerdings ist es sicherlich günstiger, auf die Folgen der KU zu verzichten (siehe dazu mein Tip, der allerdings unter Tipps (mit 2 P) abgelegt ist - ich wollte aber dennoch einen Tip geben und keinen Tipp).

Ertragsteuerlich handelt es sich um gewerbliche Einkünfte. Da hier die degressive Abschreibung neben der Sonderabschreibung möglich ist, sollte hier ein Steuerberater aufgesucht werden. Der kostet weit weniger als die Ausschöpfung der steuerlichen Möglichkeiten einbringt. Ich selbst habe erst kürzlich ein PVA-Mandat eines Rentners bearbeitet und eine hohe 4stellige Steuerrückzahlung erwirkt.

NUr wenn Opa die Mehrwertsteuer zurück haben will ist ein Gewerbeschein nötig. Dann fällt vierteljähliche Umsatzsteuer an und die kann in zwanzig Vertragsjahren mit dem Stromabnehmer schnell mehr sein als die MWST. sozusagen wird die MWST gestundet und als Gewerbesteuer wieder eingezogen. ME lohnt sich das nur wenn mann eine Grössere Anlage betreiben will oder daneben nach andere Geschäfte mit Einkommen zu laufen hat. Noch ist es steuerfrei den erzeugten Strom selbst zu nutzen und nur im Netz zwischenzuparken. Je nach Tarif sind das steuerfreie 20cent /Kwst. Ich bekomme noch aus alten Zeiten 56cent /KWst und musste Gewerbe anmelden, weil die Solarfläche auf einem Mietdach steht. Nur so konnte ich den Mietpreis steuerlch geltend machen. Allerdingst wissen die vom Finanzamt jetzt dass ich als Volleinspeiser für noch 12 Jahre ein regelmässiges einkommen aus solarstrom habe. Je weniger Der Staat von Dir weiss um so besser ist das für die Zukunft. Die werden uns alles wegsteuern, was über einer gewissen Schamgrenze liegt, nixhaben ist daher die devise und trotzdem gut leben.

Hier weiß man gar nicht, wo man mit der Richtigstellung anfangen soll.

Was bitte hat die Meldung bei irgendeinem Amt denn mit der Umsatzsteuer zu tun? Ich selber wickle seit JAHREN meine komplette Umsatzsteuer ab, ohne jemals eine Gewerbeanmeldung abgegeben zu haben. Auch eine Meldung beim Hygieneamt, beim Bauamt oder beim Schulamt habe ich bisher unterlassen.

Die Umsatzsteuervoranmeldung wird zu Anfang monatlich abgegeben.

Die Umsatzsteuer wird nicht als Gewerbesteuer "eingezogen". Ebensowenig wird an ein Motorrad ein Lenkrad angebaut, obwohl es sich bei beiden um Kraftfahrzeuge handelt. Ich verstehe nicht, wieso man zwischen blau und türkis unterscheiden kann, nicht aber zwischen Umsatz und Gewerbe.

Das mit den 20 Jahren hab ich nicht mal kapiert.

Umsatzsteuerrechtlich und auch ertragsteuerrechtlich wird der komplette Strom eingespeist und erst hinterher als Privatverbraucher wieder entnommen. Hierzu gibt es ein gutes BMF-Schreiben.

Die 56 Cent oder was auch immer sind seit Jahren nicht mehr aktuell. Hier kann man nur auf § 33 EEG verweisen.

Und der Rest ist Polemik, nichts weiter.

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@EnnoBecker

Wieso kann man eigentlich für Kommentare keinen DH geben!? Mal so als Anregung...

@EnnoBecker: DH²

@Hui Buhhhh (Schloßgespenst aus den frühen Siebzigern)

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@mig112

Wieso kann man eigentlich für Kommentare keinen DH geben!? Mal so als Anregung...

Volle Unterstützung!

DH

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@Mandrake

Und wenn man denn schon mal beim ändern/verbessern sein sollte (große Fragezeichen!), dann könnte man in diesem Arbeitsgang doch auch gleich die alte Zeitbezeichnung bei den Beiträgen/Kommentaren wieder einführen.

Ich finde es sehr unübersichtlich, wenn man liest, dass Jemand vor 17 Stunden etwas geschrieben hat. Früher war immer Datum und ggf. Uhrzeit zu lesen! Das fand ich informativer!

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@Mandrake

"Vor 435 Stunden mag zwar genauer sein, denn nicht alle Menschen leben ja in derselben Zeitzone. Aber die Angabe Datum/Uhrzeit - wobei Uhrzeit ruhig die des Serverstandortes sein darf - fände auch ich informativer.

Insbesondere bei Zitaten finde ich es geschickter, wenn da steht " Mandrake am 1. Oktober 2011 um 13:05" als wenn ich jetzt nur so zitieren kann: Was "Mandrake vor einer Stunde" schrieb....

Dass die vergangene Stunde nicht ewig ist klar. Man müsste also die Stunde zu der Angabe meines eigenen Kommentars addieren.

Kann es sein, dass das ein wenig OT wird....?

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Erst mal nicht, da man ja nicht am Markt offen auftritt. Man kann den Strom ja nur ein den örtlichen Strom-Lieferanten verkaufen.

Allerdings sollte man sich steuerlichen Rat holen, da man evt. Umsatz steuerpflichtig wird. evt. kann man die Kleinunternehmer Regelung beanspruchen (Umsatz kleiner 17500€) und braucht keine Vorauszahlung leisten. Viel komplizierter allerdings ist die Frage der Abschreibung. Bei PV-Anlagen via Finanzierung erwirtschaftet man in den ersten Jahren keinen Gewinn, hat Verluste, die als Steuervorteil wirken, falls man Steuern zahlt. Das macht bei Rentnern keinen Sinn. Am besten finanzieren via Kredit/Bausparmodell bei Sparkasse oder Voba (nicht KFW), linear abschreiben. Überlegen ob man gleich auf Eigenverbrauch geht, da man mit der Sonderabschreibung eh nix anfangen kann..... der Verlust würde nur größer. Beim Eigenverbrauch Modell fallen allerdings MWST auf den Eigenverbrauch an, wenn man Kleinunternehmer ist, dann nicht.

Rückwirkend Gewerbe anmlden und steuern bezahlen?

Hallo,

ich bin seid zwei Jahren selbstständig tätig. Um genau zu sein habe ich einen Kanal auf youtube. Am anfang hatte ich nicht viel verdient. Ich denke ich war im Jahr 2016 unter der 8.000 marke. In 2017 war es dann aber um einiges mehr und ich müsste auf jeden Fall ordentlich steuern nachzahlen. Momentan verdiene ich noch mal ein wenig mehr als 2017 und mache monatlich schätzungsweise 4-6 tausend im Monat. Nun habe ich aus eigener Dummheit, das ist mir bewusst und auch nicht die Frage hier, während der Zeit weder ein Gewerbe angemeldet noch Steuern bezahlt was ich dann jetzt machen möchte. Ich hatte bisher keine Mahunung gehabt oder dergleichen insofern hoffe ich dass das nicht als Steuerhinterziehung gilt wenn ich nun selbstständig alles anmelde. Ich denke aber, dass da ordentliche Strafen auf mich zukommen werden. Kann jemand abschätzen in welcher Höhe sie liegen werden?
Die Steuernachzahlug selbst dürfte kein Problem sein da ich während dieser Zeit genügend Geld zurücklegte um Steuern bezahlen zu können. Ich fürchte mich nur, dass die Strafe vielleicht sehr hoch wird? Und wie mache ich das, erstmal Gewerbe anmelden oder welche andren Schritte?
Auch würde ich gerne issen wie viel zeit der Prozess in anspruch nehmen wird. Ich müsste eine neue Wohung mieten mit einem Studioraum da es hier zu eng wird und ich würde es gerne bald machen, bevor ich das alles jedoch abgewickelt habe und meine Bescheinigungen vom Steuerbreater etc. have denke ich nicht, dass mir irgendjemand eine Wohnfläche vermieten wird.

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