Muss man als Angehöriger auch für Bestattung aufkommen, wenn man das Erbe ausschlägt?

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5 Antworten

Es kann sein, dass ein Angehöriger, der das Erbe ausgeschlagen hat, trotzdem für die Beerdigungskosten aufzukommen hat.

Die Hinterbliebenen haben für die Bestattung zu sorgen und dementsprechend auch die Kosten zu tragen, egal ob sie das Erbe ausgeschlagen haben oder nicht und ob sie eine persönliche Beziehung zu dem Verstorbenen hatten.

Die Reihenfolge der Angehörigen ist geregelt. Zunächst hat der Ehegatte für die Bestattung zu sorgen. Wenn dieser nicht vorhanden ist oder die Kosten nicht übernehmen kann, die leiblichen Kinder, gefolgt von den Eltern, den Geschwistern, die Großeltern und abschließend die Enkelkinder.

Ja, es gibt die Verpflichtung, sie entspricht auch der Pflicht ggf. für den Vater, oder die Mutter zu sorgen, wenn sie in Not sind.

aber wenn man selbst nicht viel Geld hat, dann entfällt es natürlich auch.

Sofern die Beerdigungskosten nicht aus dem Nachlass oder von den Erben zu bezahlen wären und du oberhalb deines Freibetrages unterhaltsfähig wärst, schuldest du gemeinsam mit anderen Angehörigen dennoch die Kosten einer angemessenen Bestattung.

Nur unbillige Härte (Mißbrauch, Kindesunterhaltsverweigerung) zeichnet dich davon frei; auf ein "gutes Verhältnis" zum Verstrobenen kommt es nicht an :-O

Geregelt ist das im Bestattungsgesetz des Bundeslandes und § 1615 BGB.

G imager761

Kinder sind dem Vater ggü. grundsätzlich unterhaltspflichtig und damit unabhängig vom Erbe zur Tragung der Bestattungskosten verpflichtet:

http://dejure.org/gesetze/BGB/1615.html

Davon befreit ist der Abkömmling nur dann, wenn er aufgrund seiner Einkünfte nicht unterhaltspflichtig wäre.

Wer bitte soll für die Bestattung aufkommen wenn nicht die Angehörigen ? Es kann ja wohl kaum angehen das dafür der Steuerzahler aufkommen muss.

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