Muss ich zahlen? Download, Filesharing, Abmahnung

...komplette Frage anzeigen

5 Antworten

Wie einer meiner Vorredner schon schrieb,greift die 155€-Deckelung nicht bei Altfällen. Und selbst wenn sie für Altfälle gelten würden, wären wir nicht in einem von der Contentindustrie mitregierten Land. Denn der Gesetzgeber hat natürlich wieder eine Lücke in die Deckelung eingebaut,wonach die Rechteinhaber selbst entscheiden können,ob sie greift oder nicht. Dadurch wird die ganze Sache von vornherein als sinnlos ausgehebelt,da kein Rechteinhaber freiwillig auf Kohle verzichten wird.

In Sachen Verjährung teilen sich die Meinungen,ob nun 3 Jahre Verjährungsfrist gelten oder 10 Jahre,wie die Abmahner meinen. So hat das Amtsgericht Frankfurt/M. erst wieder Ende Oktober entschieden (Az. 32 C 2305/14) ,daß hier die 3 Jahre gelten,da für eine 10jährige Verjährungsfrist tatsächlich etwas erlangt sein müsse. Heißt praktisch: Wenn der Abgemahnte durch seine Tat eine Lizenzgebühr gespart hat, würden tatsächlich 10 Jahre Verjährungsfrist gelten. Da es eine solche Lizenzgebühr aber für die Verteilung via Filesharing nicht gibt, wurde auch nichts gespart,weswegen hier auch nur die normale 3jährige Verjährungsfrist gilt. Wann die Verjährungsfrist in deinem Fall begonnen hat, kann man ohne Akteneinsicht nicht genau sagen,da die eigentliche Tat und die Abmahnung in unterschiedlichen Jahren lagen. Rechtlich gesehen beginnt sie mit dem Ende des Jahres, in dem der Geschädigte Kenntnis von der Rechtsverletzung erlangt. Das ist aber noch nicht der Tatzeitpunkt,sondern der Zeitpunkt,an dem er vom jeweiligen Provider den Klarnamen des Anschlußinhabers bekommen hat. Heißt im Klartext: Hat der Abmahner deinen Namen noch 2010 bekommen, wäre die Sache folglich schon verjährt. Hat er ihn erst 2011 bekommen,verjährt die Sache erst Ende 2014.

Was mir momentan ein wenig zu denken gibt: Was meinst du mit "Der Anwalt hat einen Deal mit 500€ bestätigt."...hast du etwa mit dem um die geforderte Summe gefeilscht ? In dem Fall siehts wirklich schlecht für dich aus,da derartige Verhandlungen die Verjährung hemmen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Die neue Rechtslage gilt erst einmal nicht für Altfälle. Hierzu gibt es ein Urteil aus München. Aber die Rechtslage ist unklar und Du müsstest das nun durchprozessieren (lassen).

Durch die Unterlassungserklärung hast Du den Verstoß nun einmal anerkannt. Deswegen würde ich zähneknirschend diese 500.- bezahlen. Je nach Sachverhalt bist Du damit möglicherweise gut weggekommen und der Anwalt hat einen guten Job gemacht.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Geht das mit rechten Dingen zu?

Könnte verjährt sein, wenn der Anspruch in 2010 entstand.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von mig112
18.11.2014, 08:48

Tz tz tz.... nicht wenn sein Anwalt einen Vergleich geschlossen hat...!!!

2

Leider sind viele Richter da sehr streng. Vor allem in Bayern führt fast jede Verhandlung wegen Onlinestream zur Verurteilung. Wenn Sie nicht aus Bayern kommen, würde ich noch darüber nachdenken, einen anderen Anwalt zu kontaktieren. Wenn an dem Fall etwas dran ist, sieht die Sache mit von 1800 auf 500 ja nicht besonders schlecht aus... Man kann sich ja auch auf Ratenzahlung einigen. Sprechen Sie mit Ihrem Anwalt.

Es mag sein, dass da nicht mit "rechten Dingen" zugeht, aber dann ist das nicht der einzige Anwalt, der es so macht :)

...

Alles ist möglich...

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von gammoncrack
17.11.2014, 23:20

Könnte gut sein, dass Dir jetzt die Ohren abgeschnitten werden...

2
Kommentar von ffsupport
21.11.2014, 11:24

Liebe Mitglieder,

auch hier wurden unsachliche Kommentare entfernt.

Freundliche Grüße

Jürgen vom finanzfrage.net Support

0

Ja, du musst zahlen!

Eben weil dein Anwalt einen Vergleich geschlossen hat.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?