Muss ich unter diesen Bedingungen eine Steuererklärung machen?

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3 Antworten

Meines Wissens liegt die Übungsleiterpauschale bei 2400,- € p.a. Da liegst du drüber daher würde ich tendenziell davon ausgehen, dass eine EStE zwingend anzufertigen ist.

Gaenseliesel 14.12.2014, 14:16

Ja, sehe ich auch so ! K.

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Gaenseliesel 14.12.2014, 14:21
@Gaenseliesel

ups.... ergänzend- der Minijob spielt hier keine Rolle mehr, weil pauschal versteuert aber der jährl. Pauschbetrag als Übungsleiter ist überschritten.

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wfwbinder 14.12.2014, 17:22

DH, die Tendenz ist richtig.

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Wie wäre es, wenn wir ganz ohne Rätsel raten das Gesetz befragen?

§ 46 Abs. 2 Nr. 1 EStG:

wenn die positive Summe der einkommensteuerpflichtigen Einkünfte, die nicht dem Steuerabzug vom Arbeitslohn zu unterwerfen waren, vermindert um die darauf entfallenden Beträge nach § 13 Absatz 3 und § 24a, oder die positive Summe der Einkünfte und Leistungen, die dem Progressionsvorbehalt unterliegen, jeweils mehr als 410 Euro beträgt;

Deine Einkünfte als Übungsleiter 350,- im Schnitt, = 4.200,- - 2.400,- Übungsleiterpauschale = 1.800,-. Frage sind 1.800,- mehr als 410,-?

Ja, also gemäß dieser Vorschrift zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung verpflichtet.

Gaenseliesel 14.12.2014, 20:16

DH ! :-)) du hast es auf den steuerrechtlich, gesetzlichen Punkt gebracht ! wfwbinder, du hast scheinbar mehr Zeit dies alles auseinander zu klabüsern ;-)))) K.

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EnnoBecker 15.12.2014, 09:06

Nur eine Anmerkung dazu:

wenn die positive Summe der einkommensteuerpflichtigen Einkünfte

Aus den 350,00 Euro pro Monat lässt sich noch nicht auf Einkünfte in Höhe von 4.200,00 Euro schließen, und das aus zwei Gründen:

Zum einen ist es denkbar, dass hier weitere Betriebsausgaben oder Werbungskosten anfallen, die nach § 3 Nr. 26 Satz 2 EStG abzuziehen wären.

Zum anderen lautet die Formulierung "wenn die positive Summe der einkommensteuerpflichtigen Einkünfte". Sie lautet nicht "wenn die Summe der positiven einkommensteuerpflichtigen Einkünfte". Es können daher noch andere (negative) Einkünfte vorliegen.

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wfwbinder 15.12.2014, 10:18
@EnnoBecker

Danke für den Hinweis, aber es lagen keine weiteren Indizien im Sachverhalt, die auf negative Einkünfte schließen ließen.

Und 350,- im Schnitt pro Monat, na ja, muss nicht, kann aber 4.200,- sein.

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Narürlich JA:

Die 450 betrifft die Steuer überhaupt nicht.Der Betrag wird auch nicht pauschal ver- steuert, vielmehr führt der Arbeitgeber 30% aus jeweiligen Verdienst, Höchstbetrag monatlich an die Minijob Zentrale Knappschaft ab. Hier sind 2 % für Steuer enthalten.

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