Muss ich mein Geschäft bei der Einkommensteuer angeben?

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5 Antworten

Mal noch einige Verständnisfragen hinterher:

- Du hast ein Gewerbe angemeldet ? Dann ist es mir unverständlich das sich das FA bisher noch nie bei dir gemeldet hat.

-Sind die 450,00 € Deine Einnahmen, also das was du vom Kunden bekommst? Hast du überhaupt schon mal eine Rechnung an die Kunden  bzw. eine Quittung für das erhaltene Geld geschrieben?  Wenn nicht hast du wirklich 4 Jahre lang schwarz gearbeitet (und kein FA hats gemerkt)

-Was ist mit deinen Arbeitsmitteln z.B. Eimer, Besen, Putzmittel ? hast du dafür die Belege gesammelt? Denn das sind Ausgaben, die du von den einnahmen abziehen kannst. Genauso die Wegekosten zu den Putzstellen.

Und da nur der Gewinn (Einnahmen - Ausgaben) versteuert wird, gehört genau dieser Gewinn in die Einkommenssteuererklärung, und zwar in die Anlage S

Kann es sein, das du davon ausgegangen bist, das es auch bei Gewerbeanmeldung die Möglichkeit gibt, geringe Einnahmen als 450,00 €-Job zu betrachten? Wenn ja liegst du ganz falsch. Oder hast du den Job bei der Minijob-Zentrale angemeldet - was eigentlich auch nicht geht, dann hätte dich dein Auftraggeber anmelden müssen, und du wärst angestellt (geht auch in einem Privathaushalt), die 450,00 € wären steuer- und sozialabgabenfrei, und müssten auch nicht in der Est-erklärung angegeben werden. Dafür würde aber dein Auftraggeber eine Pauschale an die Minijobzentrale abführen.

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Kommentar von vulkanismus
29.04.2015, 11:31

Zu Deinem Verständnis - aus ihrem Text ist erkennbar, dass sie kein Gewerbe angemeldet hat. 

Dennoch hat sie nicht schwarz gearbeitet, sondern ihre Einkünfte versteuert. Ihr Finanzamt hat es also sehrwohl bemerkt.

Sie hat daher eine Ordnungswidrigkeit begangen.

Der Hinweis auf den Minijob ist daher überflüssig.

Der Hinweis auf die Betriebsausgaben kann nur ab 2015 gelten.

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Kommentar von cilly
29.04.2015, 11:51

Mein Gewerbe ist als Kleingewerbe angemeldet. Und zwar seit dem Tag als ich angefangen hab.

Also keine schwarz Arbeit oder sonstiges. Ich hab es bis jetzt auch immer bei der Steuer angegeben.

die Ausgaben von Putzmittel und Putzmaterial und natürlich führe ich auch eine Art Fahrtenbuch damit ich weiß wieviel km ich gefahren bin. Damit ich das abziehen kann.

Ich habe es in Anlage G geschrieben.  Dies hat mir auch mal eine Person vom Finanzamt gesagt. Gut zu wissen das es in S gehört muss ich sofort ändern. 

Ne ich bin in kleiner minijob zentrale.

ich habe mein Gewerbe ganz normal auf dem Rathaus angemeldet. 

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1. Wovon lebst Du?

2. Wenn Dein Gewinn unter 5.400,- im Jahr ist, fällt natürlich keine Einkommensteuer an, wwenn das die einzigen Einkünfte wären.

3. Da man von 450,- Euro nicht leben kann, gibt es die Möglichkeiten, verheiratet, dann gehört der Gewinn natürlich in die gemeinsame Erklärung, 

4. ALG II als Ergänzung, dann wäre trotzdem eine Einkommensteuererklärung fällig (trotz EKS für das Jobcenter), 

5. zusammenlebend ohne verheiratet zu sein, dann muss auch eine E-Ü-Rechnung und ESt Erklärung ran, weil die Differenz zu dem Abzugsbetrag nach 33 a der Partner geltend machen kann

6. Du hast uns unterschlagen, dass Du einen Hauptjob hast, dann werden die Einkünfte aus dem Gewerbe dem anderen Einkommen in der Erklärung zugeschlagen.

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Kommentar von wfwbinder
28.04.2015, 21:23

OK, dass ist die Lösung. Natürlich gehört Dein Gewinn in die gemeinsame Erklärung. Natürlich führt das zu einer Nachzahlung.

Um der nächsten Frage zuvor zu kommen, Einzelveranlagung ist garantiert schlechter, denn wenn Dein Mann nur mal ein Beispiel 30.000,- Brutto im Jahr hätte, würde der 2.540,- Euro mehr an Steuern zahlen, fast 50 % von Deinem Gewinn, während bei der gemeinsamen Veranlagung bei diesem Einkommen evtl. 1.100,- bis 1.300,- Nachzahlung für Euch rauskommen.

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Jetzt die Frage muss ich es bei der Steuer angeben?

Klar. Sind doch Einkünfte aus Gewerbebetrieb. Wenn diese steuerfrei wären, müsste ich nicht 42% zzgl. Soli von meinem Einkommen jedes Jahr abdrücken...

Du hast dein Gewerbe doch auch anmelden müssen. Eine unterlassene Gewerbeanmeldung kann ein 4-stelliges Bußgeld seitens des Ordnungsamtes zur Folge haben.

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Ich bin verheiratet und habe zwei kinder. 

Ich habe keinen Hauptberuf oder sonstige Einkommen. 

Mich hat ein Bekannter darauf angesprochen und meinte wenn ich so wenig verdiene dann brauch ich das nicht angeben. Da es ja steuerfrei wäre.  

Ich habe das Geschäft jetzt schon 3 jahre und hab es auch immer mit angegeben.  

Und der Bekannter hat mich verunsichert und im Internet hab ich nichts gefunden. Beim Finanzamt habe ich auch angerufen aber wahrscheinlich Pech gehabt. Da die Person am Telefon nicht wirklich eine Aussage gemacht hat.

und deshalb hab ich jetzt einfach mal euch gefragt.

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Kommentar von wfwbinder
28.04.2015, 21:16

Erstmal ein Tipp. Wenn Du eine Rückfrage, oder Ergänzung hast, dann bitte als Kommentar zu der Antwort.

Ich werde bei meiner Antwort ergänzen.

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Im Zweifel angeben und vielleicht schriftlich und oder telefonisch erklären was du machst usw, möglicherweise wird der Betrag zu deinem anderen Einkommen dazu gerechnet und gemeinsam besteuert.

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