Muss ich für meinem Vater in der Pflege aufkommen , wenn er ein Vermögen von über 100000 Euro hatte

6 Antworten

Wenn DEin Vater sein Vermögen durchgebracht hat, so ist das erstmal sein Problem.

Es kann aber Dein Problem werden, weil Eltern Anspruch auf Unterhalt von den Kindern haben.

Dein Bruder gewährt den wohl zur Zeit durch Naturalunterhalt (weil der Vater bei ihm lebt).

Es kann sein, dass man auf Euch zu kommt, wenn er ins Heim geht.

Eventuell habt Ihr eine Chance mit der Argumentation, dass es eine unzumutbare Härte wäre.

Ausserdem ist für den Hauskauf die Frage der Leistung und Gegenleistung zu klären. Ihr habt 130.000,- in Geld gezahlt udn das Wohnrecht. Was war denn das Haus Wert udn wie alt war Dein Vater, als ihm das Wohnrecht eingeräumt wurde?

Du solltest mal einen Anwalt für Sozialrecht befragen. Da gibt es Spezialisten, die dir weiterhelfen können. Oder Du findest was auf den Portalen zu dem Thema. Eines das ich kenne heißt http://www.Pflegehilfe.org

Hallo, eventuelle Pflegekosten Deines Vaters trägt zuerst die Pflegepflichtversicherung, dann Dein Vater selbst (= Rente), und wenn das nicht reicht, dann guckt das Sozialamt nach "anderen Quellen". Zu diesen zählen grundsätzlich und in begrenztem Umfanh auch die Kinder. Ob überhaupt und wenn ja, in welchem Umfang, hängt aber von den Umständen des Einzelfalles ab und kann hier nicht ansatzweise beantwortet werden. Rat - siehe Niklaus (Fachmann / -anwalt) !

VG,

Meine Frage, müssen wir nun als Kinder für ihn die pflegeheimkosten übernehmen, wenn er doch die möglichkeit gehabt hatte selbst für sich vorzusorgen?

Ja, wenn seine eigenen Einkünfte und Leistungen der Pflegeversicherung die Pflegekosten nicht decken und bei ihm kein Vermögen mehr vorhanden ist, müsst ihr das, sofern ihr unterhaltsfähig seit.

G imager761

Das solche Fälle individuell entschieden werden, hat man Dir schon geschrieben.

Lies Dir mal folgenden Artikel der Aktuellen Stunde des WDR durch:

http://wdrblog.de/aks/archives/2014/01/kinder_haften_f.html

Vielmehr besteht dem Grundsatz nach einen Unterhaltspflicht, die nur im Einzelfall zu verneinen wäre. IMHO ist es hier aber eben keine unzumutbare Härte für die unterhaltsverpflichteten Kinder, wenn der Bedürftige über sein Vermögen frei verfügte statt eine Pflgekostenvorsorge zu treffen.

0
@imager761

Hallo Imager, schön dass Du wieder da bist ;-))

Auch wenn es Deine unmaßgebliche/bescheidene Meinung ( IMHO ) ist, musst Du nicht unbedingt Recht haben, denn es gibt z.B. einen Fall, in dem die Tochter sich durchsetzen konnte.

2004 bekam eine erwachsene Tochter beim BGH recht.. Sie musste keinen Unterhalt für ihre Mutter zahlen, weil diese sie als Einjährige in die Obhut der Großeltern gegeben und danach kaum noch Kontakt zu ihr hatte. Die Mutter habe sich einer "schweren Verfehlung" schuldig gemacht, urteilte der BGH damals.

Was sich außer den geschilderten Problemen in der Familie des Fragestellers abspielte, liegt außerhalb unserer Kenntnis und von daher muss reiki65 entscheiden, ob er sich gegen die Unterhaltspflicht wehren kann oder nicht.

0

Was möchtest Du wissen?