Muss ich für meinem Vater in der Pflege aufkommen , wenn er ein Vermögen von über 100000 Euro hatte

...komplette Frage anzeigen

7 Antworten

Hallo, eventuelle Pflegekosten Deines Vaters trägt zuerst die Pflegepflichtversicherung, dann Dein Vater selbst (= Rente), und wenn das nicht reicht, dann guckt das Sozialamt nach "anderen Quellen". Zu diesen zählen grundsätzlich und in begrenztem Umfanh auch die Kinder. Ob überhaupt und wenn ja, in welchem Umfang, hängt aber von den Umständen des Einzelfalles ab und kann hier nicht ansatzweise beantwortet werden. Rat - siehe Niklaus (Fachmann / -anwalt) !

VG,

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Wenn DEin Vater sein Vermögen durchgebracht hat, so ist das erstmal sein Problem.

Es kann aber Dein Problem werden, weil Eltern Anspruch auf Unterhalt von den Kindern haben.

Dein Bruder gewährt den wohl zur Zeit durch Naturalunterhalt (weil der Vater bei ihm lebt).

Es kann sein, dass man auf Euch zu kommt, wenn er ins Heim geht.

Eventuell habt Ihr eine Chance mit der Argumentation, dass es eine unzumutbare Härte wäre.

Ausserdem ist für den Hauskauf die Frage der Leistung und Gegenleistung zu klären. Ihr habt 130.000,- in Geld gezahlt udn das Wohnrecht. Was war denn das Haus Wert udn wie alt war Dein Vater, als ihm das Wohnrecht eingeräumt wurde?

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Meine Frage, müssen wir nun als Kinder für ihn die pflegeheimkosten übernehmen, wenn er doch die möglichkeit gehabt hatte selbst für sich vorzusorgen?

Ja, wenn seine eigenen Einkünfte und Leistungen der Pflegeversicherung die Pflegekosten nicht decken und bei ihm kein Vermögen mehr vorhanden ist, müsst ihr das, sofern ihr unterhaltsfähig seit.

G imager761

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Schlimme Sache. die Frage ist eigentlich nicht zu beantworten, vor allem rechtssicher. Sachlich zu verstehen ist dein Standpunkt ich weiß nur nicht ob die Behörden das auch so sehen. du solltest mal einen Anwalt für Sozialrecht befragen. Da gibt es Spezialisten, die dir weiterhelfen können.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von imager761
11.08.2014, 14:54

Auch die "Spezialisten" kommen an der grds. Elternunterhaltsverpflichtung der unterhaltsfähigen Kinder nicht vorbei, sofern die Verpflichteten keine unbillige Härte geltend machen können: Sexueller Mißbrach, Kindesunterhaltverwehrung, (häusliche) Gewalt, Vernachlässigung, Mobbing, Demütigung, ...

Vermagst du diese Härtegründe - abseits eines wohlverstandenen eigenen Kosteninteresses eines Anwalts - dem Grunde nach zu erkennen, weil jemand der Fallschilderung nach durch Alkoholkonsum und ausschweifendes Leben in Thailand sein Vermögen durchbrachte, statt für die eigene Pflegebedürftiglkeit oder Altersvorsorge anzulegen?

G imager761

0

Das solche Fälle individuell entschieden werden, hat man Dir schon geschrieben.

Lies Dir mal folgenden Artikel der Aktuellen Stunde des WDR durch:

http://wdrblog.de/aks/archives/2014/01/kinder_haften_f.html

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von imager761
11.08.2014, 14:44

Vielmehr besteht dem Grundsatz nach einen Unterhaltspflicht, die nur im Einzelfall zu verneinen wäre. IMHO ist es hier aber eben keine unzumutbare Härte für die unterhaltsverpflichteten Kinder, wenn der Bedürftige über sein Vermögen frei verfügte statt eine Pflgekostenvorsorge zu treffen.

0

Du solltest mal einen Anwalt für Sozialrecht befragen. Da gibt es Spezialisten, die dir weiterhelfen können. Oder Du findest was auf den Portalen zu dem Thema. Eines das ich kenne heißt http://www.Pflegehilfe.org

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Als wenn du nicht schon genug Sorgen hättest, muss ich leider eine Frage stellen, die eine Sorge mehr erzeugt:

Haben deine Eltern deine Schenkung (bzw. dein Vater die beiden Schenlungen) denn versteuert? Der Freibetrag für Schenkungen an die Eltern beträgt in Deutschland ja nur 20.000 Euro.

Das Gute für dich: Du bist nicht für die Steuermoral deiner Eltern verantwortlich.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von EnnoBecker
11.08.2014, 10:47

Ich ziehe meine Frage zurück. Die jeweils 65.000 waren keine Schenkung. Ich hab das mit dem Hauskauf übersehen.

Also zumindest schenkungsteuerlich ist alles im grünen Bereich.

0

Was möchtest Du wissen?