Muss ich Erlöse aus einem Immobilienverkauf versteuern, wenn ich das Geld zuhause "unter der Matratze" lagere?

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6 Antworten

Hallo,

der Begriff "Spekulationssteuer" bezeichnet vereinfacht die Steuerpflicht von Einkünften aus bestimmten privaten Veräußerungsgeschäften (§ 23 EStG). Diese Einkünfte werden als sog. "Sonstige Einkünfte" der Einkommensteuer unterworfen (§ 22 Nr. 2 EStG).

Wird ein Grundstück innerhalb eines Zeitraums von 10 Jahren ab Anschaffung veräußert, so unterliegt dieser Vorgang grds. der Einkommensteuer ("Spekulationsfrist"). Zu eigenen Wohnzwecken genutzte Grundstücke sind wiederum grds. ausgenommen.

Der Anschaffungs- bzw. VeräußerungszeitpunktDie  berechnet sich anhand des Datums des jeweiligen Kauf- bzw. Verkaufsvertrags.

MfG
-Valeskix

Zu beachten ist die SpekulationsFRIST von 10 Jahren. Nach 10 Jahren Haltezeit einer Immobilie ist der Verkaufserlös steuerfrei.

Bei Gewerblichen Veräußerungen sieht das anders aus. 

Heikel bleibt das ganze dennoch. Stichwort: Geldwäsche.

Wie Kontrolliert, Dein Notar die Bezahlung des Kaufpreises? Er muss ja kontrollieren, dass Du den Kaufpreis erhalten hast. Erst dann kann er die Auflassung vollziehen.

Es geht mir nicht um die Spekulationssteuer, sondern lediglich um Einkommenssteuer.

Da kann man Dich beruhigen, es geht immer nur um die Einkommensteuer, denn die Spekulatonssteuer gibt es nicht.

Der Gewinn (nicht der Erlös) aus Immobilienverkäufen ist gem. § 23 EStG einkommensteuerpflichtig, wenn keiner der Tatbestände greift (10 Jahre haltedauer, selbst darin gewohnt) die die Einkommensteuer auf das Geschäft entfallen lassen.

Da die Kaufverträge über Immobilien immer dem Finanzamt gemeldet werden (durch den Notar) ist es völlig egal, ob Du das Geld unter der Matratze vewahrst, oder einem Konto bei der Nationalbank von Simbabwe. Die Steuer würde Dir (wenn sie anfällt) so oder so berechnet.

Petz1900 13.09.2016, 15:44

So ist es !

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„ …und solange es keine Vermögenssteuer gibt - müsste ich das Geld doch zuhause (oder in einem Safe) lagern dürfen.“ Es gibt auch keine Spekulationssteuer und Sie müssen auch nicht den Erlös sondern nur den Gewinn versteuern, Sie können also ganz gelassen bleiben. 

Wo Sie das Geld deponieren ist allein Ihre Entscheidung (und selbst wenn es im Garten vergraben würde …;-))), für das bezahlen der Einkommenssteuer unerheblich. 

Klar darfst Du das und mangels Ertrag fällt keine Einkommensteuer an.

Allerdings solltest Du auf die Stückelung achten. Der sich zunächst anbietende 500er soll ja ab 2018 von der EZB eingezogen werden. Was dann passiert weiß heute niemand. Kann sein, daß man die irgendwann gar nicht mehr bei der Hausbank einzahlen kann. Den Wert verlieren soll er aber natürlich nicht.

Zudem ist man bei Einzahlung großer Beträge immer unter Geldwäscheverdacht. Wenn es irgendwann für die Ersparnisse wieder Zinsen gibt wird das Leben also komplizierter.

LittleArrow 13.09.2016, 17:18

"Wenn es irgendwann für die Ersparnisse wieder Zinsen gibt wird das Leben also komplizierter."

Ja, wenn es dann endlich soweit ist, dann erinnert sich niemand mehr, dass es mal einen 500-Schein gab und wie der aussah:-((

Doch, zum Glück gibt es die Bundesbank und deren Pensionäre können sich dann sicherlich noch an diese Scheine erinnern. Die nächste Filiale der Bundesbank findet man unter

https://www.bundesbank.de/Navigation/DE/Bundesbank/Hauptverwaltung_und_Filialen/hauptverwaltung_und_filialen.html

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Mikkey 13.09.2016, 17:47

Vielleicht findet gobilette ja einen Käufer, der noch ein paar Pfund Tausendmarkscheine unterm Kopfkissen hat - da gibt's doch die Garantie, dass man die noch ewig umtauschen kann.

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LittleArrow 13.09.2016, 19:07
@Mikkey

Richtig und die möglichen Adressen kennst sie ja nun:-)

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Wenn du keinerlei Erträge erwirtschaftest, musst du auch keine Einkommensteuer auf Erträge zahlen.

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