Muss ich Erlöse aus einem Immobilienverkauf versteuern, wenn ich das Geld zuhause "unter der Matratze" lagere?

7 Antworten

Es geht mir nicht um die Spekulationssteuer, sondern lediglich um Einkommenssteuer.

Da kann man Dich beruhigen, es geht immer nur um die Einkommensteuer, denn die Spekulatonssteuer gibt es nicht.

Der Gewinn (nicht der Erlös) aus Immobilienverkäufen ist gem. § 23 EStG einkommensteuerpflichtig, wenn keiner der Tatbestände greift (10 Jahre haltedauer, selbst darin gewohnt) die die Einkommensteuer auf das Geschäft entfallen lassen.

Da die Kaufverträge über Immobilien immer dem Finanzamt gemeldet werden (durch den Notar) ist es völlig egal, ob Du das Geld unter der Matratze vewahrst, oder einem Konto bei der Nationalbank von Simbabwe. Die Steuer würde Dir (wenn sie anfällt) so oder so berechnet.

So ist es !

0

Hallo,

der Begriff "Spekulationssteuer" bezeichnet vereinfacht die Steuerpflicht von Einkünften aus bestimmten privaten Veräußerungsgeschäften (§ 23 EStG). Diese Einkünfte werden als sog. "Sonstige Einkünfte" der Einkommensteuer unterworfen (§ 22 Nr. 2 EStG).

Wird ein Grundstück innerhalb eines Zeitraums von 10 Jahren ab Anschaffung veräußert, so unterliegt dieser Vorgang grds. der Einkommensteuer ("Spekulationsfrist"). Zu eigenen Wohnzwecken genutzte Grundstücke sind wiederum grds. ausgenommen.

Der Anschaffungs- bzw. VeräußerungszeitpunktDie  berechnet sich anhand des Datums des jeweiligen Kauf- bzw. Verkaufsvertrags.

MfG
-Valeskix

Zu beachten ist die SpekulationsFRIST von 10 Jahren. Nach 10 Jahren Haltezeit einer Immobilie ist der Verkaufserlös steuerfrei.

Bei Gewerblichen Veräußerungen sieht das anders aus. 

Heikel bleibt das ganze dennoch. Stichwort: Geldwäsche.

Wie Kontrolliert, Dein Notar die Bezahlung des Kaufpreises? Er muss ja kontrollieren, dass Du den Kaufpreis erhalten hast. Erst dann kann er die Auflassung vollziehen.

Was möchtest Du wissen?