Muss ich Einkommensteuer-Erklärung am Erstwohnsitz oder am Lebensmittelpunkt abgeben?

2 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Du musst Deine Einkommenssteuererklärung  bei dem Finanzamt abgeben, in dessen Bezirk Du bei Abgabe der Steuererklärung wohnst (Wohnsitzfinanzamt). 

Bist Du verheiratet und nicht dauernd getrennt lebend, ist der Wohnsitz maßgebend, an dem sich die Familie vorwiegend aufhält (Familienwohnsitz).

 Es spielt dabei auch  keine Rolle, ob die Ehepartner Zusammenveranlagung oder getrennte Veranlagung wählen.

Bei Nichtverheirateten zählt der Wohnsitz, an dem sie sich vorwiegend aufhalten.  Das kann auch ein zweiter Wohnsitz sein.

Mich verwundert das Konstrukt des Fragestellers, denn Verheiratete Berufspendler sind in der Regel von der Zweitwohnungssteuer befreit. Ebenfalls besagt das Melderecht auch ganz klar, dass in diesem Fall der Hauptwohnsitz dort ist, wo die Familie lebt.

Probleme bekommt der Fragesteller höchstens dann, wenn die Wohnfläche größer ist als es das Steuerrecht in diesem Fall vorsieht.

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@Snooopy155

Ich bin nicht verheiratet. Ist aber auch keine Voraussetzung für die doppelte Haushaltsführung.

Mir ging es eigentlich nur darum, wo ich meine Erklärung abgeben muss/kann. 

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@Nyc1994

Na dann ist Deine Frage ja beantwortet ;-))

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Du hättest eh nicht verhindern können, den Arbeitsort als Erstwohnsitz anzumelden.

Zu der Frage:

Bei Nichtverheirateten zählt der Wohnsitz, an dem sie sich vorwiegend aufhalten. Das kann auch ein zweiter Wohnsitz sein.

Da man bei doppelter Haushaltsführung sich praktisch immer am Arbeitsort vorwiegend aufhält ist es also das Finanzamt am Arbeitsort.

Doppelte Haushaltsführung, Einwohnermeldeamt Hilfe bitte!?

Hallo liebe Leute ich hoffe ihr könnt mir helfen:

Ähnliche Fragen wurden dazu schon gestellt aber ich hoffe ihr könnt mir ausführlichere Antworten geben.

Kurz zu meiner Frage: Ich komme aus Berlin und wohne auch mit meiner Freundin in Berlin zusammen. Ich habe jetzt eine Stelle in Düsseldorf angenommen und mein Plan ist es unter der Woche in Düsseldorf zu arbeiten und in Berlin weiterhin die Wohnung mit meiner Freundin zu behalten.

Jetzt kommt das Thema doppelte Haushaltsführung in Spiel. Ich dachte ich behalte Berlin als Erstwohnsitz und Düsseldorf als Zweitwohnsitz, um dann Fahrten, Miete etc. steuerlich abzusetzen, da ich meinen Lebensmittelpunkt nunmal in Berlin habe, da ich in Düsseldorf wirklich nur zum arbeiten bin und dort auch niemanden kenne. Ein netter Herr von Einwohnermeldeamt sagte mir nun, dass man sich im Einwohnermeldeamt Düsseldorf meinen Arbeitsvertrag anschauen würde (ist das überhaupt rechtens?) und man dann bei einem 48 Std. Arbeitsvertrag davon ausgehen würde, dass ich über 50% der Kalendertage in DDorf verbringen würde und deshalb automatisch mein Lebensmittelpunkt in DDorf definiert werden würde und ich somit Ddorf als Hauptwohnsitz anmelden müsse.

Jetzt bin ich ehrlich gesagt ganz schön verwirrt, da ich im Internet dazu völlig unterschiedliche Aussagen gefunden habe.

  1. Was stimmt denn nun? Kann ich meinen Arbeitsort (Düsseldorf) als Zweitwohnsitz anmelden, auch wenn ich dort häufiger und nur am Wochenende zuhause (Berlin) bin? Oder ist das von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich ( da es wohl in Bayern diese Kalendertageregelung gibt).
  1. Spielt es für das Finanzamt überhaupt irgendeine Rolle, was auf meinem Perso mit Erst-und Zweitwohnsitz steht, oder definieren die das am Ende nochmal selber und das ist gerade einfach nur ein behördliches Missverständnis?

Ich hoffe Ihr könnt mir da helfen, bin echt verunsichert.

Liebe Grüße,

Niklas

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