Muss ich einen Listenhund in meiner vermieteten Wohnung dulden?

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3 Antworten

Aus:

http://www.mietrechtslexikon.de/a1lexikon2/k1/kampfhund.htm

Ein Kampfhund hat in einem Mietshaus mit mehreren Wohnungen nichts zu suchen. Der Vermieter kann den Mieter dazu auffordern, den Kampfhund innerhalb angemessener Frist zu entfernen. Kommt der Mieter dieser Aufforderung nicht nach, so ist die fristlose Kündigung des Mietvertrages gerechtfertigt. Zu beachten: Ob eine gegen den Mieter gerichtete Räumungsklage berechtigt ist, oder nur auf Unterlassung der Hundehaltung geklagt werden kann ist umstritten. Zur Vermeidung eines Kosten - u. Klagerisikos sollte in diesen Fällen daher zweckmäßigerweise auf Unterlassung der Hundehaltung geklagt werden.

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Kommentar von Ariene
05.03.2013, 17:33

Ok, aber wer entscheidet, was als Kampfhund gilt? Ist das dann, wie die Maulkorbpflicht auch vom Bundesland abhängig?

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Haftbar können Sie nicht gemacht werden, sollte etwas passieren, es ist ja nicht Ihr Hund. Ob Sie das verbieten können, kann ich mir nicht vorstellen, denn Sie hatten ja vor der Anschaffung des Tieres kein Problem damit. Das ist ja auch dem Vermieter und dem Hund gegenüber unfair, soll der nun ins Tierheim?

Welche Rassen als Listenhunde geführt werden ist im Übrigen ziemlich willkürlich, das sieht man schon daran, dass in jedem Bundesland andere Rassen aufgeführt werden. Die Tiere sind per Se auch nicht aggressiver, wenn aber was passiert, ist es gefährlicher. Um das Unwohlsein für sich selbst und die anderen Mitmieter abzubauen, wäre es aber unbedingt hilfreich, wenn Sie sich mit dem entsprechenden Vermieter darüber unterhalten und ihm vorschlagen, zu zeigen, dass der Hund nicht gefährlich ist. Dies sollte auch in seinem Interesse sein. Noch besser wäre es, wenn er ein Wesensprüfung machen lässt, dann haben alle schwarz auf weiß, dass der Hund nicht gefährlich ist (wenn dem so ist). Dies ist in einigen Ländern auch Pflicht, um solche Hunderassen ohne Maulkorb gehen zu lassen.

Dies könnten Sie sicher verordnen, wenn alle Stränge reißen: Dass der Hund außerhalb der Wohnung, auf Ihrem Grundstück einen Maulkorb tragen und angeleint sein muss. Ich würde es aber erstmal im Guten versuchen - Nicht jeder Listenhund ist gefährlich!

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Es gibt keine Kampfhunde. Es gibt nur bescheuerte Hundehalter. Die können auch aus einem harmlosen Dackel eine gefährliche Töle machen.

Schau Dir also den Hundehalter genauer an, an denen kann man die Gefährlichkeit eines Hundes leichter erkennen als an der Hunderasse. Haftbar für den Hund ist nur dessen Halter.

Schon allein wegen der Hundescheiße auf der Straße vor dem Haus und der Kläfferei würde ich die Hundehaltung in meinem Mietshaus allerdings grundsätzlich und für alle Mieter verbieten.

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Kommentar von robinek
05.03.2013, 21:54

Hat aber mit der Frage nichts zu tun! Wenn der Hundehalter bescheuert ist möchte ich beide nicht in m einer Mietwohnung!

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