Muss ich eine fehlerhafte Steuererstattung wieder versteuern?

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Die Frage, die ich mir nun stelle ist, ob in diesem Fall die Differenz bei der nächsten Steuererklärung angeben und dann versteuert werden muss?

Nein, die Frage stellt sich nicht. Einkommensteuer ist keine Einkunft und ist weder von der Bemessungsgrundlage zur EInkommensteuer abzugsfähig noch wird sie selbst versteuert.

Die Frage ist eine ganz andere.

Nämlich, wie hoch die Gefahr ist, die falsche erstattete Steuer zurückzahlen zu müssen. Dafür wäre ein korrigierter Bescheid notwendig. Um einen Bescheid korrigieren zu können, darf die Festsetzungsverjährung noch nicht eingetreten sein und dem Finanzamt muss eine Korrkturvorschrift zur Seite stehen.

Also schaut man zunächst, um welches Jahr es geht. Hier unterstelle ich mal, dass es ein jüngeres Jahr ist und dass die FV noch nicht eingetreten ist.

Dann schaut man, ob der Bescheid unter dem Vorbehalt der Nachprüfung steht (§ 164 AO - steht dann auf dem Bescheid drauf) oder ob die fehlerhafte Einzeltatsache vorläufig festgesetzt wurde (§ 165 AO - steht im Erläuterungsteil des Bescheides). Ist dies der Fall, kann das Finanzamt noch ändern.

Ist dies nicht der Fall, kommt es auf die Art des Fehlers an. Hat das Finanzamt Falschangaben einfach abgeschrieben oder sich sonst irgendwo vertippt oder verrechnet (rein mechanischer Fehler), so kommt eine Änderung nach § 29 AO in Betracht.

Wurden bewusst Falschangaben gemacht, die das Finanzamt würdigend(!) übernommen hat, ergibt sich eine Änderung nach § 173 (1) Nr. 1 AO bzw. § 172 (1) Nr. 2 Bu c) AO. Diese beiden Vorschriften kommen beispielsweise bei einer Hinterziehung zum Zuge.

Trifft das alles nicht zu, kannst du das Geld verbraten.

so kommt eine Änderung nach § 29 AO in Betracht.

129 - sorry, dicke Finger.

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Das richtet sich danach, welche Steuer es ist und welcher Zeitraum.

Als die Gewerbesteuer noch abzugsfähige Betriebsausabe war, wäre das so gewesen.

Heute ist es so, das ausser bei der Umsatzsteuer, die bei E-Ü-Rechnung ja eine Betriebsausgabe ist, die Steuern (Einkommen-, Körperschaft-, Gewerbesteuer) entweder gar keine Betriebsausgabe sind, oder aber zwar Betriebsausgabe, aber nicht abzugsfähig.

Daher ist also weder eine Steuernachzahlung (auch eine falsche) abzugsfähig, noch eine Erstattung (ggf. eine falsche) eine steuerpflichtige Einnahme.

Es richtet sich nicht nach der Steuerart, da nur ESt gefragt war.

Eine ESt-Erstattung ist keine Einkunftsart und hat somit in der nächsten ESt-Erklärung nichts zu suchen.

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joy, joy, joy hast du ein Glück gammoncrack ! Neidlose Gratulation !

Sieh diese Zuwendung als Wiedergutmachung entgangene Freuden vorjähriger Einkommenssteuererklärungen ;-)) K.

Grunsicherung - Miete zu hoch

Hallo,

ich hätte folgendes Anliegen: Meine Mutter bezieht Grundsicherung unnd wohnt seit 30 Jahren in einer Sozialwohnung, in der sie schon lange nicht mehr glücklich ist. Im Moment lebt mein Bruder noch bei ihr, wobei es nur noch eine Frage der Zeit ist, dass er auszieht, weil er alt genug ist. Mein Bruder verdient sein eigenes Geld, meine Mutter bezieht Hilfe, die Wohung hat vier Zimmer und eine Warmmiete von knapp 400 Euro.

Da ich meine Mutter in dem "Ghetto" aber nicht allein zurücklassen will und sie nach längerer krankheit nun auch nicht mehr die Treppen (3. Stockwerk) so gut laufen kann wie vorher, haben wir uns umgeguckt und über eine Arbeitskollegin eine tolle Wohnung gefunden, in die sich meine Mutter sofort verliebt hat. So weit so gut.

Aber die Miete liegt höher, als es Höchstsatz von 258 Euro kalt für eine Person/Grundsicherung erlaubt. Da ich meine Mutter aber gerne wieder glücklich sehen will, folgende Fragen.

Kann ich die Wohnung mieten und die Differenz zahlen, damit ihr das Amt keine Steine in den Weg legt? Wenn ja, soll das ein Untermietervertrag werden und wie wird dann ihr Miteanteil berechnet?

Muss es ein Untermieterverhältnis sein oder kann ich nicht eigentlich auch einen offiziellen Zweitwohnsitz haben? Ich würde jobtechnisch ohnehin relativ oft dort übernachten...

Wie stellt sich das Amt in solchen Angelegenheiten überhaupt an?

Kann ich den Vermieter im Notfall um Hilfe bitten, indem er mir fürs Amt die Miete runterstuft und ich die Differenz "unter der Hand" zahle?

Die neue Wohnung hätte einen Fahrstuhl, eine tolle Lage und wäre so perfekt!

Danke schon mal im Vorraus

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Werbungskosten komplett abgelehnt?

Ich habe dieses Jahr das erste mal einen Steuerberater beauftragt. Es geht um eine gemeinsame Erklärung von mir und meinem Mann. Bis dato habe ich das allein gemacht, und es war immer alles in Ordnung, auch die letztendliche Erstattung.

Nun wollte ich dieses Jahr erstmalig meinen Dienstwagen steuerlich absetzen (Berechnung nach Privat km statt pauschale). Deshalb der Steuerberater.

Wir hätten eigentlich einige tausend Euro wieder bekommen müssen, so wie letztes Jahr.

Mein Mann arbeitet als Leiharbeiter und verdient wenig. Dazu kommt, dass er die Strecken zum Arbeitsstelle nur anteilsmäßig erstattet bekommt (am Tag manchmal 200 km).

Ich wiederum bin im Außendienst und nutze regelmäßig homeoffice.

Dieses Mal wurde alles abgeschmettert. Angeblich hätten sie keine Unterlagen bekommen. Unsere Erstattung sind 350 Euro pro Kopf! Das habe ich zuletzt bekommen, als ich noch studiert habe!

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Auf jeden Fall ist der Steuerberater auch seltsam...da ich noch keine Erfahrung habe, was denkt ihr darüber? Mein Mann hätte eigentlich alle Steuern wieder kriegen müssen, da er so viel fährt und so wenig verdient. Der Berater macht irgendwie nichts und auf alles muss ich ihn hinweisen...er sagte nur, man hätte alle Werbungskosten gestrichen. Ist so etwas überhaupt zulässig? Ich plane da evtl. nächste Woche persönlich beim FA aufzuschlagen. Danke für eure Hilfe!

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