Muss ich die Bereitstellungszinsen bezahlen, wenn Bank A es nicht genehmigt, dass ich von Bank B den weiteren Kredit abbezahlt bekommen möchte?

3 Antworten

Junge:

Wenn ich deine Frage richtig verstehe, geht es um eine
Teilumschuldung eines dinglich gesicherten Darlehens mit gebundenem
Sollzinssatz.

Platzt der verbindliche Darlehensvertrag aus Gründen, die die Bank B nicht zu vertreten, bist du als Vertragspartner für die Zeit der vertraglich vereinbarten Zeit bereitstellungs-zins-pflichtig.

Nach § 489 BB besteht die Möglichkeit, das (bisherige) Darlehen
ganz   oder  auch  t e i l w e i s e  zu kündigen. Deshalb verstehe ich Bank A nicht, warum sie (trotz fristgerechter Teilkündigung?) eine Teilumschuldung ablehnt.

Empfehlung: Lass dich von einem Fachkundigen beraten. Bank B hätte dir doch helfen können.

ja, denn Bank B kann ja nichts dafür, dass du nicht vorher mit Bank A gesprochen hast, bevor Du bei B unterschrieben hast.

(Ich habe es so verstanden, dass Du nur einen Teil des Darlehens ablösen woltest ?)

Viel Glück

Barmer

Die einzige Chance wäre, wenn, allerdings völlig ungewöhnlich, das Zustandekommen des Vertrages mit Bank B an die Zustimmung der Bank A geknüpft worden wäre. Dann wäre der Vertrag durch das Fehlen der Zustimmung durch Bank A nie wirksam geworden und aus dem unwirksamen Vertrag könnten auch nie irgendwelche Leistungen gefordert werden. Wie gesagt aber, völlig seltene und unübliche Handhabung.

Wenn die Bank A sich zurecht weigert, habt ihr ein großes Problem, weil die Bank B einer kostenlosen Kündigung auch u.U. garnicht zustimmen muss, d.h. ihr bezahlt bis zur Fälligkeit die Bereitstellungszinsen oder kündigt gegen Zahlung einer Vorfälligkeitsentschädigung.

Auf jeden Fall tut eine juristische Beratung Not, am besten von jemand ganz neutralen.

 

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