Muss ich als Rentner für Nebeneinkünfte Krankenkassenbeiträge entrichten?

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5 Antworten

Hallo,

wenn man freiwilliges Mitglied ist, sind grds. alle Einnahmen beitragspflichtig. Ggf. können aber tatsächliche Kosten gegengerechnet werden.

Bei pflichtversicherten Rentnern (in der 2. Hälfte des Berufslebens mindestens 90% GKV-versichert, d.h. keine längeren Zeiten in der PKV bzw. im Ausland) sind neben der Rente nur rentenähnliche Einnahmen (z.B. Betriebsrente und Einnahmnen aus selbständiger Tätigkeit (auch Honorar bzw. Freiberuflertätigkeit) beitragspflichtig.

http://www.gesetze-im-internet.de/sgb_5/__237.html

Bei Übungsleitern gibt es besondere Regelungen. Hier sind nur Beträge relevant, die die Steuerfreibeträge übersteigen.

Gruß

RHW

Ich sehe das aus einem anderen Gesichtspunkt. Wenn du Aufwand hast und dafür einen Kostenentschädigung bekommst, ist das keine Einkommen. Denn Kostenentschädigungen gleichen nur deinen Aufwand aus. Wenn du aber arbeitest dann ist es Einkommen. Dann musst du wenn du über den Grenzen liegst KV-Beiträge zahlen wie alle anderen Menschen auch mit Nebeneinkünften.

Wenn Du eine Aufwandsschädigung bekommst, klingt das für mich nach Übungsleiterfreibetrag (als Trainer, Chorleiter, oder so) und diese EInnahmen zählen bis zu 2100 Euro im Jahr nicht als Einkommen, darauf sind KEINE Sozialversicherungsbeiträge und keine Steuern zu zahlen.

das kommt drauf an, wie Du in der Gesetzlichen Krankenkasse versichert bist:

  • als pflichtversichertes Mitglied sind nur Deine Einkünfte aus gesetzl.Rente, betrl. Rente und sozialversicherungspflichtiges Einkommen für die KV relevant. Private Renten (Riester), Kapitaleinkünfte usw. sind dann "beitragsfrei".

  • als freiwilliges Mitglied sind alle Deine Einkünfte, auch Private Renten (Riester), Kapitaleinkünfte usw. relevant und der Krankenkasse mitzuteilen.

siehe dazu http://www.vz-nrw.de/Krankenversicherung-der-Rentner

alfalfa 09.01.2013, 18:51

D.H. Sollten jedoch die regelmässigen Einkünfte über 375 € (Selbständig) bzw 450€ (Angestellt) liegen sind auch hierfür bei Personen in der KvdR der Pflicht unterlegen Beiträge an die Kasse zu zahlrn.

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MadRampage 09.01.2013, 19:52
@alfalfa

dankefür den Hinweis, das meinte ich mit "sozialversicherungspflichtiges Einkommen": regelmäßige Einkünfte als Angesteller über der Minijob-Grenze von 450€ monatlich

Für nicht-Minijobler hat sich die Grenze m.W. leicht auf 385 € im Monat (ein Siebtel der Bezugsgröße nach § 18 SGB IV) erhöht, gilt jedoch nur auf Einkünfte aus Erwerbstätigkeit (nicht für Einkünfte aus Kapitalerträge und/oder Vermietung) im Falle der KvdR-Pflichtversicherten.

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Ja normalerweise schon ...

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