Muss ich als Kleingewerbetreibender (§19 Abs. 1 UstG - kein Vorsteuerabzug, kein gesonderter Ust.-Ausweis) eine Umsatzsteuererklärung abgeben?

2 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Jein.

Grundsätzlich bestimmt § 18 (3) UStG, dass jeder (!) Unternehmer eine Umsatzsteuererklärung abgeben muss. Das Formular hält dafür auf Seite 1 unten auch die Angaben für Kleinunternehmer bereit.

Ausnahmen macht das Finanzamt dann, wenn es sich um Umsätze handelt, die umsatzsteuerfrei sind, also wenn Oma Uschi dem netten jungen Herren die Studentenbude vermietet beispielsweise.

Vom Finanzamt wurde eine Umsatzsteuererklärung bisher nicht eingefordert.

Nunja, auch das Finanzamt hat keine Kristallkugel. Womöglich ist deine Unternehmereigenschaft nur noch nicht ins Auge gefallen.

Praxistipp:

Umsatzsteuererklärungen vorbereiten, aber nicht abschicken. Wenn das Finanzamt je nachfragt, hast du sofort alles bereit. 

Passieren kann nichts, solange du tatsächlich KU bist und du auf Nachfragen des Finanzamts auch reagieren kannst. Steuern fallen nicht an und damit auch keine Verspätungszuschläge oder Säumniszuschläge.

Das ist doch eigentlich der Grund, weshalb man die Kleinunternehmer-Regel nutz. Mit Vermerk auf der Rechnung, dass nach §19 Abs 1 UstG keine Umsatzsteuer ausgewiesen wird, ist das eigentlich erledigt. Also nein - brauchst du nicht.

falsch ....

ein Kleinunternehmer MUSS normalerweise eine USt-Erklärung abgeben. woher soll das Finanzamt wissen, ob er / sie / es noch unter der Grenze ist?

ansonsten siehe Antwort von @ennowarmal

1
@wurzlsepp6682

Wer keine UST ausweist muss auch keine UST-Erklärung machen. In der Regel reichen Anlage EÜR und G vollkommen aus. 

0
@benny203

Wer keine UST ausweist muss auch keine UST-Erklärung machen.

Unfug. Und das, wo ich bereits drei Tage vorher erläutert habe, warum das so ist, wie es ist.

1

Wo werden umsatzsteuerfreie Entnahmen als Teil des betrieblichen Gewinns in der Umsatzsteuererklärung erfasst?

Der Sachverhalt im Überblick:

Der Gewerbebetrieb wurde zum Jahresende 2016 aufgegeben. Bis Ende 2015 wurde die Kleinunternehmer-Regelung angewendet und keine Umsatzsteuer abgeführt oder berechnet. Ab 2016 dann die Regelbesteuerung.

Mit der Aufgabe des Betriebes werden Sachentnahmen dem Privatvermögen zugeführt und dementsprechend dem Gewinn des Betriebes zugerechnet. Die anteilige Umsatzsteuer wird berücksichtigt.

Wie verhält es sich mit Entnahmen die als "Kleinunternehmer" erworben wurden? Auch hier wird der Wert der Entnahme dem betrieblichen Gewinn zugerechnet, allerdings wird keine Umsatzsteuer geltend gemacht. Da beim Erwerb keine Vorsteuer geltend gemacht wurde, wird diese jetzt nicht berücksichtigt.

Im Elster Forular zur Umsatzsteuer wird der Gewinn in Zeile 38 vermerkt, die Entnahmen in Zeile 39 unter "Unentgeltliche Wertabgaben - Lieferungen nach § 3 Absatz 1b UStG zu 19 Prozent". Die Umsatzsteuer wird automatisch berechnet.

Daraus resultiert meine Frage: Wie gehe ich mit Entnahmen vor, die der Umsatzsteuer nicht unterliegen? Wo trage ich den Wert im Formular für die Umsatzsteuererklärung ein? In Zeile 39 ist dies nicht möglich, da die Umsatzsteuer automatisch berechnet wird.

Würde mich freuen, wenn mir jemand weiterhelfen kann!

Danke und viele Grüße, Chris

...zur Frage

Muss ich ein Gewerbe anmelden?

Guten Tag, ich bin 19, Schüler und möchte mir als "Webdesigner" (Design UND Programmierung) nebenbei etwas dazuverdienen. Vor 2 Jahren sagte der Steuerberater meines Vaters, dass ich dafür KEIN Gewerbe brauche. Da ich (deutlich) unter 17.500 im Jahr verdiene, soll ich aber den folgenden Satz auf meine Rechnungen schreiben:

"Es erfolgt kein Ausweis der Umsatzsteuer aufgrund der Anwendung der Kleinunternehmerregelung gem. §19 UStG."

Nun bin ich mir nicht ganz sicher, ob ich damals schon 18 war. Daher nun meine Frage:

Muss ich für meine Tätigkeit ein Gewerbe anmelden? Wenn ja, warum? Wenn nein, warum nicht?

Vielen Dank im Voraus für die Antworten!

...zur Frage

EU Erwerb und Vorsteuerabzug

Guten Tag, ich habe Anfang diesen Jahres eine GbR gegründet (Technikverleih). Für diesen Verleih habe ich nun im Februar die enstprechenden Maschinen bei einem Händler in der EU/England gekauft. Auf Vorlage meiner Umsatzsteuerident.nr hat er mir eine Rechnung ohne Mehrwertsteuer, also netto ausgestellt (20.000€).

Wenn ich es richtig erstanden habe, muss ich nun diese Maschinen in Deutschland mit 19% besteuern und schulde somit dem Finanzamt 3800€. Kann aber gleichzeitig diese Steuern beim Vorsteuerabzug geltend machen.

Da ich dieses Jahr bis dato noch keine Einnahmen hatte, was bedeutet das nun für meine monatliche Umsatzsteuererklärung Februar? Muss ich die 3800€ zahlen und bekomme sie am Ende des Jahres wieder, oder muss ich sie erst gar nicht zahlen, da ich sie komplett für Februar als Vorsteuer abziehe. Mir kommt es hier vor allem auf den genauen Abluaf an, damit ich weiss, wann und ob ich dem Finanzamt etwas zahlen muss. Vielen Dank.

...zur Frage

Kleinunternehmer - Frage zur Lohnsteuervorauszahlung

Hallo,

folgender Sachverhalt: Ich bin hauptberuflich Angestellter, und habe Anfang Februar ein Gewerbe für den nebenberuflichen Verkauf von Apps in Apples AppStore angemeldet. Ich habe noch nie eine Steuererklärung abgegeben, denn 2014 ist das erste Jahr (nach meinem Studium), in dem ich richtig verdiene.

In den nächsten Tagen erwarte ich den Fragebogen vom Finanzamt, auf dem ich ja unter anderem auch den erwarteten Gewinn durch das Gewerbe im Jahr 2014 und 2015 angeben muss, woraus sich dann ja u.a. die vierteljährlichen Lohnsteuervorauszahlungen errechnen. Ich möchte nach Kleinunternehmer-Regelung (§19 Abs.1 UStG), also ohne Umsatzsteuer, operieren.

Ich erwarte durch das Gewerbe vorerst Einnahmen zwischen 0-$75 (also etwa 55€) im Monat, also etwa 600€ im Jahr. Das würde ich so auch angeben.

Ich möchte nun allerdings vermeiden, dass mich die erste Lohnsteuervorauszahlung in ein paar Wochen aus den Socken haut, und wenn ich mich nicht täusche, dann sollte das ja auch eigentlich nicht der Fall sein, oder? Für mein reguläres Arbeitnehmergehalt zahlt ja bereits mein Arbeitgeber die Lohnsteuer für mich, so dass ich essentiell nur für die etwa 600€ im Jahr die Lohnsteuer selbstständig an das Finanzamt vorausbezahlen muss, was etwa 75€ im Quartal wären (wenn man vom Spitzensteuersatz ausgeht).

Habe ich irgendwo einen Denkfehler, oder bin ich auf der sicheren Seite?

Freue mich über konstruktive Antworten und Kommentare.

...zur Frage

Umsatzsteuer aus 2016 noch erstattbar?

Guten Tag allerseits,

ich habe bis Ende 2017 ein Kleingewerbe besessen, dessen Pflichten ich aus Dummheit nicht nachgekommen bin (Umsatzsteuer-Voranmeldung und -Erklärung, etc.) Mein zuständiges Finanzamt hat darauf hin die Umsatzsteuer für das Jahr 2016 geschätzt, welche ich erstmal bezahlt habe. Nun möchte ich mir das Geld gerne zurück holen. Ist dies noch möglich oder ist der Zug dafür bereits abgefahren? Meine zuständige Finanzbeamtin sagte mir, ich kann das Geld über die Steuererklärung zurück bekommen. Laut meinen Recherchen gibt es jedoch eine Frist, die schon abgelaufen ist.

...zur Frage

EÜR ohne Steuererklärung ?

Hallo,

kann ich die EÜR für mein kleines Gewerbe auch ohne meine Steuererklärung abgeben? Da für meine Steuererklärung erst die Betriebskostenabrechnung vom Mieter ankommen muss dauert es noch ein wenig. Oder muss das stehts zusammen erfolgen?

Zudem die Frage, ab wann muss ich nach Abgabe der EÜR mit der Zahlung der Steuern rechnen?

...zur Frage

Was möchtest Du wissen?