Muss Grundschuld neu eingetragen werden, wenn man Bank wegen Umschuldung wechsel (Baudarlehen)?

2 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Es gibt durchaus die Möglichkeit eine Grundschuld an die neue Bank abzutreten. Das ist dann natürlich billiger als die alte zu löschen und eine neue einzutragen. Die Kosten kann man sich hier ausrechnen: http://solya.de/notar-und-grundbuchkostenrechner.html

Gerade bei sehr alten Grundschulden neigen Banken dazu, auf einer Neueintragung zu bestehen. Es gibt da irgendwelche juristischen Gründe dafür. Ich habe aber auch schon Banken in meiner Beratungspraxis erlebt, die grundsätzlich eine Neueintragung wünschten. Als am besten die betreffende Bank fragen, wie sie es gerne hätte.

Alexander Solya

samur:

Deine Frage bezieht sich in erster Linie auf die Einsparung von Notar-und Grundbuchkosten.

Empfehlung: Bevor du einen neuen Darlehensvertrag abschließt, solltest du zuverlässig klären, ob die Abtretung der bestehenden Grundschuld - ohne Änderung der Zinsen und Nebenleistungen - vom Nachfolgeinstitut akzeptiert wird. Hierzu bedarf es eines aktuellen Grundbuchauszuges und der Vorlage einer Fotokopie der Grundschuldbestellungsurkunde. Weiter ist zu klären, ob es der Umschreibung der Vollstreckungsklausel bedarf.

Klappt die Umschuldung nur über die Löschung der bisherigen Grundschuld und den Neueintrag, müssten etwaige Nachranggläubiger den Vorrang genehmigen.

Änderungen der Zinsen und ggf. Nebenleistungen, und die Umschreibung der Vollstreckungsklausel verursachen nicht unerhebliche Kosten, über die dich der Notar oder das Nachfolgeinstitut informiert.

Was möchtest Du wissen?