Muss für Elternunterhalt das Vermögen der Kinder aufgebraucht werden?

2 Antworten

Ja es ist tasächlich der Fall, dass Kinder ihr Vermögen verwerten müssen, wenn das Einkommen nicht ausreicht für die Unterhaltszahlungen. Geschützt sind Eigenheim, evtl. Auto und auch eine Summe nach der Düsseldorfer Tabelle je nachdem wieviel Unterhalt über die Eltern hinaus gezahlt wird für Kinder und Partner.

Ja es ist tasächlich der Fall, dass Kinder ihr Vermögen verwerten müssen, wenn das Einkommen nicht ausreicht für die Unterhaltszahlungen.

Falsch: Vielmehr müssen die Eltern ihr Vermögen bis auf 2.600 EUR verbrauchen; das der Kinder bleibt faktisch unangetastet. Jedenfalls dürften im Regelfall Atersvorsorgefreibeträge im sechsstelligen Bereich, vorrangiger Ehegatten- und Kindesunterhalt neben dem Selbstbehalt eigener Lebenshaltung diesen Anspruch nur in wenigen Ausnahmefällen eines Top-Verdieners hergeben.

G imager761

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Tatsächlich sind die Kinder nur im Rahmen ihrer Nettoeinküfte abzgl. eines Selbstbehalts von 1.600 Euro zuzüglich der Hälfte des darüber hinausgehenden Einkommens leistungsfähig und damit elterunterhaltsverpflichtbar :-)

Nur die Erträge aus Vermögen (Zinsen, Mieteinkünfte) der Unterhaltsverpflichteten, nicht aber ihr Vermögen selbst, wird den Einkünften hinzugrechnet :-)

Hier ein Rechner dazu: http://www.elternunterhalt.org/elternunterhalt-rechner.php

Und das erst, nachdem die bedürftigen Eltern all ihr eigenes Vermögen oberhalb eines "unverwertbaren Vermögens im Barwert" gem. § 90 Abs. 2 Nr. 9 SGB XII, § 1 Barbetragsverordnung, von derzeit 2.600 EUR, bereits eingesetzt und verbraucht haben, also wirklich mittellos und bedürftig sind :-O

Außerdem sind sie verpflichtet, ggf. vorgenommene Schenkungen aus Rechtsgrud Verarmung von den Beschenkten zurückzufordern, um eine Bedürftigkeit geltend machen zu können :-)

G imager761

von derzeit 2.600 EUR

Falsch! Das gilt nur für Einzelpersonen.

Bei einem Ehepaar sind es 3.014 € (da von Eltern die Rede ist)

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